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Neubau der Feuerwache

Alles auf Null

Dienstag, 09. August 2016, 12:40 Uhr
Das Thema des Neubaus einer Feuerwache in Nordhausen klettert langsam in den Rang einer “unendlichen Geschichte”. Davor jedoch will eine Frau im Rathaus die Stadt und ihre Feuerwehrkameraden bewahren…


“Wir sind einen Riesenschritt weiter gekommen. Der Bau der Feuerwehr ist ein prioritäres Projekt, denn hier geht es um Brandschutz und Arbeitsbedingungen der Feuerwehren. Eigentlich kommen wir zehn Jahre zu spät, jetzt aber will ich dafür kämpfen”, leitet Bürgermeisterin Jutta Krauth des zweiten Teil des heutigen Gespräches im Europazimmer ein.

Man werde das Vorhaben gemeinsam mit der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft angehen. Jutta Krauth sprach von einem insgesamt langwierigen Planungsprozess, an dessen Ende zum Jahreswechsel 2017/18 der vielleicht erste Spatenstich stehen werde. Die lange Planungsphase sei in einer europaweiten Ausschreibung sowohl des Baues als auch für die Planungsleistungen begründet.

Auf die Frage der nnz, warum denn nicht auf bisherige Planungen zurückgegriffen werde, sagte Krauth: “Die Planungen seien aus heutiger Sicht nicht mehr verwendbar, jetzt gebe es neuere Erkenntnisse. Die bisherigen Planungen sind für eine Variante ausgelegt, die zu klein und zu eng war. Hier kommen wir nicht vorwärts, das war nicht ganz verschwendetes Geld, aber letzten Ende hätte man das ganz anders gestalten sollen.”

Es geht nun erst einmal um das sogenannte Raumprogramm, dass in dieser Woche mit der SWG, dem Landkreis, der Berufsfeuerwehr und den freiwilligen Feuerwehren besprochen werden soll. Jutta Krauth sicherte zu, dass gerade die ehrenamtlich tätigen Kameraden bei allen Phasen der Planungen beteiligt werden sollen.

Für die eigentliche Planung muss ein europaweiter Wettbewerb ausgeschrieben werden, dafür wiederum wird ein Büro durch die SWG beauftragt. Europaweit deshalb, weil sich die Baukosten und damit die Planungskosten wohl jenseits der 10-Millionen-Euro-Marke bewegen werden. Wann der Neubau dann fertig sein wird, dazu wollte sich die Bürgermeisterin nicht äußern.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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