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Drei auf einen

Dienstag, 06. Juli 2004, 11:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Ausbildungsmarkt in Nordthüringen gibt es noch keine Entspannung. Trotzdem bemühen sich Mitarbeiter der Agentur und vieler Partner um zusätzliche Lehrstellen …


Die Bewerberzahl für eine betriebliche Ausbildungsstelle betrug Ende Juni 4.038, das waren 276 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt gab es 2.266 männliche Bewerber, genau 44 weniger als vor einem Jahr. Weiterhin suchten 1.772 Mädchen eine Vermittlungshilfe in der Berufsberatung. Über die Hälfte der Schulabgänger haben wie in den Vorjahren den Abschluss einer mittleren Reife. Einen Hauptschulabschluss weisen 1.028 Mädchen und Jungen nach, ein Viertel der registrierten Ausbildungsplatzsuchenden.

Die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt wirkte sich auch bei der Bereitstellung von Lehrstellen aus. Seit Oktober 2003 sind den Berufsberatern 1.348 Ausbildungsstellen aus Unternehmen der Region gemeldet worden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres gab es 120 Stellen mehr. Von den Angeboten wurden 794 aus Unternehmen der Industrie- und Handelskammer gemeldet, das sind genau so viele wie vor Jahresfrist.

Um 78 Lehrstellen verringerten sich die Angebote aus Handwerksunternehmen. Die Landwirtschaftsbetriebe gaben für 71 Ausbildungswillige Angebote ab, gegenüber 100 im Vorjahr. Ende Juni suchten noch 1.989 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, vor einem Jahr waren dies noch 174 mehr. Von diesen noch nicht vermittelten Bewerbern sind 862 Realschüler, 572 haben einen Hauptschulabschluss und über 320 können keinen Schulabschluss nachweisen oder beendeten Sonderschulen.

Den unversorgten Bewerbern stehen noch 609 offene Stellen in der Region gegenüber. Damit steht für drei Jugendliche ein Ausbildungsplatz in der Region bereit.
Autor: nnz

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