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Lockere Gesprächsrunde im Biergarten

Mittwoch, 18. Juli 2001, 12:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Morgen treffen sich die Kreisvorsitzenden der Thüringer SPD in Erfurt. Im Gebäude der Landesversicherungsanstalt wollen sie sich über Richard Dewes unterhalten. Der Nordhäuser Kreisvorstand gibt seinem Vertreter ein klares Votum mit auf den Weg nach Erfurt.


Dagmar Becker, die Chefin der SPD im Landkreis Nordhausen ist gegenwärtig mit Kuchenbacken beschäftigt. Gestern feierte sie Silberhochzeit, am Samstag werden in Wülfingerode mehr als 150 Gäste zur großen Party erwartet. Da bleibt wenig Zeit für ihren Parteifreund Richard Dewes. Den Job der Vermittlung der Nordhäuser Botschaft wird der stellvertretende Kreischef Uwe Kramer aus Gudersleben versehen. In seinem Gepäck soll Kramer die Stellungnahmen der wichtigsten Ortsverbände der SPD haben: Pro Dewes haben sich nach nnz-Informationen die Genossen in Ilfeld, Neustadt, Ellrich und Nordhausen ausgesprochen. Besonders heftig kam es aus dem Ortsverband der Rolandstadt in der vergangenen Woche (siehe nnz-Archiv). Da schossen die Genossen auch eine mächtige Salve gegen den jungen Landeschef Christoph Matschie ab. „Das war kein Einzelschuß, das war die Meinung der Nordhäuser Basis“, ist sich Dagmar Becker ziemlich sicher. Die Mehrheit in Nordhausen steht hinter dem Inhalt der Presseerklärung, meint Becker zur nnz.

Genau diese Frage wurde gestern auch beim „Griechen“ in der Bäckerstraße diskutiert. Die Sonnenstrahlen nutzend, hatten sich Nordhäuser Sozialdemokraten einer Einladung von Barbara Rinke zum „Biertrinken“ nicht entziehen können. „Wir haben in lockerer Runde über die aktuellen Dinge gesprochen, dieser Austausch war richtig und wichtig“, so Rinke. Gesprächsthemen waren die aktuelle Kreispolitik, über die städtische Entwicklung wurde ebenso gesprochen, wie über den Inhalt jener Pressemitteilung der vergangenen Woche. Über den pikanten Inhalt der Gespräche bei Bier und Gyros soll der Ortsvorstand der SPD schnellstens informiert werden, nicht aber die Öffentlichkeit. Noch einmal zurück zum Boten namens Kramer. Hoffentlich wird er als Überbringer der "schlechten" Nachricht nicht gesteinigt, denn eine Mehrheit für die Nordhäuser Position, die wird in Thüringen als eher unwahrscheinlich angesehen.
Autor: nnz

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