Europaletten einmal anders
Gemessen, gesägt, geschraubt
Mittwoch, 22. Juni 2016, 13:05 Uhr
Selbst ist der Schüler. Und die Schülerin. An der Pestalozzi Förderschule prästentierte die Klasse 8a heute stolz neue Möbelstücke für den Schulhof, die sie im Schweiße ihres Angesichts selber gefertigt hatten. Möglich wurde das auch dank ein wenig Unterstützung...
Die meisten Menschen werden heute vor allem eines brauchen, wenn sie ein neues Möbelstück in den heimischen vier Wänden aufstellen wollen - den passenden Imbusschlüssel, vielleicht noch einen Akkuschrauber.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a der Nordhäuser Pestalozzi-Schule hatten da schon etwas mehr zu tun. Gemeinsam mit dem Tischler Andreas Wolf wurde geplant, gemessen, gesägt, geschliffen, geschraubt und letztlich auch gemalt.
Das Ergebnis sind vier schicke Sitzbänke für den Schulhof, zwei Arbeitstische für den Garten und zwei für das "grüne Klassenzimmer". Gefertigt hatten sie ihre Schmuckstücke aus Paletten, die der Verein Horizont besorgt hatte. Der unterstützte das Projekt im Rahmen des Programms "Jugend stärken im Quartier", welches sich vor allem um Schülerinnen und Schüler kümmern soll, die sich im Übergang von Schule und Beruf befinden.
Die Klasse 8a der Nordhäuser Pestalozzi-Schule mit Helfern und Unterstützern vor ihren selbst gebauten Möbelstücken (Foto: Angelo Glashagel)
Seit Anfang 2015 können dabei auch sogenannte "Mikroprojekte" durchgeführt werden, also kleinere Aktionen, die vor allem das Lebensumfeld der jungen Menschen unter ihrer direkten Beteiligung verbessern soll. Unter Ägide des Landratsamtes werden unter anderem in Petersdorf und Bleicherode wie auch am Haus der Kinder und demnächst in der Nordhäuser Teestube solche kleinen Mitmach-Projekte durchgeführt.
Und so hatten die jungen Handwerker denn auch einige Freiheiten. "Die Schule hat gewisse Wünsche geäußert und die Schüler haben sie nach ihren Vorstellungen umgesetzt", freute sich Schulleiterin Bärbele Herr. "Wir konnten unsere eigenen Ideen so umsetzten, wie wir das gerne wollten und am Ende auch unsere Namen auf die Bänke malen", pflichtete Schülerin Jenny bei. Über den starken Praxisbezug freuten sich Lehrer wie auch Schüler, hier wäre einmal erkannt worden "was es an der Basis braucht", sagte Schulleiterin Herr. Das man selber mit angepackt hat, hat neben dem reinen Lerneffekt noch eine andere, praktische Seite: die Schülerinnen und Schüler werden als "Paten" ihrer Möbelstücke auch ein Auge darauf haben, dass sie möglichst lange heil bleiben und auch ihre Mitschüler pfleglich mit dem neuen Schulhofinventar umgehen.
Die Bänke und Tische sollen nicht die letzte Gemeinschaftsaktion an der Pestalozzi-Schule gewesen sein, das nächste Projekt hat man bereits im Blick, in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule soll die Wand des alten Heizhauses neu gestaltet werden.
Angelo Glashagel
Autor: redDie meisten Menschen werden heute vor allem eines brauchen, wenn sie ein neues Möbelstück in den heimischen vier Wänden aufstellen wollen - den passenden Imbusschlüssel, vielleicht noch einen Akkuschrauber.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a der Nordhäuser Pestalozzi-Schule hatten da schon etwas mehr zu tun. Gemeinsam mit dem Tischler Andreas Wolf wurde geplant, gemessen, gesägt, geschliffen, geschraubt und letztlich auch gemalt.
Das Ergebnis sind vier schicke Sitzbänke für den Schulhof, zwei Arbeitstische für den Garten und zwei für das "grüne Klassenzimmer". Gefertigt hatten sie ihre Schmuckstücke aus Paletten, die der Verein Horizont besorgt hatte. Der unterstützte das Projekt im Rahmen des Programms "Jugend stärken im Quartier", welches sich vor allem um Schülerinnen und Schüler kümmern soll, die sich im Übergang von Schule und Beruf befinden.
Die Klasse 8a der Nordhäuser Pestalozzi-Schule mit Helfern und Unterstützern vor ihren selbst gebauten Möbelstücken (Foto: Angelo Glashagel)
Seit Anfang 2015 können dabei auch sogenannte "Mikroprojekte" durchgeführt werden, also kleinere Aktionen, die vor allem das Lebensumfeld der jungen Menschen unter ihrer direkten Beteiligung verbessern soll. Unter Ägide des Landratsamtes werden unter anderem in Petersdorf und Bleicherode wie auch am Haus der Kinder und demnächst in der Nordhäuser Teestube solche kleinen Mitmach-Projekte durchgeführt.
Und so hatten die jungen Handwerker denn auch einige Freiheiten. "Die Schule hat gewisse Wünsche geäußert und die Schüler haben sie nach ihren Vorstellungen umgesetzt", freute sich Schulleiterin Bärbele Herr. "Wir konnten unsere eigenen Ideen so umsetzten, wie wir das gerne wollten und am Ende auch unsere Namen auf die Bänke malen", pflichtete Schülerin Jenny bei. Über den starken Praxisbezug freuten sich Lehrer wie auch Schüler, hier wäre einmal erkannt worden "was es an der Basis braucht", sagte Schulleiterin Herr. Das man selber mit angepackt hat, hat neben dem reinen Lerneffekt noch eine andere, praktische Seite: die Schülerinnen und Schüler werden als "Paten" ihrer Möbelstücke auch ein Auge darauf haben, dass sie möglichst lange heil bleiben und auch ihre Mitschüler pfleglich mit dem neuen Schulhofinventar umgehen.
Die Bänke und Tische sollen nicht die letzte Gemeinschaftsaktion an der Pestalozzi-Schule gewesen sein, das nächste Projekt hat man bereits im Blick, in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule soll die Wand des alten Heizhauses neu gestaltet werden.
Angelo Glashagel














