Naturschützer fordern Prädikat für Gipskarstlandschaft....
Donnerstag, 10. August 2000, 08:40 Uhr
Nordhausen Mühlhausen (nnz). Naturschützer aus Niedersachen, SachsenAnhalt und Thüringen
wollen die in Mitteleuropa einzigartige Karstlandschaft im Südharz erhalten. Der etwa 100
Kilometer breite Landstrich zwischen Osterode (Niedersachsen) und Sangerhausen
(Sachsen-Anhalt) solle das Prädikat Biosphärenreservat erhalten, sagte Holger Keil von der
Gesellschaft zur Förderung des Biosphärenreservates Südharz (GFB) am Donnerstag in
Mühlhausen. Mit den Mühlhäuser Museen eröffnete die Gesellschaft eine Ausstellung über die
nahezu unbekannte Kulturlandschaft. Sie ist bis Ende Oktober am Inneren Frauentor zu sehen.
Optisch reizvoll sind die weißen Karstfelsen. Großformatige Fotos des Göttinger Fotografen Stefan
Röhl zeigten Gipsgestein-Vorkommen mit Höhlen, Klüften, Felsen und Erdfällen, die in ihrem
Ausmaß in Europa ohne Beispiel sind, sagte Keil. Repräsentative Gesteine wie Gips, Anhydrite und
Dolomiten erinnern an die Entstehung der Gesteinsformation vor 270 Millionen Jahren.
Schauhöhlen wie die «Einhorn-Höhle» bei Scharzfeld (Niedersachsen), die «Heimkehle» in Uftungen
(Sachsen-Anhalt) und weitere Höhlen und Quellen sollen Touristen anlocken. Ein Karstwanderweg
mit einem Wegenetz von 200 Kilometern und 200 Erläuterungstafeln durchquert die Landkreise
Osterode, Sangerhausen und Nordhausen.
Wichtigstes Ziel der Naturschützer ist es, die ökologischen, touristischen und ökonomischen
Belange im Karstgebiet unter einen Hut zu bringen. Sie streben deshalb die Ausweisung als
Biosphärenreservat an, so wie es die Weltkulturorganisation empfiehlt. Derzeit sind 320 derartige
Schutzgebiete in 75 Ländern der Erde ausgewiesen.
Autor: psgwollen die in Mitteleuropa einzigartige Karstlandschaft im Südharz erhalten. Der etwa 100
Kilometer breite Landstrich zwischen Osterode (Niedersachsen) und Sangerhausen
(Sachsen-Anhalt) solle das Prädikat Biosphärenreservat erhalten, sagte Holger Keil von der
Gesellschaft zur Förderung des Biosphärenreservates Südharz (GFB) am Donnerstag in
Mühlhausen. Mit den Mühlhäuser Museen eröffnete die Gesellschaft eine Ausstellung über die
nahezu unbekannte Kulturlandschaft. Sie ist bis Ende Oktober am Inneren Frauentor zu sehen.
Optisch reizvoll sind die weißen Karstfelsen. Großformatige Fotos des Göttinger Fotografen Stefan
Röhl zeigten Gipsgestein-Vorkommen mit Höhlen, Klüften, Felsen und Erdfällen, die in ihrem
Ausmaß in Europa ohne Beispiel sind, sagte Keil. Repräsentative Gesteine wie Gips, Anhydrite und
Dolomiten erinnern an die Entstehung der Gesteinsformation vor 270 Millionen Jahren.
Schauhöhlen wie die «Einhorn-Höhle» bei Scharzfeld (Niedersachsen), die «Heimkehle» in Uftungen
(Sachsen-Anhalt) und weitere Höhlen und Quellen sollen Touristen anlocken. Ein Karstwanderweg
mit einem Wegenetz von 200 Kilometern und 200 Erläuterungstafeln durchquert die Landkreise
Osterode, Sangerhausen und Nordhausen.
Wichtigstes Ziel der Naturschützer ist es, die ökologischen, touristischen und ökonomischen
Belange im Karstgebiet unter einen Hut zu bringen. Sie streben deshalb die Ausweisung als
Biosphärenreservat an, so wie es die Weltkulturorganisation empfiehlt. Derzeit sind 320 derartige
Schutzgebiete in 75 Ländern der Erde ausgewiesen.
