Deutschlandfunk gastiert im Park
Hohenrode, landesweit
Montag, 20. Juni 2016, 17:11 Uhr
Kommenden Monat erwartet der Park Hohenrode das Highlight des Jahres - der Deutschlandfunk wird mit seiner Reihe "Grundton D" im Park gastieren. Die Gäste erwartet ein intimes Weltklassekonzert mit Pianistin Ragna Schirmer, die Einnahmen des Abends sollen in die weitere Sanierung der Kneiff'schen Villa fließen...
In der Kneiff'schen Villa gastiert demnächst der Deutschlandfunk mit der Reihe "Grundton D" (Foto: Angelo Glashagel)
Mut hätte der Deutschlandfunk bewiesen, meinte Gisela Hartmann am Vormittag, Mut deswegen weil man trotz des bedauernswerten Zustandes der Villa Kneiff sich dazu entschieden hat, hier ein Konzert der Reihe "Grundton D" zu organisieren.
Dabei passen die alte Villa und die Konzertreihe eigentlich bestens zusammen, erklärte Jochen Hubmacher vom Deutschlandfunk, der heute zum zweiten Mal in Hohenrode weilte, um den Konzertabend vorzubereiten. Als er den Park das erste mal besuchte, da war die Zufahrtsstraße noch eine durchlöcherte Ruckelpiste, vom Regen und der Zeit zerfressen.
Inzwischen hat man die Straße erneuert, ein kleiner aber bedeutender Meilenstein auf dem langen Weg zur Wiederbelebung des alten Parks. Auch in der Villa sind deutliche Fortschritte zu erkennen, nur geht es hier langsamer voran.
Jochen Hubmacher und Gisela Hartmann beim Pressegespräch (Foto: Angelo Glashagel)
Eigentlich wollte man in die "Belle Etagé", den ersten Stock, das aber verbietet noch die Statik. Und selbst im Erdgeschoss gestaltet sich das Unterfangen schwierig. "Wir haben vier Wochen Zeit das in den Griff zu bekommen und das werden wir auch schaffen, mit einer dauerhaften Lösung", meinte Gisela Hartmann optimistisch.
Für "Grundton D" sei die Situation in der Villa "idealtypisch", meinte Redakteur Hubmacher, "wir veranstalten unsere Konzerte da, wo man sieht das noch etwas getan werden muss, da wo man noch staubige Schuhe kriegt, das ist die Philosophie der Sendung". Und die gibt es seit über 25 Jahren. Geboren wurde die Idee kurz nach der Wiedervereinigung, inzwischen ist man nicht mehr nur in den "neuen" Bundesländern unterwegs, sondern im ganzen Land. Dabei übernimmt der Deutschlandfunk die Finanzierung der Künstler und die Stiftung Denkmalschutz schlägt mögliche Konzertorte vor. Die Einnahmen des Abends kommen dann dem jeweiligen Denkmal zu Gute.
Für das Hohenrode Konzert am 23. Juli hat man eine Künstlerin gewinnen können, deren Programm bestens zum Park und seinen Gegebenheiten passt. Ragna Schirmer ist eine vielfach preisgekrönte Pianistin, die über die Landesgrenzen hinaus zu Ruhm gekommen ist. Ihre Konzerte sind nicht nur flinke Fingerübungen sondern immer auch durchdachte, persönliche, fast schon intime Arrangements, die in der Villa voll zur Geltung kommen dürften, da die Bibliothek des Hauses Künstlerin und Publikum nah zueinander bringen wird.
Zum Parkkonzert wird Schirmer "Liebe in Variationen" geben - Stücke von Clara und Robert Schuhmann sowie Johannes Brahms, die Zeitlebens eine musikalische Dreiecksbeziehung verband. Gespielt wird das ganze auf einem Büthner Flügel aus dem Jahr 1856, den die passionierte Sammlerin Ragna Schirmer selber mitbringen wird - ein Kreisschluss, wenn man so will. Denn Flügel wie auch Musik passen in die Blütezeit der Villa Knauf, "diese Musik hätte hier damals so erklingen können", erläuterte Jochen Hubmacher vom Deutschlandfunk.
Die musikalische Zeitreise findet am 23. Juli um 19 Uhr in der Villa Kneiff statt. Der Park rechnet mir rund 250 Sitzplätzen, von denen einige aber lediglich "Hörplätze" sein werden, da man das Publikum um den zentralen Raum des Erdgeschosses herum positionieren muss. "Wir werden auch die Fenster an diesem Abend öffnen, damit man auch draußen auf der Veranda der Musik lauschen kann", kündigte Gisela Hartmann an.
Karten sind an der Abendkasse für 25 Euro und für 20 Euro im Vorverkauf bei Buchhaus Rose erhältlich und können dort unter Tel.: 03631/6162-0 oder via E-Mail an info@rosebuch.de vorbestellt werden. Die komplette Sendung samt Viertelstündigem "Pausenprogramm" rund um den Nordhäuser Park wird am 25. September ab 21:05 in der Sendung "Konzertdokument der Woche" auf dem Deutschlandfunk zu hören sein. Bundesweit, versteht sich.
