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Arbeitnehmer verunsichert

Donnerstag, 08. Juli 2004, 14:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Eine wachsende Zahl von ArbeitnehmerInnen empfindet die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt als persönliche Bedrohung. Das ist das hervorstechendste Ergebnis des DGB-Trendbarometers 2004, so der DGB-Regionsvorsitzende Hannemann. Mehr zu den Barometer-Ergebnissen mit dem bekannten Klick.


Im Abstand von zwei Jahren lässt der DGB Wahrnehmungen, Einstellungen und Bewertungen von ArbeitnehmerInnen zur politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung erfragen. Der Anteil derjenigen, die die derzeitige Wirtschaftslage und die Zukunftsaussichten positiv beurteilen, ist auf rund 10 % geschrumpft. Machten sich bei der Befragung 2002 bundesweit noch 36 % der Beschäftigten Sorgen um ihren Arbeitsplatz, sind es heute bereits 43 %. Nur noch eine Minderheit von 44 % fühlen sich einigermaßen sicher, nicht von Arbeitslosigkeit getroffen zu werden – im Osten gerade einmal 20 %.

Das heißt im Umkehrschluss, so Hannemann weiter: 80 % der ArbeitnehmerInnen in den neuen Bundesländern haben Angst um ihren Arbeitsplatz. Beinahe zwangsläufig sind die Befürchtungen für das gesellschaftliche Klima. Meinten 2002 noch 57 %, „die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer“, so sind es jetzt 64 %. Den „sozialen Frieden bedroht“ sehen 39 %, 2002 waren es noch 30 %. Und eine Gefährdung der sozialen Sicherheit – 2002 27 % - sehen heute 39 %.

So schlussfolgert polis, das vom DGB beauftragte Inistitut, dass die Bevölkerung zwar um die Notwendigkeit von Reformen wisse. Allerdings sei für die Menschen nicht zu erkennen, dass es dafür überzeugende Pläne gebe.
Autor: nnz

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