Lagerfeuerromantik
Donnerstag, 22. Juli 2004, 11:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Eine Familie mit fünf Kindern wurde angelockt vom Treiben rund um die Eröffnung des neuen Zeltplatzes am Bielener Kiesteich. Ganz geheuer war es ihnen wohl nicht, was die Stadtvertreter hier taten. Entsprechend reagierten sie. Mehr von der Eröffnung und die Preisliste gibt es hier.
Lagerfeuerromantik (Foto: nnz)
Zwei Feuerstellen und jede Menge Platz für Zelte, so präsentiert sich Nordhausens neuer Campingplatz, der heute eröffnet wurde. Besonders Jugendliche sollen angesprochen werden. Heute waren aber erstmal andere Gäste da.
"Ich bin tierlieb."verkündete Baudezernent Dietrich Beyse, als sich ein Schwan mit Drohgebärden auf ihn stürzen wollte. Die Schwäne mit ihren fünf Jungen ließen dann jedoch von Politikern und Journalisten ab. Sie waren sicher die Einzigen, die nicht so viel Gefallen an dem neuen Zeltplatz fanden.
Da Jugendliche im Bereich der Kiesgewässer oft wild campen, besonders gern an gefährlichen Stellen, sollte eine preisgünstige Alternative geschaffen werden. Rund 50 Personen und 25 Zelte verkraftet das Areal, welches sich im eingezäunten Bereich des Strandbades befindet. Die sanitären Anlagen sind ebenfalls dort mit zu nutzen. Aus dem Grund ist der Eintrittspreis ins Strandbad zu bezahlen. Er beträgt für Erwachsene 2,- Euro, für Schüler 1,- Euro.
Wer ein Zelt aufbauen möchte, zahlt pro Nacht 1,- Euro für ein Zelt bis vier Personen. Größere Zelte kosten 5,- Euro pro Nacht. Die Übernachtung beträgt 1,50 Euro pro Nacht. Zelten hier Jugendgruppen, dann werden nur 1,- Euro pro Person und Nacht fällig.
Die Umgestaltung des Geländes sei nahezu kostenlos gewesen. Sogar Brennholz von den Rodungsarbeiten ist für Lagerfeuer kostenlos vorhanden. In Zukunft soll das Holz nachgeliefert werden, wenn es im Zuge von Grünpflegearbeiten im Stadtgebiet anfällt. Somit spart Nordhausen sogar noch die Entsorgung.
Dieser Zeltplatz ist für vorerst zwei Jahre angelegt. Die Stadt befindet sich jedoch in Planung zur Schaffung eines großen Campingplatzes an selber Stelle. Das sei aber entsprechend kostenintensiv, wie Baudezernent Beyse mitteilte. Man veranschlagt ungefähr eine Million Euro. Es müßte für Entwässerung und Infrastruktur sowie neue sanitäre Anlagen gesorgt werden, und das kostet. Allein die Planung dauert noch mindestens ein Jahr.
Solange haben die Jugendlichen hier eine gute Alternative. Die Kieswerke werden wildes Campen in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr dulden, da es auf dem Zeltplatz viel sicherer ist. Bis auf die Attaken der Schwäne aber auch die werden sich garantiert an die Menschen gewöhnen und friedlicher reagieren.
Autor: wf
Lagerfeuerromantik (Foto: nnz)
Zwei Feuerstellen und jede Menge Platz für Zelte, so präsentiert sich Nordhausens neuer Campingplatz, der heute eröffnet wurde. Besonders Jugendliche sollen angesprochen werden. Heute waren aber erstmal andere Gäste da.
"Ich bin tierlieb."verkündete Baudezernent Dietrich Beyse, als sich ein Schwan mit Drohgebärden auf ihn stürzen wollte. Die Schwäne mit ihren fünf Jungen ließen dann jedoch von Politikern und Journalisten ab. Sie waren sicher die Einzigen, die nicht so viel Gefallen an dem neuen Zeltplatz fanden.
Da Jugendliche im Bereich der Kiesgewässer oft wild campen, besonders gern an gefährlichen Stellen, sollte eine preisgünstige Alternative geschaffen werden. Rund 50 Personen und 25 Zelte verkraftet das Areal, welches sich im eingezäunten Bereich des Strandbades befindet. Die sanitären Anlagen sind ebenfalls dort mit zu nutzen. Aus dem Grund ist der Eintrittspreis ins Strandbad zu bezahlen. Er beträgt für Erwachsene 2,- Euro, für Schüler 1,- Euro.
Wer ein Zelt aufbauen möchte, zahlt pro Nacht 1,- Euro für ein Zelt bis vier Personen. Größere Zelte kosten 5,- Euro pro Nacht. Die Übernachtung beträgt 1,50 Euro pro Nacht. Zelten hier Jugendgruppen, dann werden nur 1,- Euro pro Person und Nacht fällig.
Die Umgestaltung des Geländes sei nahezu kostenlos gewesen. Sogar Brennholz von den Rodungsarbeiten ist für Lagerfeuer kostenlos vorhanden. In Zukunft soll das Holz nachgeliefert werden, wenn es im Zuge von Grünpflegearbeiten im Stadtgebiet anfällt. Somit spart Nordhausen sogar noch die Entsorgung.
Dieser Zeltplatz ist für vorerst zwei Jahre angelegt. Die Stadt befindet sich jedoch in Planung zur Schaffung eines großen Campingplatzes an selber Stelle. Das sei aber entsprechend kostenintensiv, wie Baudezernent Beyse mitteilte. Man veranschlagt ungefähr eine Million Euro. Es müßte für Entwässerung und Infrastruktur sowie neue sanitäre Anlagen gesorgt werden, und das kostet. Allein die Planung dauert noch mindestens ein Jahr.
Solange haben die Jugendlichen hier eine gute Alternative. Die Kieswerke werden wildes Campen in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr dulden, da es auf dem Zeltplatz viel sicherer ist. Bis auf die Attaken der Schwäne aber auch die werden sich garantiert an die Menschen gewöhnen und friedlicher reagieren.
