Neue Landmarken für den Landkreis
Unesco-Titel für Geopark
Mittwoch, 11. Mai 2016, 16:27 Uhr
Eine neue Fahne auf dem Gelände des Spiegelschen Hauses in Werna kündet von dem neuen Titel: Der Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen ist jetzt offiziell ein von der Unesco anerkannter Global Geopark und damit einer von 120 Unesco-Geoparks in 33 Ländern...
Baum gepflanzt (Foto: S. Schedwill)
Die Fahne soll ein Symbol dafür sein, dass der Titel jetzt auch hier in der Region angekommen ist, sagte Landrat Matthias Jendricke (SPD) am Mittwochnachmittag in Werna. Der Geopark hat in Werna eine Infostelle.
Es sei ein weiterer wichtiger Titel, mit dem man die Region touristisch besser vermarkten könne, ergänzte Jendricke. Bereits im November vergangenen Jahres hatte die Unesco dem Geopark den Titel verliehen. Dem vorausgegangen war ein längerer Zertifizierungsprozess, wie Dr. Klaus George berichtete. Der Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz erläuterte, dass man jetzt auf Hinweis der internationalen Jury bis Ende 2017 zwei weitere wichtige Kriterien erfüllen müsse, um den Titel beizubehalten: Neben einem Aktionsplan müssen in allen drei Bundesländern, die den Geopark umfassen, an wichtigen Bundes- und Landesstraßen Schilder auf den Unesco-Geopark hinweisen.
Unabhängig vom neuen Titel will der Geopark weitere Landmarken im Landkreis Nordhausen etablieren: Es ist geplant, den südlichen Teil des Landkreises mit in das System der Landmarken aufzunehmen, sagte George. So soll unter anderem die Burg Lohra eine neue Landmarke werden und die bisher 20 Landmarken im Harz ergänzen.
Eröffnet wurde außerdem ein neuer Naturlehrpfad. Inspiriert hat mich hierfür der Barfußpfad in Hamma, sagte Wolfgang Wegmann, der als Kreisheimatpfleger ehrenamtlich tätig ist. Die Idee hatte Wegmann schon lange, bisher fehlte jedoch für die Umsetzung das nötige Geld.
Als dann 5000 Euro aus dem Regionalbudget flossen, konnte das Projekt in Angriff genommen werden. Unter den hohen Bäumen im früheren Gutsherrenpark der Freiherren von Spiegel sind sieben Stationen entstanden, die man barfuß erkunden und dabei auch etwas über die Heimat lernen kann. Die planerischen Ideen hatte Diplomingenieur Björn Diener vom Nordhäuser Landschaftsarchitekturbüro LA21, umgesetzt hat diese die Baumschule August aus Ellrich. Darüber hinaus gebe es zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Unterstützer, zeigte sich Wegmann dankbar. Zum Abschluss durften Wernas Ortsbürgermeister Wolfgang Krug und Landrat Jendricke noch einmal zur Schaufel greifen, um eine junge Blutbuche zu pflanzen.
Susanne Schedwill
Autor: red
Baum gepflanzt (Foto: S. Schedwill)
Die Fahne soll ein Symbol dafür sein, dass der Titel jetzt auch hier in der Region angekommen ist, sagte Landrat Matthias Jendricke (SPD) am Mittwochnachmittag in Werna. Der Geopark hat in Werna eine Infostelle.
Es sei ein weiterer wichtiger Titel, mit dem man die Region touristisch besser vermarkten könne, ergänzte Jendricke. Bereits im November vergangenen Jahres hatte die Unesco dem Geopark den Titel verliehen. Dem vorausgegangen war ein längerer Zertifizierungsprozess, wie Dr. Klaus George berichtete. Der Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz erläuterte, dass man jetzt auf Hinweis der internationalen Jury bis Ende 2017 zwei weitere wichtige Kriterien erfüllen müsse, um den Titel beizubehalten: Neben einem Aktionsplan müssen in allen drei Bundesländern, die den Geopark umfassen, an wichtigen Bundes- und Landesstraßen Schilder auf den Unesco-Geopark hinweisen.
Unabhängig vom neuen Titel will der Geopark weitere Landmarken im Landkreis Nordhausen etablieren: Es ist geplant, den südlichen Teil des Landkreises mit in das System der Landmarken aufzunehmen, sagte George. So soll unter anderem die Burg Lohra eine neue Landmarke werden und die bisher 20 Landmarken im Harz ergänzen.
Eröffnet wurde außerdem ein neuer Naturlehrpfad. Inspiriert hat mich hierfür der Barfußpfad in Hamma, sagte Wolfgang Wegmann, der als Kreisheimatpfleger ehrenamtlich tätig ist. Die Idee hatte Wegmann schon lange, bisher fehlte jedoch für die Umsetzung das nötige Geld.
Als dann 5000 Euro aus dem Regionalbudget flossen, konnte das Projekt in Angriff genommen werden. Unter den hohen Bäumen im früheren Gutsherrenpark der Freiherren von Spiegel sind sieben Stationen entstanden, die man barfuß erkunden und dabei auch etwas über die Heimat lernen kann. Die planerischen Ideen hatte Diplomingenieur Björn Diener vom Nordhäuser Landschaftsarchitekturbüro LA21, umgesetzt hat diese die Baumschule August aus Ellrich. Darüber hinaus gebe es zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Unterstützer, zeigte sich Wegmann dankbar. Zum Abschluss durften Wernas Ortsbürgermeister Wolfgang Krug und Landrat Jendricke noch einmal zur Schaufel greifen, um eine junge Blutbuche zu pflanzen.
Susanne Schedwill








