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Nach der Sprengung der Bombe

„Nordhausen hat sich als Gemeinschaft gezeigt“

Donnerstag, 09. Juni 2016, 15:59 Uhr
Nach der gelungen Sprengung eines Bombenblindgängers gestern Abend dankt Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh allen am Einsatz Beteiligten. „Mein großer Respekt allen Beteiligten für einen gelungen Dienst an der Gemeinschaft in einer schwierigen Situation“...

Am Sprengort (Foto: P. Grabe, Pressestelle Rathaus) Am Sprengort (Foto: P. Grabe, Pressestelle Rathaus)
Mit Blumen und einem Geschenk dankt Bürgermeisterin Jutta Krauth noch am Einsatzort den Sprengmeistern Andreas West und Werner Schmidt (2.v.l. und 2.v.r.) stellvertretend für alle Beteiligten für deren Arbeit. Mit dabei waren Leimbachs Ortsbürgermeister Manfred König (3.v.l) und Nordhausens Feuerwehr-Chef Gerd Jung (links)

An erster Stelle sei den beiden Sprengmeistern Andreas West und Werner Schmidt zu danken, „die zusammen mit ihren Kollegen der Firma `Tauber Delaborierung´ mit großer Ruhe, bewundernswertem Sachverstand und Übersicht die Bombe unschädlich gemacht haben, ohne, dass Menschen oder an Sachen Schaden entstanden ist.“

Ein weiterer Dank gelte den vielen rund 150 freiwilligen Helfern der Nordhäuser Feuerwehren und der Hilfsorganisationen von DRK und Johanniter Unfallhilfe. „Vor allem bei den Evakuierungen der Menschen aus Leimbach und Steigerthal und deren Betreuung haben ihre Ruhe, ihr Einfühlungsvermögen und Professionalität erheblich dazu beigetragen, dass die Räumungen gelassen und ohne Probleme von statten gegangen sind. Die Menschen hatten großes Vertrauen zu diesen Hilfskräften. Das war entscheidend für das Gelingen. Wie auch die Kooperation der Einwohner. So hatten zum Beispiel alle Eltern ihre Kinder so frühzeitig aus dem Kindergarten in Leimbach abgeholt, dass diese nicht anderweitig untergebracht werden mussten “

Dies treffe auch zu für den anstrengenden Einsatz der Thüringer Polizei, der Zentralen Leitstelle des Landkreises und dessen Sanitäts- und Betreuungsszugs. „Alle Räder haben ineinander egriffen.“

Auch die Unterstützung vieler Firmen aus Nordhausen und dem Umland hätten zum Erfolg beigetragen. Die Firmen Bauunternehmen Henning GmbH, Van Asten Tierzucht Nordhausen GmbH & Co.KG, die Südharzer Landhandelsgesellschaft, die Energieversorgung Nordhausen und die Nordbrand Nordhausen GmbH hätten unbürokratisch geholfen, „vor allem, als es um die schnelle Bereitstellung von Erdreich, großer Wasserbehälter und Fahrzeugtechnik ging.“, sagte Dr. Zeh.

Auch die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung hätten zügig in den Krisenmodus umgeschaltet. „Jedes Amt hat seinen Beitrag zur Abwicklung der Sprengung beigetragen. Es hat sich gezeigt, dass die Stadtverwaltung kreativ, schnell, unkompliziert und im Team auf Herausforderungen reagieren kann.“

In bewährter Ruhe und mit hohem Sachverstand hätten sich die Nordhäuser Berufsfeuerwehr und das städtische Ordnungsamt auch bei diesem Einsatz als wichtige Säulen der Maßnahmen gezeigt. „Die Routine und Professionalität der Mitarbeiterinnen und Beamten war erneut bewundernswert.“

Sein letzter Dank, so Dr. Zeh, gelte seiner Stellvertreterin Jutta Krauth. „Als Leiterin des gesamten Einsatzes hatte sie ihre Feuertaufe im neuen Amt, die sie bravourös gemeistert hat.“ „Nordhausen hat bei dieser Herausforderung als Gemeinschaft erweisen. Das war wohltuend“, sagte Dr. Zeh.
Autor: nnz

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