Holding-Geschäftsführer Salomon im nnz-Gespräch
Nur 135.000 Euro?
Freitag, 29. Juli 2016, 07:00 Uhr
Spätestens nach dem "Problem" der kommunalen Betriebe in Gera rücken diese Unternehmen zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. In Nordhausen kamen im vergangenen Jahr personelle und strukturelle Veränderungen hinzu...
Neues Domizil von BBZ und IKL (Foto: nnz)
Das Büro von Olaf Salomon, dem Geschäftsführer der Holding für Versorgung und Verkehr, sieht irgendwie anders aus. Es "riecht" nach Umzug.
"Das ist richtig. Einige Abteilungen des Berufsbildungszentrums für den Straßenverkehr (BBZ) sind schon am neuen Standort an der Freiherr-vom-Stein-Straße, die BBZ-Verwaltung wird am 25. August dorthin ziehen", sagt Salomon im Gespräch mit der nnz. Die Verwaltung findet ihren Platz im Zweigeschosser, die Werkstätten bleiben dort wo sie sind und die Lehrräume sowie die Räume für die Lehrkräfte, die ziehen ins einstige blaue Haus der ehemaligen IFA ein.
Nun aber zur Holding selbst. Die wies im vergangenen Jahr einen Überschuss von 135.000 Euro aus, wie es in einer Pressemitteilung des Gesellschafters Stadt Nordhausen hieß. Eigentlich nicht viel, wenn man das Innenleben der Holding betrachtet. Dazu Olaf Salomon: "Wir können mit Berechtigung stolz auf dieses Ergebnis sein, gab es doch im Jahr 2014 noch Verluste, die ausgewiesen werden mussten. Im aktuellen Jahr können wir, das belegen die bisherigen Ergebnisse und Prognosen, einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaften", sagte Salomon.
Durch die personelle Neustrukturierung seien im vergangenen Jahr rund 400.000 Euro eingespart worden und man werde weiter nach Einsparungen suchen. Zum Beispiel, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand wechseln, müsse nicht automatisch die freiwerdende Stelle neu besetzt werden.
Zur Struktur der Holding, die das Dach für sechs kommunale Unternehmen ist: Dazu gehören die Energieversorgung Nordhausen, die Stadtwirtschaft, die Südharzwerke, die Verkehrsbetriebe und die Badehaus GmbH. Während die EVN, Südharzwerke und die Stadtwirtschaft mit einem positiven Ergebnis das Jahr 2015 abschließen konnten, mussten die Verluste bei Verkehrsbetrieben und Badehaus ausgeglichen werden. Insofern stehen die 135.000 Euro als Konzernergebnis auch in einem anderen Licht. Der Vollständigkeit halber sei vermerkt, dass zur Holding auch das BBZ selbst gehört, als gemeinnützige GmbH jedoch nicht Teil des steuerlichen Querverbundes ist.
Eine Prognose, wie sich das Ergebnis der Unternehmen und der Holding weiter entwickeln werde, hat einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor - die Entwicklung der Energiepreise in Zukunft und die Entwicklung der Kostenstruktur. Beispiel: Sollte irgendeine neue Bundesregierung an der Steuerschraube für Kraftstoffe überdimensional drehen, dann sind bereits alle Prognosen für die Holding nicht mehr das Papier wert, auf dem sie heute gedruckt werden.
Die Unternehmen der Holding für Versorgung und Verkehr erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 58 Millionen Euro. Bei ihnen sind aktuell 288 Frauen und Männer in Lohn und Brot, 23 junge Leute befinden sich in einer Ausbildung.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz
Neues Domizil von BBZ und IKL (Foto: nnz)
Das Büro von Olaf Salomon, dem Geschäftsführer der Holding für Versorgung und Verkehr, sieht irgendwie anders aus. Es "riecht" nach Umzug.
"Das ist richtig. Einige Abteilungen des Berufsbildungszentrums für den Straßenverkehr (BBZ) sind schon am neuen Standort an der Freiherr-vom-Stein-Straße, die BBZ-Verwaltung wird am 25. August dorthin ziehen", sagt Salomon im Gespräch mit der nnz. Die Verwaltung findet ihren Platz im Zweigeschosser, die Werkstätten bleiben dort wo sie sind und die Lehrräume sowie die Räume für die Lehrkräfte, die ziehen ins einstige blaue Haus der ehemaligen IFA ein.
Nun aber zur Holding selbst. Die wies im vergangenen Jahr einen Überschuss von 135.000 Euro aus, wie es in einer Pressemitteilung des Gesellschafters Stadt Nordhausen hieß. Eigentlich nicht viel, wenn man das Innenleben der Holding betrachtet. Dazu Olaf Salomon: "Wir können mit Berechtigung stolz auf dieses Ergebnis sein, gab es doch im Jahr 2014 noch Verluste, die ausgewiesen werden mussten. Im aktuellen Jahr können wir, das belegen die bisherigen Ergebnisse und Prognosen, einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaften", sagte Salomon.
Durch die personelle Neustrukturierung seien im vergangenen Jahr rund 400.000 Euro eingespart worden und man werde weiter nach Einsparungen suchen. Zum Beispiel, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand wechseln, müsse nicht automatisch die freiwerdende Stelle neu besetzt werden.
Zur Struktur der Holding, die das Dach für sechs kommunale Unternehmen ist: Dazu gehören die Energieversorgung Nordhausen, die Stadtwirtschaft, die Südharzwerke, die Verkehrsbetriebe und die Badehaus GmbH. Während die EVN, Südharzwerke und die Stadtwirtschaft mit einem positiven Ergebnis das Jahr 2015 abschließen konnten, mussten die Verluste bei Verkehrsbetrieben und Badehaus ausgeglichen werden. Insofern stehen die 135.000 Euro als Konzernergebnis auch in einem anderen Licht. Der Vollständigkeit halber sei vermerkt, dass zur Holding auch das BBZ selbst gehört, als gemeinnützige GmbH jedoch nicht Teil des steuerlichen Querverbundes ist.
Eine Prognose, wie sich das Ergebnis der Unternehmen und der Holding weiter entwickeln werde, hat einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor - die Entwicklung der Energiepreise in Zukunft und die Entwicklung der Kostenstruktur. Beispiel: Sollte irgendeine neue Bundesregierung an der Steuerschraube für Kraftstoffe überdimensional drehen, dann sind bereits alle Prognosen für die Holding nicht mehr das Papier wert, auf dem sie heute gedruckt werden.
Die Unternehmen der Holding für Versorgung und Verkehr erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 58 Millionen Euro. Bei ihnen sind aktuell 288 Frauen und Männer in Lohn und Brot, 23 junge Leute befinden sich in einer Ausbildung.
Peter-Stefan Greiner
