Neues aus dem Wacker-Lager
"Es besteht Handlungsbedarf"
Dienstag, 20. September 2016, 21:30 Uhr
Man muss es als das benennen, was es ist - eine Krise. Sie hat Wacker Nordhausen zu einer Unzeit ereilt. Aber es ist auch Zeit, um mit Aufarbeitung zu beginnen. Die nnz mit einem aktuellen Sachstand...
Es sollte eine Mannschaft werden - Juli 2016 (Foto: nnz)
Für Präsidiumsmitglied Hans-Joachim Junker und seinen präsidialen Kollegen Sven Pistorius gibt es momentan gleich mehrere Baustellen zu bearbeiten. "Der Kader muss umgekrempelt werden, wir und damit meine ich alle Verantwortlichen, müssen eine Mannschaft finden. Das, was Sven Pistorius und ich bislang gesehen haben, das ist kein Team, dass sind Grüppchenbildungen", konstatiert Junker gegenüber der nnz. Es gibt also Gesprächsbedarf.
Heute Nachmittag wurde der zu einem Teil realisiert. Junker und Pistorius sprachen mit Sportchef Gaudino und dem Funktionsteam. In getrennten Runden. Mit teilweise unterschiedlichen Ergebnissen. So wolle der Sportdirektor an den bisherigen Strukturen festhalten, nur liege der Ball bei der Mannschaft und beim Trainer. Das hatte Maurizio Gaudino bereits in der vergangenen Woche in einem Interview vor dem Debakel in Berlin von sich gegeben.
Es bestehe Handlungsbedarf, ähnlich, wenn auch mit unterschiedlichen Nuancen sehen es die Mitglieder des Funktionsteams. Wie dieser Handlungsbedarf konkret aussehen wird, das wollte Hans-Joachim Junker nicht sagen, morgen soll es ein Gespräch mit Joe Albersinger geben.
Fakt ist, das macht Junker deutlich: Derzeit würden bei Wacker zu viele selbst ernannte Fachleute in die sportlichen Belange mit reinreden, obwohl nur ein einziger Mann, nämlich der Trainer Verantwortung trage. Für Hans-Joachim Junker ist es demnach zum Beispiel immer noch unverständlich, wieso ein Spieler, der im Training nicht im A-Kader zu finden ist, plötzlich in der Startaufstellung der ersten Mannschaft für ein wichtiges Punktspiel stehe.
Das alles funktioniert und wird auch nicht thematisiert, solange Spiele gewonnen werden. Das Hinterfragen beginnt, wenn das Gegenteil eintritt. Und das ist jetzt und es muss sein, bevor es tatsächlich zu spät ist.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Es sollte eine Mannschaft werden - Juli 2016 (Foto: nnz)
Für Präsidiumsmitglied Hans-Joachim Junker und seinen präsidialen Kollegen Sven Pistorius gibt es momentan gleich mehrere Baustellen zu bearbeiten. "Der Kader muss umgekrempelt werden, wir und damit meine ich alle Verantwortlichen, müssen eine Mannschaft finden. Das, was Sven Pistorius und ich bislang gesehen haben, das ist kein Team, dass sind Grüppchenbildungen", konstatiert Junker gegenüber der nnz. Es gibt also Gesprächsbedarf.
Heute Nachmittag wurde der zu einem Teil realisiert. Junker und Pistorius sprachen mit Sportchef Gaudino und dem Funktionsteam. In getrennten Runden. Mit teilweise unterschiedlichen Ergebnissen. So wolle der Sportdirektor an den bisherigen Strukturen festhalten, nur liege der Ball bei der Mannschaft und beim Trainer. Das hatte Maurizio Gaudino bereits in der vergangenen Woche in einem Interview vor dem Debakel in Berlin von sich gegeben.
Es bestehe Handlungsbedarf, ähnlich, wenn auch mit unterschiedlichen Nuancen sehen es die Mitglieder des Funktionsteams. Wie dieser Handlungsbedarf konkret aussehen wird, das wollte Hans-Joachim Junker nicht sagen, morgen soll es ein Gespräch mit Joe Albersinger geben.
Fakt ist, das macht Junker deutlich: Derzeit würden bei Wacker zu viele selbst ernannte Fachleute in die sportlichen Belange mit reinreden, obwohl nur ein einziger Mann, nämlich der Trainer Verantwortung trage. Für Hans-Joachim Junker ist es demnach zum Beispiel immer noch unverständlich, wieso ein Spieler, der im Training nicht im A-Kader zu finden ist, plötzlich in der Startaufstellung der ersten Mannschaft für ein wichtiges Punktspiel stehe.
Das alles funktioniert und wird auch nicht thematisiert, solange Spiele gewonnen werden. Das Hinterfragen beginnt, wenn das Gegenteil eintritt. Und das ist jetzt und es muss sein, bevor es tatsächlich zu spät ist.
Peter-Stefan Greiner
