MEIN KLEINGARTEN – MEIN KLEINES PARADIES
Lieblingsplatz Apfelbaum
Montag, 08. August 2016, 09:33 Uhr
Exklusiv für die nnz ist die Serie Mein Kleingarten – mein kleines Paradies, die wir in Zusammenarbeit mit Vorsitzenden von Kleingartenanlagen und dem Kreisverband der Kleingärtner führen. Heute sind wir zu Gast in der Anlage Am Birkenhain...
Gern zeigt die Buchhalterin Besuchern ihren Garten. (Foto: Kurt Frank)
Gern zeigt die Buchhalterin (links) Besuchern ihren Garten.
Nordhausen. Das ist mein Lieblingsplatz, sagt Brigitte Heine und zeigt auf eine kleine Sitzgruppe unter einen Apfelbaum. Hier lasse ich die Seele baumeln, erzählt sie und fügt an: Nach zwei Stunden Arbeit habe ich mir eine Stunde der Ruhe verdient, vorzugsweise an warmen Tagen im Schatten des Baumes.
Brigitte Heine ist eine lebenslustige Frau. Sie sei ein Familienmensch, der es gern gesellig mag und gern lache. Besonders dann, wenn ihre Töchter mit den Enkelkindern Ne1e (12), Jette (10) und Oskar (7) samt Schwiegersöhnen auf ihre Parzelle kommen.
Unbedingt müsse die Oma Kürbisse im Garten haben, sonst seien die Enkeltöchter traurig. Die wuchtigen Früchte werden vorwiegend für Halloween benötigt, klärt die 63-Jährige auf. Der Vater schnitze daraus dann gekonnt Masken und Figuren für die Mädchen, die jedes Mal sein Geschick bewundern und freudestrahlend mit dem Ergebnis losziehen.
Die gelernte Industriekauffrau mit Schwerpunkt Buchhaltung stammt aus dem Eichsfeld, wo die Eltern über Haus, Hof und Garten verfügten. Die Kenntnisse über Obst und Gemüse, die sie sich schon als Kind aneignete, nutz sie heute noch auf ihrer Scholle Am Birkenhain, die immerhin 400 Quadratmeter misst.
Im Jugendklubhaus Nordhausen lernte die Eichsfelderin, die im Motorenwerk lernte, ihren Mann kennen und lieben. Er war ein waschechter Nordhäuser, der um nichts in der Welt zu bewegen war, von hier fortzuziehen, erinnert sie sich. Der Liebe wegen zog sie nach Nordhausen. Einfach und schlicht die Wohnung, die das junge Paar bezog. Brigitte sehnte sich nach Natur, nach dem Grün vor den Augen.
Ein glücklicher Umstand verhalf dem Paar zu ihrem Kleingarten Am Birkenhain. Der Meister ihres Mannes baute in Urbach ein Haus. Mit Garten. Es war ein Glückstag, als er meinem Mann anbot, seine Scholle zu übernehmen. Das war 1995. Seitdem ist es ihr kleines Paradies.
Gern sitzt Brigitte Heine auch auf der überdachten und von Wein umrankten Terrasse. Hier beobachtete sie die Rotschwänzchen, wie sie den Nachwuchs fütterten. In einer Nische des Bungalows hatten sie ihr Nest. Nachwuchs gab es auch in den Nisthilfen am Haus. Meisen und Feldsperlinge waren dankbar.
Nach dem Tod ihres Mannes werkelt Brigitte Heine fleißig weiter auf ihrem Stück Land. Gemüse, Obst, Beeren, Blumen, der Rasen und alles Drum und Dran wollen gepflegt und bearbeitet sein. Mit der Ernte ist es nicht getan. Im Gegenteil. Die Früchte sind zu verarbeiten, einzukochen. Mus und Marmelade setzen fleißige Hände voraus.
Sie habe liebe Nachbarn, erzählt die Buchhalterin. Nebenan eine junge Familie. Ihr kleiner Junge, der nächstes Jahr in die Schule komme, besuche sie gern. Über Hans-Joachim Wittekopf, dem Vorsitzenden der Gartenanlage, findet sie nur lobende Worte. Man könne sich keinen besseren wünschen. Der Chef plane wieder ein Sommerfest. Derzeit mache er noch Urlaub.
Am Birkenhain ist eine der schönsten Kleingartenanlagen, die der Autor je gesehen hat. Wohin auch das Auge blickt: Grün total. Die 18 Parzellen sind von großen Bäumen umsäumt. Schmucke Anwesen. Allesamt. Hier sind die Parzellenbesitzer Mensch, hier wollen sie sein.
