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Handball-Thüringenliga der Frauen

Versöhnlicher Abschluss nach turbulenter Saison

Montag, 09. Mai 2016, 11:01 Uhr
Mit einem verdienten wenn auch hart erkämpften 27:24-Sieg im letzten Saisonspiel der Handbal-Thüringenliga über die Mannschaft des LSV Ziegelheim verbesserten sich die Frauen des Nordhäuser SV in der Endabrechnung wieder auf den vierten Platz. Ein versöhnlicher Abschluss einer Saison mit vielen Höhen und Tiefen...

Auch dieses letzte Spiel war durchaus noch einmal ein Spielgebild des gesamten Saisonverlaufs, denn diese letzten 60 Minuten boten noch einmal ein Wechselbad der Gefühle. Die Stärken der Mannnschaft aber auch die immer wiederkehrenden gleichen Schwächen sorgten abwechselnd für Jubel und Aufstöhnen auf den Rängen.

Die auch später mehrfach gut in Szene gesetzte Clara Fiedler schloss gleich den ersten NSV-Angriff mit der 1:0-Führung ab. Es blieb aber für lange Zeit die einzige Nordhäuser Führung. Große Probleme zunächst auf der linken Abwehrseite, dazu im Angriff zum Teil schlecht vorbereitete Würfe. Aber auch viel Wurfpech speziell von Jenny Struck, die zweimal zu genau zielte und der eigentlich unhaltbare Ball vom langen Innenpfosten ins Aus sprang. Die Gäste, bei denen Spielmacherin Scadi Wagner (Rückennummer 13), die man im Hinspiel nie in den Griff bekommen hatte, zunächst etwas überraschend auf Rechtsaußen begann, kamen dadurch zur 5:3-Führung. Zwar konnte der NSV wieder ausgleichen, aber es waren weiterhin zu viele schlecht vorbereitete Würfe, die den Gästen immer wieder in die Hände spielten. Und trotz der mehrfach stark haltenden Nancy Brodhuhn (am Ende unter anderen drei parierte Siebenmeter) konnte sich Ziegelheim wieder auf 9:6 absetzen. Auch eine Auszeit schien zunächst nicht den gewünschten Effekt zu haben, denn ein Ballverlust und Ziegelheim erhöhte per Konter sogar auf 10:6 (18. Minute).


Pech zudem bei Nordhausen, denn mit Anna Schneider fiel nach einer Verletzung an der Wurfhand eine wurfstarke Rückraumspielerin aus. Doch nun zeigte die Mannschaft endlich, was in ihr steckt. Jenny Struck, Anna Reinhardt und Clara Fiedler zwangen mit ihren drei Treffern in Folge innerhalb von nur zwei Minuten Ziegelheims Trainer zu einer Auszeit. Die aber keinen Erfolg zeigte, denn Jenny Struck und zweimal Anna Reinhardt brachten den NSV unter dem Jubel der Fans mit 12:10 in Führung. Nancy Brodhuhn hatte mit dem zweiten gehaltenen Siebenmeter noch entscheidenden Anteil daran. Und hätten Jenny Struck und Clara Fiedler nicht noch zwei klare Konterchancen vergeben, die Führung hätte sogar höher sein können. Viola Böttcher und ein Ziegelheimer Konter in letzter Sekunde nach einem mächtigen Lattenkracher von Jenny Struck sorgten schließlich für den knappen 13:12-Halbzeitstand zu Gunsten des NSV.

Die Gastgeberinnen knüpften mit Wiederbegínn sofort an die starken letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit an und erspielten sich beim 18:14 erstmals eine Vier-Tore-Führung (38.). Doch statt ruhig und sicher weiter überlegte Angriffe aufzuziehen verfielen einiger der NSVerinnen wieder in altbekannte Fehlermuster, suchten viel zu schnell und damit überhastet den Abschluss. Die daraus resultierenden Fehler führten zu zunehmender Hektik und fünf Minunten nach der eigentlich sicheren Führung waren die Gäste beim 19:18 wieder dran. Auszeit.

Kapitän Claudia Dudek, bis dahin mit ihren Würfen wenig effektiv, traf im Anschluss zum 20:18. Aber es blieb zunächst weiter zu hektisch und schließlich gelang Ziegelheim sogar der 21:21-Ausgleich (48.). Jetzt waren starke Nerven und vor allem Kampfgeist in der Abwehr gefordert. Denn die bei Ziegelheim längst das spielerische Zepter übernommene Scadi Wagner machte mächtig Druck, war am Ende mit acht Treffern auch die Torgefährlichste bei den Gästen. Aber die Nordhäuser Abwehr gab sich in den letzten zehn Minuten keine Blöße mehr. Und nach vorn wurde endlich wieder ruhig gespielt.

Mit Erfolg. Lina Freudenberg gelang die erneute Führung, dannzwei starke 1 gegen 1-Aktionen von Anna Reinhardt und Clara Fiedler zum 24:22, der NSV hatte das Geschehen wieder fest in der Hand, ließ sich auch vom nochmaligen Anschlusstreffer der Gäste nicht mehr von der Siegerstraße abbringen.
Uwe Tittel

Es spielten: Nancy Brodhuhn – Marianne Kiel, Lina Freudenberg (2), Viola Böttcher (3), Anna Reinhardt (7), Julia Nagler, Jenny Struck (6), Evelyn Kallmeyer, Claudia Dudek (2), Anna Schneider (1), Clara Fiedler (6), Jenny Galonska, Annett Schneider
Autor: red

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