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Glückwünsche für Wolfgang Asche

60 Jahre jung – 44 Jahre Rot

Donnerstag, 08. September 2016, 12:20 Uhr
Auf sechs Jahrzehnte Leben kann Wolfgang Asche seit heute zurückblicken. 44 Jahre davon gehörten vor allem der Farbe Rot. Für die Nordhäuser Region war und ist das nicht von Nachteil. Auch deshalb kamen heute Vormittag viele Menschen zum Gratulieren...

Herzlichen Glückwunsch zum 60. (Foto: nnz) Herzlichen Glückwunsch zum 60. (Foto: nnz)
Natürlich feierte der Mann den dienstlichen Teil seines Geburtstages in den Räumen der Nordhäuser Kreissparkasse, in denen er vor knapp 25 Jahren den zweiten Teil seiner Sparkassen-Karriere begann. Die Wende in der damaligen DDR und die folgende Wiedervereinigung machten es möglich. Die politischen Ereignisse samt derer Folgen katapultierten ihn in den Vorstand der Nordhäuser Kreissparkasse. Zunächst als Vorstandssekretär, dann als Vorstandsmitglied und ab April 2012 ist er der Chef am Nordhäuser Kornmarkt.

Wer Wolfgang Asche all diese Jahre – seit 1991 – wie ich beruflich begleitet hat, der kennt ihn als Menschen, der sich nur schwer kategorisieren lässt. Er durchlief eine evolutionäre Metamorphose: vom Wessi zum Wossi (Wessi mit Osterfahrung), schließlich zum Ossi mit Westerfahrung. Er kam an in dieser Region, obwohl sein Zuhause im Landkreis Osterode zu finden war und noch ist. Und: Wolfgang Asche saß an den entscheidenden Hebeln des Kreditinstitutes, wenn es darum ging, Soziales zu tun. Er war immer der Mann, der sich für die Unterstützung von Kunst, Jugendarbeit oder Sport einsetzte. Vor allem aber Kunst. Viele Projekte, viele Vereine lebten und leben von der Unterstützung durch das Geldhaus, in dem Asche immer mehr Hebel selbst in Bewegung setzen konnte. Er hat ein Faible für die Kunst, für Theater, für Ausstellungen, für den Schöngeist. Darüber muss nicht an dieser Stelle geschrieben werden. Oftmals wurde ihm dafür gedankt. Er ist Mitglied in einigen Vereinen, ordnet die Finanzen im Förderverein des Parks Hohenrode zum Beispiel.

Heute aber stand der Mensch Wolfgang Asche im Mittelpunkt und mitunter bekommt man den Eindruck, dass dieses „Im-Mittelpunkt-Stehen“ eigentlich nicht „sein Ding“ ist. Aber heute musste er da durch.

In der Einladung zum Empfang des Verwaltungsrates der Kreissparkasse steht denn auch geschrieben, dass von Geschenken Abstand genommen werden solle. Stattdessen bitte Asche um Spenden, die zu gleichen Teilen an die Fördervereine für den Park Hohenrode und des Nordhäuser Theaters weitergereicht werden. Spenden soll es zahlreich gegeben haben, Geschenke auch.

In der Feier begrüßte Landrat Matthias Jendricke als Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse viele Gäste aus Kultur, Politik, Sport und Wirtschaft und würdigte in kurzen Worten die Verbundenheit des Jubilars zur Region und vor allem zu den Menschen. Vorstandskollege Thomas Seeber schätzte sich glücklich und zufrieden, so viele Jahre mit dem Geburtstagskind zusammen arbeiten zu können.

Die Laudatio hielt schließlich Ministerin Birgit Keller, die von 1995 bis 2014 Mitglied des Verwaltungsrates war und sie konstatierte zu Beginn, dass man Asche die 60 Jahre nicht ansehe und das er mit vier Kindern seinen Beitrag zur positiven demografischen Entwicklung geleistet und das Reproduktionssoll erfüllt habe. Resümierend aus der Zusammenarbeit mit ihm fasste sie zusammen: „Er ist ein feiner Kerl“.

Dieter Bauhaus mit klaren Worten (Foto: nnz) Dieter Bauhaus mit klaren Worten (Foto: nnz) Der nächste Redner war der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Mittelthüringen, Dieter Bauhaus. Er, ein Mann der klaren Worte, hofft immer noch, dass Wolfgang Asche in den Gremien der Sparkassenorganisation noch stärker das Wort erheben müsse. Ansonsten verglich er ihn mit einem Wiesel – eher ein Kämpfer denn ein Raubtier, das mit 60 so aussieht, dass er glatt weg als 45jähriger durchgehen könne. Alles in allem: ein toller Fachmann.

In seinen Dankesworten stellte Wolfgang Asche eines klar. „Ich färbe meine Haare nicht!“ Im Rückblick auf seine Dienstzeit in den Sparkassen im Landkreis Osterode am Harz und dann natürlich in Nordhausen dankte er vor allem Rudolf Mund als seinen Förderer. Das war nicht irgendeine Plattitüde, das kam von Herzen und Asche war den Tränen nahe.

Der Kunst verbunden - Kunsthaus-Chefin Susanne Hinsching gratuliert (Foto: nnz) Der Kunst verbunden - Kunsthaus-Chefin Susanne Hinsching gratuliert (Foto: nnz)
Wolfgang Asche habe hier im Landkreis Nordhausen wunderbare Menschen kennengelernt. Dafür sei er dankbar und mit seinem Job in der 175 Jahre alten Sparkasse, aber auch privat wolle er dafür das zurückgeben, was ihm möglich sei.

Umrahmt wurde der Empfang durch Künstler des Nordhäuser Theaters und durch Ronald Gäßlein.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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