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Entspannung bei Handwerkern?

Freitag, 02. Juli 2004, 07:07 Uhr
Nordhausen (nnz). Zwischen der Handwerkskammer in Erfurt und den Nordthüringer Handwerkern kriselte es in den zurückliegenden Wochen gewaltig. Ausbildungsboykott - das Wort war in aller Munde. Konnte jetzt eine Lösung gefunden werden?


Wir erinnern uns: Das Zentrum der übertreiblichen Ausbildung in Leinefelde sollte dicht gemacht werden. Statt dessen sollten die Nordthüringer Azubis nach Erfurt fahren. So hatte es die Vollversammlung der Handwerker in Erfurt beschlossen. Das wiederum brachte die Nordthüringer Innungen auf die handwerkliche Palme. Sie verhängten einen Ausbildungsboykott. Erste Gespräche führten zu nichts, keine Annäherung der Standpunkte. Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) wollte vermitteln, der Termin wurde abgesagt. Gestern gab es nun ein erneutes Gespräch.

Im Ergebnis dieses Gespräches einigten sich die Vertreter aus Erfurt und Nordthüringen, eine gemeinsame Arbeitsgruppe zu installieren. Diese Gruppe soll eine Strategie zur künftigen überbetrieblichen Ausbildung im Bereich der Erfurter Handwerkskammer entwickeln. Das alles soll bis zum Oktober unter Dach und Fach sein, so daß die Arbeitsgruppe ihr Ergebnis der Vollversammlung zur Entscheidung vorlegen kann.

Mit diesem Kompromiß zeigten sich die Nordthüringer Obermeister zufrieden, ihren Lehrstellenboykott erklären sie für aufgehoben. Nun rufen sie gemeinsam auf, nicht nur wieder Lehrstellen schlechthin, sondern mehr Lehrstellen als geplant zu suchen und anzubieten.

In Nordthüringen wird man das gern hören, doch letztlich wird sich zeigen, was dieser „Waffenstillstand“ wert ist und welche Konditionen für die jungen Leute hinsichtlich ihrer überbetrieblichen Ausbildung ausgehandelt werden.
Autor: nnz

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