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TÜV prüft E-Bus

Wie stark dürfen die Störungen sein?

Dienstag, 20. September 2016, 15:00 Uhr
In Deutschland wird nahezu alles geprüft. Auch Busse, was logisch ist. Doch Busse, die mittels Elektromotor angetrieben werden, die müssen nicht "untersucht" werden. Sie stoßen keine schädlichen Stoffe aus. Oder doch? Ein Besuch bei Nordhäuser TÜV liefert die Antwort...

Störaussendungen des E-Busses werden gemessen (Foto: nnz) Störaussendungen des E-Busses werden gemessen (Foto: nnz)
Derzeit prüfen Sachverständige des TÜV Thüringen an der Kfz-Prüfstelle Nordhausen einen Elektrobus auf seine elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). Bei der EMV-Messung werden die elektromagnetischen Störaussendungen auf das direkte Umfeld betrachtet.

Elektrofahrzeuge bauen ein elektromagnetisches Feld auf. Dieses darf jedoch im Betrieb andere elektrische Geräte nicht stören und muss entsprechend abgeschirmt sein. Die maximal abstrahlende elektrische Feldstärke unterliegt dabei den festgelegten Grenzwerten. Um eine europäische Straßenzulassung zu erlangen müssen Elektrofahrzeuge im Vorfeld eine EMV-Prüfung bestehen.

In Nordhausen ist am TÜV-Prüstand im Krug ein Sileo-Bus getestet und überprüft worden. Neben Ralf Kleebusch waren dabei auch Martin Hentze und Axel Hungsberg von der MG Electronic & Power Systems GmbH in Nordhausen zugange. Sie nahmen mehrere Messungen in Zeitintervallen zwischen zehn und 30 Minuten vor. Bei diesen Messungen erfasst wird das Frequenzspektrum zwischen 30 Megahertz und einem Gigahertz.

Kleebusch (stehend), Hentze und Hungsberg bei den Messungen (Foto: nnz) Kleebusch (stehend), Hentze und Hungsberg bei den Messungen (Foto: nnz)
Der TÜV Thüringen verfügt seit 2006 über ein durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) akkreditiertes Prüflaboratorium. Anfänglich wurden Bauteile und Gesamtanlagen für Flüssiggas- und Erdgasantriebe geprüft, später kamen Antriebs- und Abgasstränge hinzu. Seit Dezember 2015 ist der Technische Dienst nunmehr als Prüflabor für das Gesamtfahrzeug durch das KBA benannt.
Autor: red

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