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Neue Feuerwehr für Nordhausen

Wie geht es nun weiter?

Montag, 18. Juli 2016, 07:00 Uhr
Das in Nordhausen eine neue Feuerwache gebaut werden soll, das ist seit Mitte vorigen Monats beschlossene Sache. Doch wie geht es nun weiter. Wann wird gebaut, wann können die Wehren einziehen? Wir haben Antworten auf diese Fragen gesucht und zum Teil auch gefunden...

Einer der vielen Entwürfe bislang - dieser datiert aus dem Jahr 2013 (Foto: privat) Einer der vielen Entwürfe bislang - dieser datiert aus dem Jahr 2013 (Foto: privat)
Der Bau einer neuen Feuerwehr an der Zorgestraße - im Fachdeutsch: feuerwehrtechnisches Zentrum genannt - hat nicht nur eine lange Vorgeschichte, sondern wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Wenn alles so läuft, wie es sich der Bauherr, die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) vorstellt.

"Zur Zeit wird ein Raumprogramm für das neue feuerwehrtechnische Zentrum erarbeitet unter Berücksichtigung aller technischen und funktionalen Erfordernisse aus Sicht der Berufsfeuerwehr, der freiwilligen Feuerwehren und des Katastrophenschutzes des Landkreises", sagt Inge Klaan, die SWG-Geschäftsführerin der nnz. Auf der Grundlage dieses Programms soll dann ein Planungsauftrag im Rahmen eines Vergabeverfahrens erteilt werden.

Aber eigentlich gibt es - auf Grund der langen Vorgeschichte - bereits begonnene Planungen. Bislang habe sich lediglich die Zahl der benötigten Stellplätze von 18 auf 24 erhöht, so die Recherchen der nnz. Mehr noch: Im Stadtratsbeschluss vom 15. Juni ist nachzulesen: "Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH Nordhausen (SWG) soll beauftragt werden, den Standort Zorgestraße... für die Stadt Nordhausen zu entwickeln, die Planungen – soweit möglich unter Einbeziehung der bereits vorhandenen – durchzuführen und die erforderlichen Gebäude zu errichten."

Befürchtet wird, dass es möglich sein könnte, dass die bisherigen Planungen, die von der Stadt bezahlt wurden, in die "Tonne" gehauen werden und dann die SWG als 100prozentige Tochter der Stadt noch einmal zahlt. Die zahlt schon jetzt vermutlich doppelt, denn schon in vergangenen Jahren wurden mehrere Feuerwehren in Thüringen und außerhalb besucht, um sich zu informieren. Jetzt soll es wieder Besuche geben, vermutlich sind die Ziele die gleichen wie vor Jahren.

Egal, wie nun die Handhabung sein soll, es wird immer noch nicht gebaut, denn, so Inge Klaan: "Im ersten Schritt ist eine Entwurfsplanung mit Kostenschätzung zu erarbeiten, auf deren Basis die Beantragung der Fördermittel und eine Finanzierungsvereinbarung zwischen allen beteiligten Aufgabenträgern möglich ist. 
Da bisher weder das Raumprogramm aktualisiert, noch eine verlässliche Planungsgrundlage für dieses neue Raumprogramm vorliegt, ist zum jetzigen Zeitpunkt keine Kostenschätzung des Gesamtvorhabens möglich."

Eine drei Jahre zurückliegende Schätzung ging von rund acht Millionen Euro Baukosten aus, darin enthalten rund 2,5 Millionen Euro an Fördermitteln. Heute wird hinter vorgehaltener Hand von zwei Millionen Euro mehr gesprochen.

Also: in diesem Jahr wird geplant und geschätzt, beantragt und erarbeitet. Im kommenden Jahr rechnet die SWG-Chefin mit weiteren Planungen sowie mit dem Beginn für alle bauvorbereitenden Maßnahmen. Im Jahr 2018, dem Jahr der Oberbürgermeisterwahl, soll mit dem eigentlichen Bau begonnen werden. Ein Jahr später ist der Neubau des feuerwehrtechnischen Zentrums dann fertig. Wenn alles so läuft wie geplant.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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