Kleingärtnerin Heine, die als Buchhalterin in einem Autohaus arbeitet, geht bald in Rente. Dann werde sie noch intensiver in ihrem kleinen Paradies weilen, hier an warmen Tagen auch übernachten und sich vom Gesang der Vögel wecken lassen.
Kurt Frank
Autor: nnz
Gern zeigt die Buchhalterin Besuchern ihren Garten. (Foto: Kurt Frank)
Gern zeigt die Buchhalterin (links) Besuchern ihren Garten.
Nordhausen. Das ist mein Lieblingsplatz, sagt Brigitte Heine und zeigt auf eine kleine Sitzgruppe unter einen Apfelbaum. Hier lasse ich die Seele baumeln, erzählt sie und fügt an: Nach zwei Stunden Arbeit habe ich mir eine Stunde der Ruhe verdient, vorzugsweise an warmen Tagen im Schatten des Baumes.
Brigitte Heine ist eine lebenslustige Frau. Sie sei ein Familienmensch, der es gern gesellig mag und gern lache. Besonders dann, wenn ihre Töchter mit den Enkelkindern Ne1e (12), Jette (10) und Oskar (7) samt Schwiegersöhnen auf ihre Parzelle kommen.
Unbedingt müsse die Oma Kürbisse im Garten haben, sonst seien die Enkeltöchter traurig. Die wuchtigen Früchte werden vorwiegend für Halloween benötigt, klärt die 63-Jährige auf. Der Vater schnitze daraus dann gekonnt Masken und Figuren für die Mädchen, die jedes Mal sein Geschick bewundern und freudestrahlend mit dem Ergebnis losziehen.
Die gelernte Industriekauffrau mit Schwerpunkt Buchhaltung stammt aus dem Eichsfeld, wo die Eltern über Haus, Hof und Garten verfügten. Die Kenntnisse über Obst und Gemüse, die sie sich schon als Kind aneignete, nutz sie heute noch auf ihrer Scholle Am Birkenhain, die immerhin 400 Quadratmeter misst.
Im Jugendklubhaus Nordhausen lernte die Eichsfelderin, die im Motorenwerk lernte, ihren Mann kennen und lieben. Er war ein waschechter Nordhäuser, der um nichts in der Welt zu bewegen war, von hier fortzuziehen, erinnert sie sich. Der Liebe wegen zog sie nach Nordhausen. Einfach und schlicht die Wohnung, die das junge Paar bezog. Brigitte sehnte sich nach Natur, nach dem Grün vor den Augen.
Ein glücklicher Umstand verhalf dem Paar zu ihrem Kleingarten Am Birkenhain. Der Meister ihres Mannes baute in Urbach ein Haus. Mit Garten. Es war ein Glückstag, als er meinem Mann anbot, seine Scholle zu übernehmen. Das war 1995. Seitdem ist es ihr kleines Paradies.
Gern sitzt Brigitte Heine auch auf der überdachten und von Wein umrankten Terrasse. Hier beobachtete sie die Rotschwänzchen, wie sie den Nachwuchs fütterten. In einer Nische des Bungalows hatten sie ihr Nest. Nachwuchs gab es auch in den Nisthilfen am Haus. Meisen und Feldsperlinge waren dankbar.
Nach dem Tod ihres Mannes werkelt Brigitte Heine fleißig weiter auf ihrem Stück Land. Gemüse, Obst, Beeren, Blumen, der Rasen und alles Drum und Dran wollen gepflegt und bearbeitet sein. Mit der Ernte ist es nicht getan. Im Gegenteil. Die Früchte sind zu verarbeiten, einzukochen. Mus und Marmelade setzen fleißige Hände voraus.
Sie habe liebe Nachbarn, erzählt die Buchhalterin. Nebenan eine junge Familie. Ihr kleiner Junge, der nächstes Jahr in die Schule komme, besuche sie gern. Über Hans-Joachim Wittekopf, dem Vorsitzenden der Gartenanlage, findet sie nur lobende Worte. Man könne sich keinen besseren wünschen. Der Chef plane wieder ein Sommerfest. Derzeit mache er noch Urlaub.
Am Birkenhain ist eine der schönsten Kleingartenanlagen, die der Autor je gesehen hat. Wohin auch das Auge blickt: Grün total. Die 18 Parzellen sind von großen Bäumen umsäumt. Schmucke Anwesen. Allesamt. Hier sind die Parzellenbesitzer Mensch, hier wollen sie sein.
Kleingärtnerin Heine, die als Buchhalterin in einem Autohaus arbeitet, geht bald in Rente. Dann werde sie noch intensiver in ihrem kleinen Paradies weilen, hier an warmen Tagen auch übernachten und sich vom Gesang der Vögel wecken lassen.
Kurt Frank




