DIETER GÖBEL BAUTE IN MÜNCHENLOHRA EIN:
Schönes Heim für Mehlschwalben
Dienstag, 10. Mai 2016, 11:16 Uhr
Attraktiv das Haus eingangs Münchenlohras neben Bushaltestelle mit Wendeschleife. Ein sehr gepflegtes Anwesen. Die Bewohner fühlen sich heimisch und geborgen. Unmittelbar davor ein weiteres Haus. Errichtet für 20 Familien...
Münchenlohra. Bislang stehen sie noch leer, die Wohnstuben für Mehlschwalben. Ihr Erbauer ist kein Unbekannter. Nicht nur im idyllischen Ort am Fuße der Hainleite. Dieter Göbel ist Geschäftsführer der Wippertaler Agrar GmbH. Außerdem geht der Mann auf Jagd.
Als Landwirt und Weidmann sei er dem Naturschutz verpflichtet. So habe er auch den starken Rückgang der heimischen Vogelwelt bemerkt. Besonders den der Schwalben. Einst habe es in den Dörfern nur so gezwitschert. Eine Ursache kennt der Chef des Agrarbetriebes:
Ein Schwalbenhaus für insgesamt 20 Paare baute Dieter Göbel in Münchenlohra. Foto: Kurt Frank
Wo sich ehemals Stallungen befanden, in denen Rauchschwalben brüteten, befinden sich heute Wohnungen oder man baute sie zu anderen Zwecken um oder aus. Mehlschwalben hingegen bevorzugten Nester unterm Dachfirst. An den frischen Hauswänden sind sie nicht gern gesehen. Vergrämungsmaterial hält sie vielerorts fern, Nester zu bauen.
Dieter Göbel schuf eine Alternative mit seinem Schwalbenhaus. Seit März steht es da. Er habe alles selbst entworfen. Vorlagen unterstützten seine Bemühungen. Mithilfe eines Bekannten habe er schließlich die Tat vollbracht, die Nester selbst geformt und gegossen. Mit einem Material, das nicht Gefahr läuft, wieder abzufallen.
Die kleinen gefiederten Fliegen -und Mückenfänger müssen sich wohl erst noch an ihr Haus gewöhnen. Das Umfeld, ist Göbel überzeugt, stimme. In der Nähe seines Grundstückes ein kleiner Teich. Er biete Wasser und Nahrung für die Schwalben. Die neuen Mieter seines Hauses erwartet er sehnsuchtsvoll.
Gerade in diesen Tagen der Trockenheit haben es Schwalben sehr schwer. Sie finden keine Pfütze und demnach keinen Schlamm zum Nestbau. Das Schwalbennest des Dieter Göbel ist eine Möglichkeit, Wohnraum für die Nützlinge zu schaffen.
Ein Beispiel, das Schule machen sollte. Für andere Agrarbetriebe, aber auch für die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz und Städtische Wohnungsbaugesellschaft. Aber auch für einen Grünrock im Ort selbst. Bei einem Besuch war dem Autor vor Jahren aufgefallen, dass dieser vehement Schwalben von seinem Wohnhaus fernhalten wollte.
Auch die Bahn tat ein gutes Werk. Beim Bahnhof Wolkramshausen ist ebenfalls ein Haus für Mehlschwalben zu finden. Als Alternative für die Vergrämungen am Bahnhofsgebäude.
Kurt Frank
Autor: redMünchenlohra. Bislang stehen sie noch leer, die Wohnstuben für Mehlschwalben. Ihr Erbauer ist kein Unbekannter. Nicht nur im idyllischen Ort am Fuße der Hainleite. Dieter Göbel ist Geschäftsführer der Wippertaler Agrar GmbH. Außerdem geht der Mann auf Jagd.
Als Landwirt und Weidmann sei er dem Naturschutz verpflichtet. So habe er auch den starken Rückgang der heimischen Vogelwelt bemerkt. Besonders den der Schwalben. Einst habe es in den Dörfern nur so gezwitschert. Eine Ursache kennt der Chef des Agrarbetriebes:
Ein Schwalbenhaus für insgesamt 20 Paare baute Dieter Göbel in Münchenlohra. Foto: Kurt Frank
Wo sich ehemals Stallungen befanden, in denen Rauchschwalben brüteten, befinden sich heute Wohnungen oder man baute sie zu anderen Zwecken um oder aus. Mehlschwalben hingegen bevorzugten Nester unterm Dachfirst. An den frischen Hauswänden sind sie nicht gern gesehen. Vergrämungsmaterial hält sie vielerorts fern, Nester zu bauen.
Dieter Göbel schuf eine Alternative mit seinem Schwalbenhaus. Seit März steht es da. Er habe alles selbst entworfen. Vorlagen unterstützten seine Bemühungen. Mithilfe eines Bekannten habe er schließlich die Tat vollbracht, die Nester selbst geformt und gegossen. Mit einem Material, das nicht Gefahr läuft, wieder abzufallen.
Die kleinen gefiederten Fliegen -und Mückenfänger müssen sich wohl erst noch an ihr Haus gewöhnen. Das Umfeld, ist Göbel überzeugt, stimme. In der Nähe seines Grundstückes ein kleiner Teich. Er biete Wasser und Nahrung für die Schwalben. Die neuen Mieter seines Hauses erwartet er sehnsuchtsvoll.
Gerade in diesen Tagen der Trockenheit haben es Schwalben sehr schwer. Sie finden keine Pfütze und demnach keinen Schlamm zum Nestbau. Das Schwalbennest des Dieter Göbel ist eine Möglichkeit, Wohnraum für die Nützlinge zu schaffen.
Ein Beispiel, das Schule machen sollte. Für andere Agrarbetriebe, aber auch für die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz und Städtische Wohnungsbaugesellschaft. Aber auch für einen Grünrock im Ort selbst. Bei einem Besuch war dem Autor vor Jahren aufgefallen, dass dieser vehement Schwalben von seinem Wohnhaus fernhalten wollte.
Auch die Bahn tat ein gutes Werk. Beim Bahnhof Wolkramshausen ist ebenfalls ein Haus für Mehlschwalben zu finden. Als Alternative für die Vergrämungen am Bahnhofsgebäude.
Kurt Frank