Angelo Glashagel
Autor: red
In der Kneiff'schen Villa gastiert demnächst der Deutschlandfunk mit der Reihe "Grundton D" (Foto: Angelo Glashagel)
Mut hätte der Deutschlandfunk bewiesen, meinte Gisela Hartmann am Vormittag, Mut deswegen weil man trotz des bedauernswerten Zustandes der Villa Kneiff sich dazu entschieden hat, hier ein Konzert der Reihe "Grundton D" zu organisieren.
Dabei passen die alte Villa und die Konzertreihe eigentlich bestens zusammen, erklärte Jochen Hubmacher vom Deutschlandfunk, der heute zum zweiten Mal in Hohenrode weilte, um den Konzertabend vorzubereiten. Als er den Park das erste mal besuchte, da war die Zufahrtsstraße noch eine durchlöcherte Ruckelpiste, vom Regen und der Zeit zerfressen.
Inzwischen hat man die Straße erneuert, ein kleiner aber bedeutender Meilenstein auf dem langen Weg zur Wiederbelebung des alten Parks. Auch in der Villa sind deutliche Fortschritte zu erkennen, nur geht es hier langsamer voran.
Jochen Hubmacher und Gisela Hartmann beim Pressegespräch (Foto: Angelo Glashagel)
Eigentlich wollte man in die "Belle Etagé", den ersten Stock, das aber verbietet noch die Statik. Und selbst im Erdgeschoss gestaltet sich das Unterfangen schwierig. "Wir haben vier Wochen Zeit das in den Griff zu bekommen und das werden wir auch schaffen, mit einer dauerhaften Lösung", meinte Gisela Hartmann optimistisch.Für "Grundton D" sei die Situation in der Villa "idealtypisch", meinte Redakteur Hubmacher, "wir veranstalten unsere Konzerte da, wo man sieht das noch etwas getan werden muss, da wo man noch staubige Schuhe kriegt, das ist die Philosophie der Sendung". Und die gibt es seit über 25 Jahren. Geboren wurde die Idee kurz nach der Wiedervereinigung, inzwischen ist man nicht mehr nur in den "neuen" Bundesländern unterwegs, sondern im ganzen Land. Dabei übernimmt der Deutschlandfunk die Finanzierung der Künstler und die Stiftung Denkmalschutz schlägt mögliche Konzertorte vor. Die Einnahmen des Abends kommen dann dem jeweiligen Denkmal zu Gute.
Für das Hohenrode Konzert am 23. Juli hat man eine Künstlerin gewinnen können, deren Programm bestens zum Park und seinen Gegebenheiten passt. Ragna Schirmer ist eine vielfach preisgekrönte Pianistin, die über die Landesgrenzen hinaus zu Ruhm gekommen ist. Ihre Konzerte sind nicht nur flinke Fingerübungen sondern immer auch durchdachte, persönliche, fast schon intime Arrangements, die in der Villa voll zur Geltung kommen dürften, da die Bibliothek des Hauses Künstlerin und Publikum nah zueinander bringen wird.
Zum Parkkonzert wird Schirmer "Liebe in Variationen" geben - Stücke von Clara und Robert Schuhmann sowie Johannes Brahms, die Zeitlebens eine musikalische Dreiecksbeziehung verband. Gespielt wird das ganze auf einem Büthner Flügel aus dem Jahr 1856, den die passionierte Sammlerin Ragna Schirmer selber mitbringen wird - ein Kreisschluss, wenn man so will. Denn Flügel wie auch Musik passen in die Blütezeit der Villa Knauf, "diese Musik hätte hier damals so erklingen können", erläuterte Jochen Hubmacher vom Deutschlandfunk.
Die musikalische Zeitreise findet am 23. Juli um 19 Uhr in der Villa Kneiff statt. Der Park rechnet mir rund 250 Sitzplätzen, von denen einige aber lediglich "Hörplätze" sein werden, da man das Publikum um den zentralen Raum des Erdgeschosses herum positionieren muss. "Wir werden auch die Fenster an diesem Abend öffnen, damit man auch draußen auf der Veranda der Musik lauschen kann", kündigte Gisela Hartmann an.
Karten sind an der Abendkasse für 25 Euro und für 20 Euro im Vorverkauf bei Buchhaus Rose erhältlich und können dort unter Tel.: 03631/6162-0 oder via E-Mail an info@rosebuch.de vorbestellt werden. Die komplette Sendung samt Viertelstündigem "Pausenprogramm" rund um den Nordhäuser Park wird am 25. September ab 21:05 in der Sendung "Konzertdokument der Woche" auf dem Deutschlandfunk zu hören sein. Bundesweit, versteht sich.
Angelo Glashagel

