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65 Jahre SWG

Von der Platte bis zur Villa

Samstag, 10. September 2016, 15:14 Uhr
Eigentlich ist sie wahrscheinlich sogar noch ein bisschen älter, aber irgendwo in der langen Geschichte dieser Stadt, vor 65 Jahren entstand das, was man heute als die städtische Wohnungsbaugesellschaft, kurz als SWG, kennt. Der Geburtstag wird heute auf und im Theater zusammen mit den Mietern ordentlich gefeiert...


Auf dem Theaterplatz herrschte heute noch einmal sommerliche Festatmosphäre, fast schon wie beim Rolandsfest. Neben Stand an Stand erwartete die Besucher auf der großen Bühne auch jede Menge Programm. Anlass war der 65. Geburtstag der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft, den man nicht nur auf dem Theaterplatz, sondern auch im Haus selbst heute ordentlich feiern wollte.

"Wir haben zusammen mit der Stadt viel Erfolg gehabt in den letzten Jahren", sagte SWG-Chefin Inge Klaan, "ohne Partner und ohne unsere Mieter wäre das nicht möglich gewesen. Deswegen wollen wir heute einmal Danke sagen". Ein paar der Mieter trauten sich auch auf die Bühne, unter anderem ein Herr, der seine Wohnung 1953 bezog und dort bis heute lebt, erzählt Klaan, die heute immer wieder Geburtstagsglückwünsche entgegen nehmen muss.

Man habe immer verschiedene Epochen im Unternehmen gehabt, erzählt die SWG, in den 50ern sei es um den Wiederaufbau gegangen, später ging es stärker um die Sanierung der alten Gebäude, dann wieder verstärkt um Rückbau und Aufwertung. "Es hatte alles seine Zeit", sagte Klaan der nnz, inzwischen sei man an einem Punkt, wo man sich auch wieder daran wage, neu zu bauen. Aktuell etwa in der Schärfgasse, deren erster Bauabschnitt dieser Tage seinem Ende entgegen geht.


Über die Jahre und Jahrzehnte hat die SWG einen ansehnlichen Bestand an Wohnungen aller Art zusammengetragen. "Von der Platte bis zur Villa haben wir alles", sagt Klaan, "das macht unsere Stärke aus, wir können Wohnraum in der Breite anbieten, für jede Lebenslage etwas."

Die passende Wohnung zu finden ist dabei dieser Tage nicht ganz leicht. In der Altstadt baut die SWG auch, weil man dort für die Nachfrage gute Chancen sieht, aber eben auch, weil der Bedarf besteht. Kein Wunder bei einem Leerstand von gerade einmal 3%. Dazu habe auch die Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr beigetragen, meint Klaan, sie sei aber keineswegs ursächlich gewesen, die Situation habe auch vorher schon gehabt. Eben deswegen habe man sich im Unternehmen entschieden, verstärkt auf Neubauten zu setzen. Der erste wurde vor gut zwei Jahren in der Stolberger Straße eröffnet, weitere werden folgen, etwa in der Hesseröderstraße und der Bochumerstraße.

Aber am Abend sollte es vor allem darum gehen, das zu feiern, was bis heute erreicht wurde. Die SWG Mitarbeiter haben sich dafür auch kreativ ins Zeug gelegt - als kleine Überraschung für die Mieter hat man ein eigenes Lied einstudiert, zur Melodie von "Ich bau dir ein Schloss".
Angelo Glashagel
Autor: red

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