Privatisierung abgelehnt
Dienstag, 27. Juli 2004, 13:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Ab Januar 2005 müssen die meisten Nordhäuser Ihren Zahnersatz selbst finanzieren. Was da zu tun ist und welche Versicherungs man abschließen sollte – dazu hat sich der Nordhäuser DGB so einige Gedanken gemacht.
Infolge einer Neuregelung müssen die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung ab Januar 2005 die Versorgung mit Zahnersatz allein finanzieren. Das heißt, die Arbeitgeber beteiligen sich nicht mehr an der Finanzierung dieser Leistungen. Der DGB und die Gewerkschaften haben diese Privatisierung abgelehnt, so der DGB-Regionsvorsitzende Ulrich Hannemann.
Dennoch rät der DGB, nicht voreilig Versicherungen abzuschließen, bevor auch die Angebote der Gesetzlichen Krankenversicherung vorliegen. Die genaue Höhe des Beitrages steht derzeit noch nicht fest. Nach aktuellen Schätzungen könnte der Tarif zwischen 8,50 Euro und 10,00 Euro pro Monat je Versicherten betragen. Zu beachten ist, dass Zusatzversicherungen entweder bei der gesetzlichen oder einer privaten Krankenkasse abgeschlossen werden können.
Diese Wahlmöglichkeit besteht allerdings nur einmal. Wer sich für eine Absicherung des Zahnersatzes bei einer privaten Versicherung entscheiden hat, kann später eine Zahnersatzversicherung nicht mehr bei einer gesetzlichen Krankenkasse bekommen. Zudem muss in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht für jedes Familienmitglied eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden, da die Familienmitversicherung auch für die Zusatzversicherung gilt. Deshalb generell unser Rat, so Hannemann, erst gründlich informieren, dann entscheiden.
Autor: nnzInfolge einer Neuregelung müssen die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung ab Januar 2005 die Versorgung mit Zahnersatz allein finanzieren. Das heißt, die Arbeitgeber beteiligen sich nicht mehr an der Finanzierung dieser Leistungen. Der DGB und die Gewerkschaften haben diese Privatisierung abgelehnt, so der DGB-Regionsvorsitzende Ulrich Hannemann.
Dennoch rät der DGB, nicht voreilig Versicherungen abzuschließen, bevor auch die Angebote der Gesetzlichen Krankenversicherung vorliegen. Die genaue Höhe des Beitrages steht derzeit noch nicht fest. Nach aktuellen Schätzungen könnte der Tarif zwischen 8,50 Euro und 10,00 Euro pro Monat je Versicherten betragen. Zu beachten ist, dass Zusatzversicherungen entweder bei der gesetzlichen oder einer privaten Krankenkasse abgeschlossen werden können.
Diese Wahlmöglichkeit besteht allerdings nur einmal. Wer sich für eine Absicherung des Zahnersatzes bei einer privaten Versicherung entscheiden hat, kann später eine Zahnersatzversicherung nicht mehr bei einer gesetzlichen Krankenkasse bekommen. Zudem muss in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht für jedes Familienmitglied eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden, da die Familienmitversicherung auch für die Zusatzversicherung gilt. Deshalb generell unser Rat, so Hannemann, erst gründlich informieren, dann entscheiden.
