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Neues aus NUV

Wie ein Wirtschaftsunternehmen

Sonntag, 26. Juni 2016, 15:21 Uhr
Das Bestattungshaus Nordhausen ist seit einigen Tagen Mitglied im Nordhäuser Unternehmerverband (NUV). Trotz der mit vielen Emotionen besetzten Branche, muss auch ein Bestattungshaus wie ein Wirtschaftsunternehmen geführt werden...

Von links: Antonie Fröhlich-Meier, Bestattermeister Frank Meier und Mitarbeiterin Steffi Kati Jahn. (Foto: NUV) Von links: Antonie Fröhlich-Meier, Bestattermeister Frank Meier und Mitarbeiterin Steffi Kati Jahn. (Foto: NUV)
Von links: Antonie Fröhlich-Meier, Bestattermeister Frank Meier und Mitarbeiterin Steffi Kati Jahn

“Schon deshalb haben wir uns entschieden, dem Nordhäuser Unternehmerverband beizutreten”, sagt Inhaberin Antonie Fröhlich-Meier. Man wolle den Verband als Plattform der Information und der Kommunikation nutzen, ergänzt Bestattermeister Frank Meier. In seiner ehrenamtlichen Funktion als Beiratsmitglied im Verband der Deutschen Bestattungsunternehmen weiß Meier um die Wichtigkeit solcher Netzwerke.

Das Unternehmen selbst wurde im Jahr 2007 in Leimbach gegründet, vier Jahre später erfolgte der Umzug in die Freiherr-vom-Stein-Straße nach Nordhausen. Der Standort wird seitdem ständig erweitert und ausgebaut. In diesem Jahr sollen Garagen für die Firmenfahrzeuge errichtet werden. Im Jahr 2012 wurde in Heringen Bestattungen Schlegel übernommen.

Vier Mitarbeiter kümmern sich um den Ablauf einer Bestattung. Hier hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten ein Wandel vollzogen. “98 Prozent der Kundschaft entscheidet sich heutzutage für eine Feuerbestattung inklusive der Beisetzung der Urne. Aber auch hier gibt es neue Trends. So kann die Urne auf See bestattet werden oder der Kunde wünscht eine noch ausgefallenere Form, die Diamant-Bestattung. Hierbei wird der Kohlenstoff der Asche extrahiert und bei 1.300 Grad Celsius und einem Druck von 850 bar in einen Diamant umgewandelt”, erzählt Frank Meier.

Es seien nicht immer nur die finanziellen Aspekte der neuen Trends, zu denen auch die Beisetzung in einem Friedwald gehört. Vielmehr suchen die Angehörigen nach einer Form der Bestattung, die den Pflegeaufwand von Grabstellen in Grenzen hält.

Dem Bestattungshaus Nordhausen angeschlossen ist ein Blumengeschäft, hier beginnt Steffi Kati Jahn im August eine Ausbildung zur Floristin. Das Blumengeschäft hat keine Öffnungszeiten im herkömmlichen Sinn, aber: “Ein Anruf genügt und wir erledigen den Kundenauftrag, auch schon mal zu außergewöhnlichen Tageszeiten”, sagt Antonie Fröhlich-Meier bei einem Besuch von NUV-Vorstandsvorsitzenden Niels Neu. Der freut sich, dass mit dem Bestattungshaus Nordhausen eine neue Branche in den Wirtschaftsverband Einzug hält, der mittlerweile etwa 180 Mitglieder umfasst.
Autor: nnz

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