Gemeinderat lehnt Abbauvorhaben ab
Kein Gipsabbau am Kuhberg
Donnerstag, 21. April 2016, 14:44 Uhr
Der Harztor-Gemeinderat lehnt den von der Walkenrieder Firma Saint-Gobain Formula geplanten Gipsabbau "Am Kuhberg" ab. Einer entsprechenden Stellungnahme der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz für das Landesbergamt hat der Rat am Mittwochabend im nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung zugestimmt...
Die Gemeinderäte waren sich in dieser Frage einig, sagt Harztor-Bürgermeister Stephan Klante (CDU).
In der Stellungnahme heißt es unter anderem: Da die beantragte Zulassung des Hauptbetriebsplanes im Gegensatz zur Regionalplanung steht und der vorgesehene Gipsabbau der weiteren Entwicklung unserer Gemeinden und des gesamten Südharzraumes entgegensteht, können wir dem geplanten Gipsabbau am Kuhberg nicht zustimmen.
Vielmehr solle geprüft werden, ob nicht bereits vorhandene Tagebaue in der Region zur weiteren Rohstoffgewinnung genutzt werden könnten. Ein weiterer Gipsabbau gefährde die Tourismusentwicklung der gesamten Südharzregion und damit auch Arbeitsplätze, heißt es. Darüber hinaus sei ein weiterer Abbau in der einmaligen Gipskarstlandschaft gegen den Willen und die Überzeugung der meisten Bewohner des Südharzes. Bezug genommen wird auch auf ein früheres Raumordnungsverfahren.
Konkrete Bedenken werden hinsichtlich des Materialtransportes geäußert, der vom geplanten Abbaufeld über einen kommunalen Feldweg zur L 1037 realisiert werden soll. Für regelmäßige Lkw-Transporte sei der Wegeaufbau- und zustand nicht ausreichend und würde erhöhte Instandhaltungsaufwendungen der Gemeinde Harztor bedeuten. Der geplante Abtransport des Materials nach Niedersachsen tangiert wesentliche Teile der Ortslage. Die damit verbundene Verstärkung des ohnehin schon beträchtlichen Schwerlastverkehrs führt unweigerlich zu erheblichen Beeinträchtigungen der Wohn- und Lebensqualität unserer Bürger, heißt es in der Stellungnahme.
Der Harztor-Rat beriet das Thema am Mittwochabend im nichtöffentlichen Teil der Sitzung auf Antrag der UWL-Fraktion. "Die UWL hatte noch Beratungsbedarf, weil einige Punkte in der Stellungnahme ergänzt werden sollten", erläuterte Harztor-Bürgermeister Stephan Klante (CDU) die Entscheidung. Im Hinblick auf die gut 40 interessierten Bürger hätte Klante die Diskussion lieber öffentlich geführt.
Als Gast erläuterte der Walkenrieder Formula-Werkleiter Elmar Zimmer während der Sitzung das Abbauvorhaben "Am Kuhberg". Sein Unternehmen plant zwischen Harztor und Harzungen ein neues oberirdisches Abbaufeld auf maximal 1,2 Hektar Fläche. Dort will man etwa 20 000 Tonnen Gestein im Jahr abbauen, die Fläche reiche laut Zimmer für maximal zwölf Jahre. Ein Abbaubeginn sei laut Zimmer nicht vor 2018 realistisch. Einen entsprechenden Hauptbetriebsplan hat das Unternehmen zur Genehmigung beim Landesbergamt eingereicht. Bis spätestens 27. April müssen die betroffenen Kommunen im Rahmen eines Beteiligungsverfahren ihre Position zum geplanten Abbauvorhaben dem Bergamt in einer Stellungnahme deutlich machen.
Über die Stellungnahme hinaus hat der Gemeinderat Bürgermeister Klante dazu beauftragt, in den kommenden Wochen Gespräche mit den vom möglichen Gipsabbau betroffenen Institutionen, Behörden und Einrichtungen zu führen. Allein ein Fragekatalog, den Klante vom Niedersachswerfer Ortschaftsrat erhalten hat, mache eine genaue Recherche zum Thema nötig, betonte Klante. Die Stellungnahme sei nur der Anfang eines langen Prozesses.
