Rolandstadt auf Expansionskurs
Nordhausen will wachsen
Donnerstag, 18. August 2016, 11:32 Uhr
Die nächste Sitzung des Nordhäuser Stadtrates hat es in sich. Neben der erwarteten Diskussion um die Zukunft des Vereinshauses Thomas Mann, geht es auch um Expansionspläne der Kreisstadt...
In den zurückliegenden Wochen und Monaten haben Vertreter der Stadt Nordhausen mehrere Gespräche mit Gemeinden des Landkreises Nordhausen geführt. Hintergrund war das Eruieren von Zusammenschlüssen. Sprich von Eingliederung umliegender Gemeinden in die Stadt Nordhausen.
Die Verwalter von Nordhausen versprechen sich davon in erster Linie wachsende Schlüsselzuweisungen, also mehr Geld im Säckel der Stadt sowie Prämienzahlungen seitens des Landes für derartige Zusammenschlüsse. Zu bedenken ist dagegen, dass die anschlussfreudigen Kommunen natürlich ihre Forderungen einbringen werden. Und die kosten auch Geld - siehe Petersdorf.
So wird der Stadtrat am letzten Augusttag denn auch folgerichtig beschließen, dass die Einheitsgemeinde Hohenstein ein neuer Ortsteil von Nordhausen werden kann. Das wird von beiden Kommunen schon mehrere Jahre favorisiert, damals angestoßen von Bürgermeister Martin Höche und Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. Doch das Schwarz regierte Land wollte nicht, dass Nordhausen immer größer wird.
Nun stehen dafür die Signale auf Grün und es kann losgelegt werden. Mit Hohenstein gibt es bereits enge Verbindungen. Abwasser, Standesamt, Personalabrechnung - all das wird von Nordhausen aus erledigt. Natürlich gibt es da noch offene Punkte, zum Beispiel bei der Vermögensübertragung, doch die ließen sich - sofern das Land "mitspiel" - in beiderseitigem Einvernehmen regeln.
Auch bei Buchholz stehen die Zeichen auf Grün, denn hier gab es bereits im Oktober 2013 einen Beschluss des Gemeinderates zum Austritt aus der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz. Der konnte jedoch nicht umgesetzt werden, da andere Gemeinden der VG dem nicht zugestimmt hatten. Jetzt gibt es diese Schranke nicht mehr und Buchholz könnte Ortsteil von Nordhausen werden.
Doch die Kreisstadt will mehr als nur Hohenstein und Buchholz. Sie zeigt sich offen für andere Gemeinde. Aus diesem Grund soll zum nächsten Stadtrat ebenfalls ein Grundsatzbeschluss gefasst werden, in dem der Oberbürgermeister beauftragt wird, "Gespräche mit allen Nachbargemeinden über eine mögliche Eingliederung" zu führen. Hierbei soll die größtmögliche Eigenständigkeit unter Wahrung des ortsspezifischen Charakters zugesichert werden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzIn den zurückliegenden Wochen und Monaten haben Vertreter der Stadt Nordhausen mehrere Gespräche mit Gemeinden des Landkreises Nordhausen geführt. Hintergrund war das Eruieren von Zusammenschlüssen. Sprich von Eingliederung umliegender Gemeinden in die Stadt Nordhausen.
Die Verwalter von Nordhausen versprechen sich davon in erster Linie wachsende Schlüsselzuweisungen, also mehr Geld im Säckel der Stadt sowie Prämienzahlungen seitens des Landes für derartige Zusammenschlüsse. Zu bedenken ist dagegen, dass die anschlussfreudigen Kommunen natürlich ihre Forderungen einbringen werden. Und die kosten auch Geld - siehe Petersdorf.
So wird der Stadtrat am letzten Augusttag denn auch folgerichtig beschließen, dass die Einheitsgemeinde Hohenstein ein neuer Ortsteil von Nordhausen werden kann. Das wird von beiden Kommunen schon mehrere Jahre favorisiert, damals angestoßen von Bürgermeister Martin Höche und Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. Doch das Schwarz regierte Land wollte nicht, dass Nordhausen immer größer wird.
Nun stehen dafür die Signale auf Grün und es kann losgelegt werden. Mit Hohenstein gibt es bereits enge Verbindungen. Abwasser, Standesamt, Personalabrechnung - all das wird von Nordhausen aus erledigt. Natürlich gibt es da noch offene Punkte, zum Beispiel bei der Vermögensübertragung, doch die ließen sich - sofern das Land "mitspiel" - in beiderseitigem Einvernehmen regeln.
Auch bei Buchholz stehen die Zeichen auf Grün, denn hier gab es bereits im Oktober 2013 einen Beschluss des Gemeinderates zum Austritt aus der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz. Der konnte jedoch nicht umgesetzt werden, da andere Gemeinden der VG dem nicht zugestimmt hatten. Jetzt gibt es diese Schranke nicht mehr und Buchholz könnte Ortsteil von Nordhausen werden.
Doch die Kreisstadt will mehr als nur Hohenstein und Buchholz. Sie zeigt sich offen für andere Gemeinde. Aus diesem Grund soll zum nächsten Stadtrat ebenfalls ein Grundsatzbeschluss gefasst werden, in dem der Oberbürgermeister beauftragt wird, "Gespräche mit allen Nachbargemeinden über eine mögliche Eingliederung" zu führen. Hierbei soll die größtmögliche Eigenständigkeit unter Wahrung des ortsspezifischen Charakters zugesichert werden.
Peter-Stefan Greiner
