Mittelstand sucht Nachfolger
Donnerstag, 12. Juli 2001, 13:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Immer mehr Thüringer Mittelständler suchen einen geeigneten Nachfolger. Über 80 Betriebe aus dem Freistaat werben mittlerweile in der von den Kammern bundesweit installierten Unternehmensbörse "chance-change" um Interessenten.
Nach jüngsten Untersuchungen werden bis zum Jahr 2004 ca. 7.300 Thüringer Firmen mit über 97.000 Beschäftigten einen Nachfolger suchen, informierte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Nicht einmal 50 Prozent der Betriebe könnten auf Familienmitglieder übertragen werden. "Damit bietet sich auch für Existenzgründer die Chance des Einstiegs in ein am Markt etabliertes Unternehmen", so Grusser.
Seit Beginn des Jahres habe die Kammer 49 Firmen gezielt betreut und insgesamt 278 Vermittlungsversuche gestartet, um unnötige Stilllegungen zu vermeiden. Dies geschieht in jedem Fall äußerst diskret, verweist Grusser auf die sensible Verhandlungsführung. Schließlich stehe oftmals ein unternehmerisches Lebenswerk vor der Veräußerung oder Übergabe.
Wichtig wäre die Qualifizierung und Begleitung von potenziellen Nachfolgern. Dazu sei eine Koordinierungsstelle "Fit für die Unternehmensnachfolge" von Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Verband der Wirtschaft geschaffen worden, die von Arbeitsamt und Wirtschaftsministerium finanziell unterstützt wird. Der Startschuss erfolgte heute in Weimar in Anwesenheit von Wirtschaftsminister Franz Schuster.
Autor: nnzNach jüngsten Untersuchungen werden bis zum Jahr 2004 ca. 7.300 Thüringer Firmen mit über 97.000 Beschäftigten einen Nachfolger suchen, informierte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Nicht einmal 50 Prozent der Betriebe könnten auf Familienmitglieder übertragen werden. "Damit bietet sich auch für Existenzgründer die Chance des Einstiegs in ein am Markt etabliertes Unternehmen", so Grusser.
Seit Beginn des Jahres habe die Kammer 49 Firmen gezielt betreut und insgesamt 278 Vermittlungsversuche gestartet, um unnötige Stilllegungen zu vermeiden. Dies geschieht in jedem Fall äußerst diskret, verweist Grusser auf die sensible Verhandlungsführung. Schließlich stehe oftmals ein unternehmerisches Lebenswerk vor der Veräußerung oder Übergabe.
Wichtig wäre die Qualifizierung und Begleitung von potenziellen Nachfolgern. Dazu sei eine Koordinierungsstelle "Fit für die Unternehmensnachfolge" von Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Verband der Wirtschaft geschaffen worden, die von Arbeitsamt und Wirtschaftsministerium finanziell unterstützt wird. Der Startschuss erfolgte heute in Weimar in Anwesenheit von Wirtschaftsminister Franz Schuster.