Autor: redDie Gemeinderäte waren sich in dieser Frage einig, sagt Harztor-Bürgermeister Stephan Klante (CDU).
In der Stellungnahme heißt es unter anderem: Da die beantragte Zulassung des Hauptbetriebsplanes im Gegensatz zur Regionalplanung steht und der vorgesehene Gipsabbau der weiteren Entwicklung unserer Gemeinden und des gesamten Südharzraumes entgegensteht, können wir dem geplanten Gipsabbau am Kuhberg nicht zustimmen.
Vielmehr solle geprüft werden, ob nicht bereits vorhandene Tagebaue in der Region zur weiteren Rohstoffgewinnung genutzt werden könnten. Ein weiterer Gipsabbau gefährde die Tourismusentwicklung der gesamten Südharzregion und damit auch Arbeitsplätze, heißt es. Darüber hinaus sei ein weiterer Abbau in der einmaligen Gipskarstlandschaft gegen den Willen und die Überzeugung der meisten Bewohner des Südharzes. Bezug genommen wird auch auf ein früheres Raumordnungsverfahren.
Konkrete Bedenken werden hinsichtlich des Materialtransportes geäußert, der vom geplanten Abbaufeld über einen kommunalen Feldweg zur L 1037 realisiert werden soll. Für regelmäßige Lkw-Transporte sei der Wegeaufbau- und zustand nicht ausreichend und würde erhöhte Instandhaltungsaufwendungen der Gemeinde Harztor bedeuten. Der geplante Abtransport des Materials nach Niedersachsen tangiert wesentliche Teile der Ortslage. Die damit verbundene Verstärkung des ohnehin schon beträchtlichen Schwerlastverkehrs führt unweigerlich zu erheblichen Beeinträchtigungen der Wohn- und Lebensqualität unserer Bürger, heißt es in der Stellungnahme.
Der Harztor-Rat beriet das Thema am Mittwochabend im nichtöffentlichen Teil der Sitzung auf Antrag der UWL-Fraktion. "Die UWL hatte noch Beratungsbedarf, weil einige Punkte in der Stellungnahme ergänzt werden sollten", erläuterte Harztor-Bürgermeister Stephan Klante (CDU) die Entscheidung. Im Hinblick auf die gut 40 interessierten Bürger hätte Klante die Diskussion lieber öffentlich geführt.
Als Gast erläuterte der Walkenrieder Formula-Werkleiter Elmar Zimmer während der Sitzung das Abbauvorhaben "Am Kuhberg". Sein Unternehmen plant zwischen Harztor und Harzungen ein neues oberirdisches Abbaufeld auf maximal 1,2 Hektar Fläche. Dort will man etwa 20 000 Tonnen Gestein im Jahr abbauen, die Fläche reiche laut Zimmer für maximal zwölf Jahre. Ein Abbaubeginn sei laut Zimmer nicht vor 2018 realistisch. Einen entsprechenden Hauptbetriebsplan hat das Unternehmen zur Genehmigung beim Landesbergamt eingereicht. Bis spätestens 27. April müssen die betroffenen Kommunen im Rahmen eines Beteiligungsverfahren ihre Position zum geplanten Abbauvorhaben dem Bergamt in einer Stellungnahme deutlich machen.
Über die Stellungnahme hinaus hat der Gemeinderat Bürgermeister Klante dazu beauftragt, in den kommenden Wochen Gespräche mit den vom möglichen Gipsabbau betroffenen Institutionen, Behörden und Einrichtungen zu führen. Allein ein Fragekatalog, den Klante vom Niedersachswerfer Ortschaftsrat erhalten hat, mache eine genaue Recherche zum Thema nötig, betonte Klante. Die Stellungnahme sei nur der Anfang eines langen Prozesses.
