Letzte Ausschläge einer Pflanze
Montag, 16. Juli 2001, 13:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Medienvielfalt ist etwas Schönes, vor allem für die Konsumenten. Bereits im vergangenen Jahr gab es in und um Nordhausen einen Versuch, der Informationslandschaft einen weiteren Farbtupfer zu verleihen. Der hatte denn auch einen Namen: SRF!
Die Pflanze Lokales Fernsehen hatte bereits mehrfache Metamorphosen hinter sich. Doch ab April 2000 sollte sie in nie gesehener Pracht am Medienhimmel erblühen. Sie blühte denn auch für einen kurzen Zeitraum, dann ging der Blume der Dünger und der Nährboden aus. Lange dauerte es, bis einer der vielen Gläubiger der SRF GmbH einen Antrag auf Insolvenz stellte. In einer den Nordthüringern nicht unbekannten Rechtsanwaltskanzlei laufen seit einiger Zeit die Fäden zusammen, und natürlich am Amtsgericht Mühlhausen.
Derzeit sind die zuständigen Leute vor allem auf der Suche nach Vermögen, sprich Masse, die ein Insolvenzverfahren absichern könnte. Und es wird eine Person gesucht: Der Geschäftsführer der SRF GmbH, Karsten Lück. Sein letzter Aufenthaltsort soll nach nnz-Informationen das kleine beschauliche Örtchen Kleinfurra sein. Doch auch da hatten die Masse-Fahnder nicht sonderlich viel Glück. Karsten Lück war nicht aufzufinden.
Etwa vier Wochen soll die Suche nach Lück und Masse noch andauern, dann versprechen sich die Suchenden den berühmten Lichtstreif am Insolvenzhimmel. Der könnte sich jedoch auch als schwarzes Loch entpuppen. Denn außer der Reklametafel an der Fassade der Südharz-Galerie wird wohl wenig materielle Masse des SRF zu finden sein.
Über die Ursache des Niedergangs der Medienpflanze ist in den zurückliegenden Monaten viel geschrieben worden (siehe auch nnz-Archiv). Deutlich wurde vor allem, dass man in der Medienbranche nicht nur Seiteneinsteiger und Amateure rekrutieren darf, wenn man den Markt (auch den lokalen) aufmischen will. Hier muß man auf eine gesunde Mischung zwischen Profis und Amateuren setzen. Das aber kostet Geld, Geld, das wohl keiner der damaligen Gesellschafter der SRF GmbH einsetzen wollte. Und so wird man sich wohl oder übel eines Tages vor dem Amtsgericht in Mühlhausen wiedersehen.
Autor: nnzDie Pflanze Lokales Fernsehen hatte bereits mehrfache Metamorphosen hinter sich. Doch ab April 2000 sollte sie in nie gesehener Pracht am Medienhimmel erblühen. Sie blühte denn auch für einen kurzen Zeitraum, dann ging der Blume der Dünger und der Nährboden aus. Lange dauerte es, bis einer der vielen Gläubiger der SRF GmbH einen Antrag auf Insolvenz stellte. In einer den Nordthüringern nicht unbekannten Rechtsanwaltskanzlei laufen seit einiger Zeit die Fäden zusammen, und natürlich am Amtsgericht Mühlhausen.
Derzeit sind die zuständigen Leute vor allem auf der Suche nach Vermögen, sprich Masse, die ein Insolvenzverfahren absichern könnte. Und es wird eine Person gesucht: Der Geschäftsführer der SRF GmbH, Karsten Lück. Sein letzter Aufenthaltsort soll nach nnz-Informationen das kleine beschauliche Örtchen Kleinfurra sein. Doch auch da hatten die Masse-Fahnder nicht sonderlich viel Glück. Karsten Lück war nicht aufzufinden.
Etwa vier Wochen soll die Suche nach Lück und Masse noch andauern, dann versprechen sich die Suchenden den berühmten Lichtstreif am Insolvenzhimmel. Der könnte sich jedoch auch als schwarzes Loch entpuppen. Denn außer der Reklametafel an der Fassade der Südharz-Galerie wird wohl wenig materielle Masse des SRF zu finden sein.
Über die Ursache des Niedergangs der Medienpflanze ist in den zurückliegenden Monaten viel geschrieben worden (siehe auch nnz-Archiv). Deutlich wurde vor allem, dass man in der Medienbranche nicht nur Seiteneinsteiger und Amateure rekrutieren darf, wenn man den Markt (auch den lokalen) aufmischen will. Hier muß man auf eine gesunde Mischung zwischen Profis und Amateuren setzen. Das aber kostet Geld, Geld, das wohl keiner der damaligen Gesellschafter der SRF GmbH einsetzen wollte. Und so wird man sich wohl oder übel eines Tages vor dem Amtsgericht in Mühlhausen wiedersehen.
