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Grundstein für Wipperbrücke gelegt

Dienstag, 10. Juli 2001, 15:44 Uhr
Wipperdorf (nnz). In der Nähe von Wipperdorf ist am Mittag der Grundstein für die „Wipperbrücke“ gelegt worden. Sie ist eine von acht Brückenbauwerken im Zuge des Abschnitts der A 38 von Werther nach Wipperdorf. nnz war dabei.

Der Grundstein wird gelegt: Hilsberg und Schuster Die Pfeiler der Brücke stehen schon, die Bauarbeiter haben bereits viel Arbeit geleistet. Vermutlich waren es die unterschiedlichen Termin von Bundes- und Landespolitikern, die erst heute den eigentlichen Akt der Grundsteinlegung möglich machten. Aus Berlin reiste der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Stephan Hilsberg, aus Erfurt Thüringens Wirtschaftsminister Franz Schuster an. Beide Herren kamen wie immer zu spät am Ort des Geschehens an. Ihre Fahrer mussten sich mit den Problemen der Infrastruktur in Nordthüringen auseinandersetzen.

Diese Struktur soll durch die künftige Autobahn A 38 deutlich aufpoliert werden. Die 180 Kilometer lange Strecke soll nicht nur die beiden Ballungsräume Ruhrgebiet im Westen und Halle-Leipzig im Osten verbinden, das Betonband soll auch der Region wirtschaftliches Leben einhauchen, wie es Hilsberg formulierte. Vor allem für Nordhausen soll die Trasse Chancen vermitteln. Neben seiner bisherigen Funktion als „Tor zum Harz“ soll die Rolandstadt vor allem als Zentrum der Region profitieren.

Minister Schuster verwies darauf, dass die Autobahn im Nordthüringer Raum bereits erlebbar sei. Gerade wegen der „lahmenden Konjuktur und der ständig nach unten revidierten Wachstumsprognosen“ sei solch eine Autobahn für die Region wichtiger denn je. Eine Autobahn bringe jedoch für die Region nur dann effektiven Gewinn, wenn auch der Ausbau der Bundes- und Landesstraße zügig voranschreiten werde. Nur dann würde der Verkehr nicht durch die Region fließen, sondern das Revier könne wirtschaftlich erschlossen werden.

Die Wipperbrücke ist nach der Brücke über den Rodegraben die zweite in dem 9,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Werther und Wipperdorf, an der momentan gebaut wird. Sie wird insgesamt 6,1 Millionen Mark kosten und im Juni kommenden Jahres übergeben werden. Das Bauwerk hat eine Länge von 124 Meter und eine lichte Weite von 93 Meter. Der gesamte Abschnitt soll im Herbst 2002 befahrbar sein.
Autor: nnz

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