Dreharbeiten auf dem Autodrom
Sicherheit fängt im Kopf an
Donnerstag, 25. August 2016, 13:40 Uhr
Ob Motorrad, Auto oder Lastwagen - wer sein fahrerisches Können verbessern will, der ist auf dem Nordhäuser Autodrom an der richtigen Adresse. Die guten Bedingungen für Fahrzeuge aller Art nutzte jetzt auch ein Filmteam aus Berlin...
Wie lang ist eigentlich der Bremsweg eines modernen Mittelklassewagens bei Temp0 50 und regennasser Fahrbahn? "Die meisten Auotfahrer, auch solche mit viel Erfahrung, verschätzen sich meist", sagt Jürgen Bente vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Der Verein erstellt deutschlandweit Programme zur Verbesserung der Fahrsicherheit, sorgt dafür das die Qualität bei den 50 Institutionen, die diese Trainingsangebote anbieten auch stimmt und bietet Aus- und Weiterbildungen für Trainer an.
Rund 300.000 Teilnehmer zählte man im vergangenen Jahr, berichtet Jürgen Bente, vom normalen Pkw bis zum Tanklaster ist für jeden Fahrzeugtyp etwas dabei. Und für jede Altersklasse. "Unsere Programme reichen von der Wiege bis zu Bahre wenn man so will", sagt Bente, für die kleinsten (und ihre Eltern) geht es schon im Kindergarten mit der Verkehrserziehung los, das Ende des Spektrums erreicht man mit "sicher mobil", einem Angebot für ältere Mitbürger.
Auf das Autodrom des Nordhäuser Berufsbildungszentrums Verkehr kam man gestern nicht nur weil das BBZ alle Fahrzeuge hat, die man braucht, sondern auch weil der Platz nach dem Umbau ideale Vorraussetzungen für Filmaufnahmen biete, sagte Bente. Auf dem Autodrom und im Harz lässt der DVR derzeit einen Werbefilm für seine Sicherheitstrainings drehen.
Jürgen Bente: "Wir bilden keine Rennfahrer aus, wir arbeiten mit dem Kopf" (Foto: Angelo Glashagel)
"Wir bilden keine Rennfahrer aus", sagt Bente, "wir arbeiten eher am Kopf und nicht am Hintern". Denn eine sichere Fahrweise habe nicht nur mit Erfahrung, sondern auch mit Einstellung zu tun. Im Training gehe es deswegen auch darum, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen, sondern den Fahrern mit praktischen Fahraufgaben auch Situationen erleben zu lassen, die man im Verkehrsalltag eher vermeiden möchte. Unter anderem gehört auch Gefahrenbremsung bei 50 km/h dazu. "Wenn man selber sieht und ausprobiert, dann steigert das die eigene Kompetenz im Verkehr".
Videoproduktionen brauchen ihre Zeit. Das Ergebniss der Drehtage im Südharz, mitsamt den Nordhäuser Komparsen, wird man sich auf der Internetseite des DVR wohl erst in ein paar Monaten ansehen können.
Angelo Glashagel
Autor: redWie lang ist eigentlich der Bremsweg eines modernen Mittelklassewagens bei Temp0 50 und regennasser Fahrbahn? "Die meisten Auotfahrer, auch solche mit viel Erfahrung, verschätzen sich meist", sagt Jürgen Bente vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Der Verein erstellt deutschlandweit Programme zur Verbesserung der Fahrsicherheit, sorgt dafür das die Qualität bei den 50 Institutionen, die diese Trainingsangebote anbieten auch stimmt und bietet Aus- und Weiterbildungen für Trainer an.
Rund 300.000 Teilnehmer zählte man im vergangenen Jahr, berichtet Jürgen Bente, vom normalen Pkw bis zum Tanklaster ist für jeden Fahrzeugtyp etwas dabei. Und für jede Altersklasse. "Unsere Programme reichen von der Wiege bis zu Bahre wenn man so will", sagt Bente, für die kleinsten (und ihre Eltern) geht es schon im Kindergarten mit der Verkehrserziehung los, das Ende des Spektrums erreicht man mit "sicher mobil", einem Angebot für ältere Mitbürger.
Auf das Autodrom des Nordhäuser Berufsbildungszentrums Verkehr kam man gestern nicht nur weil das BBZ alle Fahrzeuge hat, die man braucht, sondern auch weil der Platz nach dem Umbau ideale Vorraussetzungen für Filmaufnahmen biete, sagte Bente. Auf dem Autodrom und im Harz lässt der DVR derzeit einen Werbefilm für seine Sicherheitstrainings drehen.
Jürgen Bente: "Wir bilden keine Rennfahrer aus, wir arbeiten mit dem Kopf" (Foto: Angelo Glashagel)
"Wir bilden keine Rennfahrer aus", sagt Bente, "wir arbeiten eher am Kopf und nicht am Hintern". Denn eine sichere Fahrweise habe nicht nur mit Erfahrung, sondern auch mit Einstellung zu tun. Im Training gehe es deswegen auch darum, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen, sondern den Fahrern mit praktischen Fahraufgaben auch Situationen erleben zu lassen, die man im Verkehrsalltag eher vermeiden möchte. Unter anderem gehört auch Gefahrenbremsung bei 50 km/h dazu. "Wenn man selber sieht und ausprobiert, dann steigert das die eigene Kompetenz im Verkehr".Videoproduktionen brauchen ihre Zeit. Das Ergebniss der Drehtage im Südharz, mitsamt den Nordhäuser Komparsen, wird man sich auf der Internetseite des DVR wohl erst in ein paar Monaten ansehen können.
Angelo Glashagel





