Als mach neu
Stuck an der Decke - Brennstoffzelle im Keller
Dienstag, 30. August 2016, 08:28 Uhr
Im September feiert die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) ihren 25. Geburtstag. Gleichzeitig wird an 65 kommunales Wohnen in Nordhausen erinnert. Die nnz hat zwei Immobilien inspiziert”, denen man das Kommunale” nicht wirklich auf den ersten Blick ansieht…
Peter Spannaus links und Maik Müller in der künftigen Dachgeschoss-Wohnung (Foto: nnz)
Wer an die beiden Giganten am Nordhäuser Wohnungsmarkt - neben der SWG die WBG - denkt, dem fallen in erster Linie die Plattenbauten als Erbe des DDR-Wohnungsbaus ein. Doch die beiden Unternehmen haben mehr zu bieten als modern sanierte Platte”, der man den Urzustand nicht mehr ansieht. Es sind bei der SWG die Altbauten. Zum Beispiel im Bereich der Bochumer Straße. Gegenüber dem Bochumer Hof der Genossenschaft, an der Ecke Hesseröder Straße wird derzeit gearbeitet. Von außen am abgehangenen Gerüst zu sehen.
Außer der Apotheke im Erdgeschoss wohnte hier schon mehrere Jahre niemand mehr. Jetzt nimmt die SWG rund 1,2 Millionen Euro in die Hand und gestaltet das alte Gemäuer zu modernem Wohnraum um. Der Charme daran: das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz, wichtige Details, die an das Baujahr 1908 erinnern, bleiben dennoch erhalten. Sei es die Fassade zu den beiden Straßen oder der Stuck an der Decke einiger Zimmer. Auch sollen möglichst die Fußböden erhalten werden, die hölzernen Türen werden aufgearbeitet.
Trotzdem unterliegen die Arbeiten, genauer gesagt, deren Ergebnis der Energieiensparverordnung (ENEV) und die verlangt Wärmedämmung und einen Energieverbauchsausweis. Wenn schon nicht außen an der Fassade gedämmt werden kann, dann innen. Und für die richtige Wärme sorgen im Keller eine Brennstoffzelle in Kombination mit einem Brennwertkessel.
Ecke Bochumer/Hesseröder Straße (Foto: nnz)
500 Quadratmeter Wohnfläche werden ab dem ersten Quartal kommenden Jahres zur Verfügung stehen, aufgeteilt auf fünf Wohnungen, wobei die größte Wohnung im Dachgeschoss nicht nur einen wunderbaren Blick in Richtung Harz erlaubt, sondern auch mehr als 120 Quadratmeter Platz bieten wird.
Eine weitere Immobilie, die derzeit in einer Kur” ist, befindet sich sozusagen gegenüber, die Bochumer Straße 36. Auch hier wird auf eine Innendämmung zurückgegriffen, da die Fassade der Straßenseite keine andere Möglichkeit zulässt. Die fünf Wohnung sind nicht so individuell zugeschnitten, sondern bekommen das Prädikat zweckmäßig”. Zwei Wohnungen zu je 60 Quadratmeter wird es im Erdgeschoss geben, drei weitere zum je 125 Quadratmeter verteilen sich die darüberliegenden drei Stockwerke. Hier wird das kommunale Unternehmen rund 750.000 Euro investieren.
Blick auf die Bochumer Straße 36 (Foto: nnz)
Ob die Vermietung der Wohnungen mit einer maximalen Rendite möglich sein wird, soll hier nicht betrachtet werden. SWG-Chefin Inge Klaan sieht an diesen Beispielen vielmehr eine Signalwirkung auf Nachbargrundstücke und auf die Verpflichtung städtisches Eigentum in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Sicher, nicht alle Alt-Immobilien der SWG können derart aufwändig saniert werden, aber es gilt Ausrufezeichen zu setzen. Auch und vor allem in der Nordhäuser Unterstadt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz
Peter Spannaus links und Maik Müller in der künftigen Dachgeschoss-Wohnung (Foto: nnz)
Wer an die beiden Giganten am Nordhäuser Wohnungsmarkt - neben der SWG die WBG - denkt, dem fallen in erster Linie die Plattenbauten als Erbe des DDR-Wohnungsbaus ein. Doch die beiden Unternehmen haben mehr zu bieten als modern sanierte Platte”, der man den Urzustand nicht mehr ansieht. Es sind bei der SWG die Altbauten. Zum Beispiel im Bereich der Bochumer Straße. Gegenüber dem Bochumer Hof der Genossenschaft, an der Ecke Hesseröder Straße wird derzeit gearbeitet. Von außen am abgehangenen Gerüst zu sehen.
Außer der Apotheke im Erdgeschoss wohnte hier schon mehrere Jahre niemand mehr. Jetzt nimmt die SWG rund 1,2 Millionen Euro in die Hand und gestaltet das alte Gemäuer zu modernem Wohnraum um. Der Charme daran: das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz, wichtige Details, die an das Baujahr 1908 erinnern, bleiben dennoch erhalten. Sei es die Fassade zu den beiden Straßen oder der Stuck an der Decke einiger Zimmer. Auch sollen möglichst die Fußböden erhalten werden, die hölzernen Türen werden aufgearbeitet.
Trotzdem unterliegen die Arbeiten, genauer gesagt, deren Ergebnis der Energieiensparverordnung (ENEV) und die verlangt Wärmedämmung und einen Energieverbauchsausweis. Wenn schon nicht außen an der Fassade gedämmt werden kann, dann innen. Und für die richtige Wärme sorgen im Keller eine Brennstoffzelle in Kombination mit einem Brennwertkessel.
Ecke Bochumer/Hesseröder Straße (Foto: nnz)
500 Quadratmeter Wohnfläche werden ab dem ersten Quartal kommenden Jahres zur Verfügung stehen, aufgeteilt auf fünf Wohnungen, wobei die größte Wohnung im Dachgeschoss nicht nur einen wunderbaren Blick in Richtung Harz erlaubt, sondern auch mehr als 120 Quadratmeter Platz bieten wird.
Eine weitere Immobilie, die derzeit in einer Kur” ist, befindet sich sozusagen gegenüber, die Bochumer Straße 36. Auch hier wird auf eine Innendämmung zurückgegriffen, da die Fassade der Straßenseite keine andere Möglichkeit zulässt. Die fünf Wohnung sind nicht so individuell zugeschnitten, sondern bekommen das Prädikat zweckmäßig”. Zwei Wohnungen zu je 60 Quadratmeter wird es im Erdgeschoss geben, drei weitere zum je 125 Quadratmeter verteilen sich die darüberliegenden drei Stockwerke. Hier wird das kommunale Unternehmen rund 750.000 Euro investieren.
Blick auf die Bochumer Straße 36 (Foto: nnz)
Ob die Vermietung der Wohnungen mit einer maximalen Rendite möglich sein wird, soll hier nicht betrachtet werden. SWG-Chefin Inge Klaan sieht an diesen Beispielen vielmehr eine Signalwirkung auf Nachbargrundstücke und auf die Verpflichtung städtisches Eigentum in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Sicher, nicht alle Alt-Immobilien der SWG können derart aufwändig saniert werden, aber es gilt Ausrufezeichen zu setzen. Auch und vor allem in der Nordhäuser Unterstadt.
Peter-Stefan Greiner




