Mehr Personen verurteilt
Mittwoch, 21. Juli 2004, 10:57 Uhr
Erfurt (nnz). Diebstahl,Unterschlagung und andere Eigentumsdelikte liegen scheinbar im Trend. 43 % aller Verurteilten im Jahr 2003 hatten sich derartiger Verbrechen schuldig gemacht. Mehr zur Strafverfolgung berichtete das Landeamt für Statistik der nnz.
An den Thüringer Gerichten wurden im Jahr 2003 Strafverfahren gegen 34 272 Personen mit einem Urteil abgeschlossen, 25 497 von ihnen wurden rechtskräftig verurteilt. Das waren 915 Abgeurteilte und 256 Verurteilte mehr als im Jahr 2002.
In weiteren 1 157 Fällen entschieden die Gerichte auf Freispruch, in 7 611 Fällen wurde das Verfahren eingestellt und von einer Strafe abgesehen und in 7 Fällen wurde eine Maßregel ausgesprochen.
Die Zahl der Freisprüche und der Einstellungen erhöhte sich ebenfalls um 91 bzw. 579 Personen. Die Zahl der Maßregeln sank um 11 Personen.
43 Prozent der Verurteilten standen wegen Diebstahl und Unterschlagung sowie anderen Vermögens- und Eigentumsdelikten und weitere 25 Prozent wegen Straftaten im Straßenverkehr vor Gericht.
Obwohl die Zahl der jungen Verurteilten gesunken ist, war jeder fünfte Verurteilte noch keine 21 Jahre alt. Der Anteil der verurteilten Frauen stieg auf 15,7 Prozent. Unter den Verurteilten waren 1 938 Ausländer und Staatenlose. Knapp die Hälfte der Verurteilten (11 532 Personen bzw. 45,2 Prozent) waren bereits vorbestraft (2002: 45,1 Prozent).
Die meisten Verurteilten (21 395 Personen) hatten gegen das Strafgesetzbuch und 4 102 Personen gegen andere Gesetze verstoßen.
Obwohl sich die Anzahl der wegen Straftaten im Straßenverkehr Verurteilten um 471 Personen auf 6 432 verringert hat, stand diese Deliktgruppe mit einem Anteil von 25,2 Prozent weiterhin an der Spitze der Verurteiltenzahlen (2002: 27,3 Prozent). Unter diesen Verurteilten waren 3 662 Personen bzw. 57 Prozent, die Alkohol oder ein anderes berauschendes Mittel zu sich genommen hatten.
Bei den übrigen Straftaten ist die Zahl der Verurteilten wegen anderer Vermögens- und Eigentumsdelikte sowie Urkundendelikten im Jahr 2003 erstmals höher als die Zahl der Verurteilten wegen Diebstahl und Unterschlagung. Während die Zahl der Verurteilten wegen Vermögens- und Eigentumsdelikten (vor allem wegen Betrug und Erschleichen von Leistungen) um 800 auf 5 459 Personen innerhalb eines Jahres gestiegen ist, waren es bei Diebstahl und Unterschlagungen 5 449 Personen und damit 239 Verurteilte weniger als im Jahr 2002. Beide Hauptdeliktgruppen haben einen Anteil von jeweils 21,4 Prozent an allen Verurteilten.
Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Verurteilten vor allem bei den Betäubungsmitteldelikten um 144 auf 1 203 Personen, Steuer- und Zollzuwiderhandlungen um 61 auf 258 Personen sowie Raub und Erpressung um 48 auf 400 Personen.
Die Zahl der jungen Verurteilten ist gesunken. Unter den Verurteilten waren im vergangenen Jahr 1 756 Jugendliche im Alter von 14 bis unter 18 Jahren (2002: 1 878) und 3 478 Heranwachsende im Alter von 18 bis unter 21 Jahren (2001: 3 810). Jeder fünfte Verurteilte war im Jahr 2003 noch keine 21 Jahre alt (2002: 22,5 Prozent).
Autor: nnzAn den Thüringer Gerichten wurden im Jahr 2003 Strafverfahren gegen 34 272 Personen mit einem Urteil abgeschlossen, 25 497 von ihnen wurden rechtskräftig verurteilt. Das waren 915 Abgeurteilte und 256 Verurteilte mehr als im Jahr 2002.
In weiteren 1 157 Fällen entschieden die Gerichte auf Freispruch, in 7 611 Fällen wurde das Verfahren eingestellt und von einer Strafe abgesehen und in 7 Fällen wurde eine Maßregel ausgesprochen.
Die Zahl der Freisprüche und der Einstellungen erhöhte sich ebenfalls um 91 bzw. 579 Personen. Die Zahl der Maßregeln sank um 11 Personen.
43 Prozent der Verurteilten standen wegen Diebstahl und Unterschlagung sowie anderen Vermögens- und Eigentumsdelikten und weitere 25 Prozent wegen Straftaten im Straßenverkehr vor Gericht.
Obwohl die Zahl der jungen Verurteilten gesunken ist, war jeder fünfte Verurteilte noch keine 21 Jahre alt. Der Anteil der verurteilten Frauen stieg auf 15,7 Prozent. Unter den Verurteilten waren 1 938 Ausländer und Staatenlose. Knapp die Hälfte der Verurteilten (11 532 Personen bzw. 45,2 Prozent) waren bereits vorbestraft (2002: 45,1 Prozent).
Die meisten Verurteilten (21 395 Personen) hatten gegen das Strafgesetzbuch und 4 102 Personen gegen andere Gesetze verstoßen.
Obwohl sich die Anzahl der wegen Straftaten im Straßenverkehr Verurteilten um 471 Personen auf 6 432 verringert hat, stand diese Deliktgruppe mit einem Anteil von 25,2 Prozent weiterhin an der Spitze der Verurteiltenzahlen (2002: 27,3 Prozent). Unter diesen Verurteilten waren 3 662 Personen bzw. 57 Prozent, die Alkohol oder ein anderes berauschendes Mittel zu sich genommen hatten.
Bei den übrigen Straftaten ist die Zahl der Verurteilten wegen anderer Vermögens- und Eigentumsdelikte sowie Urkundendelikten im Jahr 2003 erstmals höher als die Zahl der Verurteilten wegen Diebstahl und Unterschlagung. Während die Zahl der Verurteilten wegen Vermögens- und Eigentumsdelikten (vor allem wegen Betrug und Erschleichen von Leistungen) um 800 auf 5 459 Personen innerhalb eines Jahres gestiegen ist, waren es bei Diebstahl und Unterschlagungen 5 449 Personen und damit 239 Verurteilte weniger als im Jahr 2002. Beide Hauptdeliktgruppen haben einen Anteil von jeweils 21,4 Prozent an allen Verurteilten.
Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Verurteilten vor allem bei den Betäubungsmitteldelikten um 144 auf 1 203 Personen, Steuer- und Zollzuwiderhandlungen um 61 auf 258 Personen sowie Raub und Erpressung um 48 auf 400 Personen.
Die Zahl der jungen Verurteilten ist gesunken. Unter den Verurteilten waren im vergangenen Jahr 1 756 Jugendliche im Alter von 14 bis unter 18 Jahren (2002: 1 878) und 3 478 Heranwachsende im Alter von 18 bis unter 21 Jahren (2001: 3 810). Jeder fünfte Verurteilte war im Jahr 2003 noch keine 21 Jahre alt (2002: 22,5 Prozent).
