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Mit dem Rad unterwegs

Die Grünen on Tour

Dienstag, 04. Oktober 2016, 15:37 Uhr
Vergangene Woche waren Vertreter der Nordhäuser Kreisverbände von BUND, ADFC und Bündnis 90/Die Grünen mit dem Landtagsabgeordneten Roberto Kobelt mit dem Rad im Landkreis Nordhausen unterwegs, um Impulse für eine Weiterentwicklung des Radwegekonzeptes zu finden...

Hierbei wurde deutlich, dass in der Vergangenheit bereits viel umgesetzt wurde und es dennoch einige kritische Punkte gibt, bei denen die Sicherheit des Radverkehrs und dadurch auch die Radnutzung im Alltag deutlich erhöht werden kann.

Die gemeinsame Radtour begann am Kreisel des IFA-Geländes in Richtung Werther. Bereits hier wurde deutlich, dass der vorhandene Radweg nicht durchgängig ist und so ein Bereich der Landesstraße befahren werde musste. Von der Brückenmühle ging es auf einem Feldweg Richtung Werther, der allerdings nur bei trockenem Wetter befahrbar ist und mit den vielen Schlaglöchern und dem uneinheitlichen Untergrund (von groben Splitt bis feinen Sand) fast schon am besten mit einem Mountainbike befahren werden müsste. Da dies eine Parallelstrecke zur Landesstraße ist und eine direkte Verbindung von Nordhausen nach Werther darstellt, ist es denkbar, dass für den Ausbau Landesmittel eingesetzt werden können, um hier einen sicheren Anschluss nach Werther auszubauen.

Vergangene Woche waren Vertreter der Nordhäuser Kreisverbände von BUND, ADFC und Bündnis 90/Die Grünen mit dem Landtagsabgeordneten Roberto Kobelt mit dem Rad im Landkreis Nordhausen unterwegs (Foto: Bündnis '90 Die Grünen Kreisverband Nordhausen) Vergangene Woche waren Vertreter der Nordhäuser Kreisverbände von BUND, ADFC und Bündnis 90/Die Grünen mit dem Landtagsabgeordneten Roberto Kobelt mit dem Rad im Landkreis Nordhausen unterwegs (Foto: Bündnis '90 Die Grünen Kreisverband Nordhausen)

Durch den Umbau der Bahnstrecke ist der Weg entlang der Bahnführung nur noch sehr schlecht befahrbar und sehr unsicher, gerade im Hinblick auf Radtouren mit der Familie oder touristische Ausflüge. Eine direkte Anbindung nach Schate, einer Siedlung südlich von Werther ist nicht vorhanden, sodass hier die Straße genutzt werden muss. Die Tour führte nach einer kleinen Besichtigung des Parks und dem Herrenhaus in Werther nach Steinbrücken. Eine Anbindung zur Stadt, die für Radfahrer nutzbar ist, ist nicht vorhanden. Die B4 stellt die einzige Verbindung dar um direkt nach Nordhausen zu kommen. Auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens ist es besonders wichtig für diesen Streckenabschnitt, einen separaten, gesicherten Verkehrsbereich für den Radverkehr zu haben.

Die Tour führte weiter über die Straße nach Uthleben. Ein weiterer kritischer Punkt zeigte sich auf der Strecke von Uthleben nach Sundhausen. Hier konnte lediglich die Straße genutzt werden, die gerade bei der Autobahnüberquerung, sehr unübersichtlich und damit sehr gefährlich war, da sie auch von vielen LKWs genutzt wird. Angekommen in Sundhausen konnten viele Verbesserungen angesehen werden. Sehr erwähnenswert ist der Ausbau entlang der Helme, der zu gemütlichen Touren und zum Verweilen einlädt. Auf dem Weg zurück in die Stadt wurde erneut sichtbar, dass Teile des Radweges schon sehr gut ausgebaut sind, wobei die derzeitige Ampelschaltung zu betrachten wäre. Die Verkehrsinseln entlang der B4 von Sundhausen bis zum Darrweg sind für Gruppen ungeeignet.

Vergangene Woche waren Vertreter der Nordhäuser Kreisverbände von BUND, ADFC und Bündnis 90/Die Grünen mit dem Landtagsabgeordneten Roberto Kobelt mit dem Rad im Landkreis Nordhausen unterwegs (Foto: Bündnis '90 Die Grünen Kreisverband Nordhausen) Vergangene Woche waren Vertreter der Nordhäuser Kreisverbände von BUND, ADFC und Bündnis 90/Die Grünen mit dem Landtagsabgeordneten Roberto Kobelt mit dem Rad im Landkreis Nordhausen unterwegs (Foto: Bündnis '90 Die Grünen Kreisverband Nordhausen)

Die Ampelschaltung ist so ungünstig organisiert, dass beim Überqueren der Straße auf der Verkehrsinsel Halt gemacht werden muss. Diese bieten jedoch nur Platz für circa drei Personen. Zurück in der Stadt änderte sich das Bild der ausgebauten Radwege jedoch wieder. Die Radwege sind teilweise in schlechtem Zustand, gerade die Oberflächenbeschaffenheit, die unzureichenden Bordsteinabsenkungen und das lückenhafte Radwegenetz waren sehr auffällig. Teilweise ist die Radwegführung so unklar, dass nicht offensichtlich ist, wie sich der Radverkehr zu verhalten hat.

„In der Stadt und im Landkreis gibt es viel Potential für die Ausgestaltung des Radwegekonzeptes. Die Landesregierung hat sich dazu entschlossen den Radverkehr zu fördern und stellt für den Ausbau des Radverkehrs Gelder zur Verfügung. Diese können dann durch eine bessere Zusammenarbeit zwischen Kommune, Stadt, Landkreis und dem Land Thüringen abgerufen und nachhaltig eingesetzt werden“, so Roberto Kobelt. Gerade im Hinblick auf den Tourismus, die alltägliche Nutzung des Radverkehrs und die Steigerung der Attraktivität des Landkreises für Radfahrer ist es notwendig das Radwegekonzept zu überarbeiten und gemeinsam weiterzuentwickeln. Die ersten Ideen wurden bereits gesammelt. Die Vertreter der Kreisverbände waren sich einig, dass diese Weiterentwicklung gemeinsam begonnen werden sollte und möchten die Radtour als Grundlage dafür nutzen.
Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen
Autor: red

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