nnz-Betrachtung:
Chance vertan
Montag, 08. August 2016, 07:00 Uhr
Am Wochenende wurde an der Nordhäuser Parkallee gefeiert. Die Heimpremiere von Fußball-Regionalligist Wacker Nordhausen. Rund 2.000 Menschen sahen einen glücklichen Sieg der Nordhäuser. Nur eine "Spezies" fehlte an diesem Tag…
Was in den restlichen Regionen im Osten Deutschlands nahezu undenkbar wäre - ist in Nordhausen gelebte Realität. Nieman erwartet von den führenden hauptamtlichen Kommunalpolitikern, dass sie alle zwei Wochen am Spielfeldrand stehen, doch zum Heimauftakt einer Saison, da sollte ein Pflichtbesuch doch schon drin sein. Dr. Klaus Zeh? Jutta Krauth? Hannelore Haase? Stefan Nüßle? Abwesend! (Zur Vollständigkeit: Matthias Jendricke ist im Urlaub, hat vermutlich aber den Live-Ticker der nnz verfolgt.)
Kein Interesse, gehen sie alle doch sonst keiner Kamera aus dem Weg, hier glänzen die Oberen durch Abwesenheit einer Veranstaltung, die 2000 der Unteren ein Herzensbedürfnis ist. Bedenkt man noch, dass an medialer Reichweite Wacker Nordhausen der mit Abstand stärkste Sportverein in Nordthüringen ist, wurde hier - PR-technisch gesehen - eine Chance vertan. Eigentlich wissen Politiker um diese Chance und so kommt der interessierte Beobachter vielleicht zu dem Schluss: das was hier in Nordhausen im AKS passiert ist und noch passieren soll, ist politisch so uninteressant wie der Flohmarkt auf dem IFA-Parkplatz.
Was aber nicht ist, das kann durchaus noch werden, denn in weniger als zwei Jahren ist wieder OB-Wahl in Nordhausen. Da ist dann das Fußballfeld an der Parkallee eine beliebte Tummelwiese für die Kandidaten, die mit Dress und/oder Schal zum Schaulaufen auflaufen.
Nach all dem, was hier an dieser Stelle zu diesem Thema bereits geschrieben wurde, habe ich einen Wunsch. Baut ein neues Stadion oder saniert das Bestehende möglichst ohne Fördermittel und ohne jegliche Unterstützung der Politik. Nur so kann dem dann plötzlich einsetzenden Polit-Interesse für den Nordhäuser Fußball eine Absage erteilt werden. Dann muss man einfach nicht einladen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzWas in den restlichen Regionen im Osten Deutschlands nahezu undenkbar wäre - ist in Nordhausen gelebte Realität. Nieman erwartet von den führenden hauptamtlichen Kommunalpolitikern, dass sie alle zwei Wochen am Spielfeldrand stehen, doch zum Heimauftakt einer Saison, da sollte ein Pflichtbesuch doch schon drin sein. Dr. Klaus Zeh? Jutta Krauth? Hannelore Haase? Stefan Nüßle? Abwesend! (Zur Vollständigkeit: Matthias Jendricke ist im Urlaub, hat vermutlich aber den Live-Ticker der nnz verfolgt.)
Kein Interesse, gehen sie alle doch sonst keiner Kamera aus dem Weg, hier glänzen die Oberen durch Abwesenheit einer Veranstaltung, die 2000 der Unteren ein Herzensbedürfnis ist. Bedenkt man noch, dass an medialer Reichweite Wacker Nordhausen der mit Abstand stärkste Sportverein in Nordthüringen ist, wurde hier - PR-technisch gesehen - eine Chance vertan. Eigentlich wissen Politiker um diese Chance und so kommt der interessierte Beobachter vielleicht zu dem Schluss: das was hier in Nordhausen im AKS passiert ist und noch passieren soll, ist politisch so uninteressant wie der Flohmarkt auf dem IFA-Parkplatz.
Was aber nicht ist, das kann durchaus noch werden, denn in weniger als zwei Jahren ist wieder OB-Wahl in Nordhausen. Da ist dann das Fußballfeld an der Parkallee eine beliebte Tummelwiese für die Kandidaten, die mit Dress und/oder Schal zum Schaulaufen auflaufen.
Nach all dem, was hier an dieser Stelle zu diesem Thema bereits geschrieben wurde, habe ich einen Wunsch. Baut ein neues Stadion oder saniert das Bestehende möglichst ohne Fördermittel und ohne jegliche Unterstützung der Politik. Nur so kann dem dann plötzlich einsetzenden Polit-Interesse für den Nordhäuser Fußball eine Absage erteilt werden. Dann muss man einfach nicht einladen.
Peter-Stefan Greiner
