ZDF war vor Ort
Gipsabbau im Südharz wird bundesweit Thema
Dienstag, 09. August 2016, 15:27 Uhr
Gestern wurde im ZDF in der Sendung "Heute in Deutschland" über den Streit um den Gipsabbau im Südharz berichtet. Nach dem Artikel in Spiegel-Online werde immer deutlicher, dass die Naturzerstörung durch den Gipsabbau von gesamtgesellschaftlichem Interesse ist und nicht nur die hiesige Region betreffe. Sagt die Bürgerinitiative...
Team des ZDF um Redakteurin Carina Körner bei Dreharbeiten am Winkelberg in der Rüdigsdorfer Schweiz. (Foto: T. Kerwitz)
Die Naturzerstörung im Südharz ist ein Baustein der zerstörerischen Umweltbelastungen unseres Erdsystems. Dieser Montag war auch der Tag, an dem laut Global Footprint Network die Jahresressourcen der Welt rechnerisch für dieses Jahr aufgebraucht sind.
Besonders dramatisch am Gipsabbau im Südharz ist, dass diese Umweltzerstörung durch nichts zu rechtfertigen ist. Die Bürgerinitiative ist nach wie vor der Meinung, dass sich der Naturgips vollständig durch synthetische, industrielle und Recyclinggipse oder andere Materialien ersetzen ließe. Die Wirtschaftsförderung des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow muss diese Alternativen in den Blickpunkt rücken und langfristige, nachhaltige und umweltverträgliche Forschungen, Ideen und Konzepte unterstützen.
Die Bürgerinitiative warnt vor neuen faulen Kompromissen und fordert die Gipsindustrie auf, ihre Profite nicht für juristische Klagen oder kompromittierendes Sponsoring, sondern für Forschung und Entwicklung von innovativen Technologien einzusetzen. Nur damit kann sie sich Wettbewerbsvorteile verschaffen, langfristig Arbeitsplätze sichern und der Region und der gesamten Gesellschaft Nutzen bringen.
Die Bürgerinitiative begrüßt das entschlossene Handeln der Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, Anja Siegesmund. Dieses schützt die Südharzer Gipskarstlandschaft, schafft endlich Klarheit und Planungssicherheit für alle Betroffenen und ermöglicht den Einstieg in eine langfristige Entwicklung der Region.
Leider fallen der Thüringer Ministerin lokale Politiker der eigenen Partei, namentlich Frau Hartmann, in den Rücken. Als Vereinsvorsitzende des Fördervereins "Park Hohenrode" und der Bürgerstiftung Park Hohenrode ist Frau Hartmann verantwortlich für die Annahme des Sponsorings von Gipskartonplatten durch die Firma Knauf.
Mit diesem opportunistischen Verhalten hat sie den Bemühungen um den Erhalt der Südharzer Gipskarstlandschaft schweren Schaden zugefügt. Dass eine bisher prominent engagierte Schützerin der Südharzer Gipskarstlandschaft sich von der Gipsindustrie kompromittieren lässt, ist ein fatales Zeichen für Mitstreiter und Jugendliche und macht Frau Hartmann unglaubwürdig. Auf eine öffentliche Stellungnahme warten wir noch immer.
Von ernsten Konsequenzen seitens der Partei war auch noch nichts zu hören. Diese sind aber nötig, um Schaden von der Partei abzuwenden. Beim bevorstehenden Besuch der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, Frau Göring-Eckardt, in den kommenden Tagen im Park Hohenrode wird dieses Thema hoffentlich angesprochen.
Der Bericht des ZDF lässt sich in der Mediathek des Senders im Internet abrufen.
Autor: nnz
Team des ZDF um Redakteurin Carina Körner bei Dreharbeiten am Winkelberg in der Rüdigsdorfer Schweiz. (Foto: T. Kerwitz)
Die Naturzerstörung im Südharz ist ein Baustein der zerstörerischen Umweltbelastungen unseres Erdsystems. Dieser Montag war auch der Tag, an dem laut Global Footprint Network die Jahresressourcen der Welt rechnerisch für dieses Jahr aufgebraucht sind.
Besonders dramatisch am Gipsabbau im Südharz ist, dass diese Umweltzerstörung durch nichts zu rechtfertigen ist. Die Bürgerinitiative ist nach wie vor der Meinung, dass sich der Naturgips vollständig durch synthetische, industrielle und Recyclinggipse oder andere Materialien ersetzen ließe. Die Wirtschaftsförderung des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow muss diese Alternativen in den Blickpunkt rücken und langfristige, nachhaltige und umweltverträgliche Forschungen, Ideen und Konzepte unterstützen.
Die Bürgerinitiative warnt vor neuen faulen Kompromissen und fordert die Gipsindustrie auf, ihre Profite nicht für juristische Klagen oder kompromittierendes Sponsoring, sondern für Forschung und Entwicklung von innovativen Technologien einzusetzen. Nur damit kann sie sich Wettbewerbsvorteile verschaffen, langfristig Arbeitsplätze sichern und der Region und der gesamten Gesellschaft Nutzen bringen.
Die Bürgerinitiative begrüßt das entschlossene Handeln der Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, Anja Siegesmund. Dieses schützt die Südharzer Gipskarstlandschaft, schafft endlich Klarheit und Planungssicherheit für alle Betroffenen und ermöglicht den Einstieg in eine langfristige Entwicklung der Region.
Leider fallen der Thüringer Ministerin lokale Politiker der eigenen Partei, namentlich Frau Hartmann, in den Rücken. Als Vereinsvorsitzende des Fördervereins "Park Hohenrode" und der Bürgerstiftung Park Hohenrode ist Frau Hartmann verantwortlich für die Annahme des Sponsorings von Gipskartonplatten durch die Firma Knauf.
Mit diesem opportunistischen Verhalten hat sie den Bemühungen um den Erhalt der Südharzer Gipskarstlandschaft schweren Schaden zugefügt. Dass eine bisher prominent engagierte Schützerin der Südharzer Gipskarstlandschaft sich von der Gipsindustrie kompromittieren lässt, ist ein fatales Zeichen für Mitstreiter und Jugendliche und macht Frau Hartmann unglaubwürdig. Auf eine öffentliche Stellungnahme warten wir noch immer.
Von ernsten Konsequenzen seitens der Partei war auch noch nichts zu hören. Diese sind aber nötig, um Schaden von der Partei abzuwenden. Beim bevorstehenden Besuch der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, Frau Göring-Eckardt, in den kommenden Tagen im Park Hohenrode wird dieses Thema hoffentlich angesprochen.
Der Bericht des ZDF lässt sich in der Mediathek des Senders im Internet abrufen.
