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Pikachu und Glumanda waren die Stars

Montag, 09. Juli 2001, 12:21 Uhr
Nordhausen (nnz). Turbulent und abenteuerlich ging es in der vergangenen Woche in der Nordhäuser Rothleimmühle zu. 83 Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren aus der ganzen Bundesrepublik trafen sich zur ersten Pokémon- Ferienfreizeit Deutschlands. Mit dabei waren natürlich auch Pikachu - der Lieblings-Pokémon der Kinder, Glumanda und Tragossa und nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.

Große Freude bei den Kleinen Phantasie, Kreativität und Teamgeist waren bei der Pokémon-Weltmeisterschaft gefragt, um sich in die Eigenheiten und Entwicklungsstufen der einzelnen Pokémons hinein versetzen und mit ihnen umgehen zu können. So mußte Alabastias größter Berg abgetragen, Medusas Flug über dem Seil verfolget oder das Netz der Giftspinne unbeschadet überwunden werden. Nach erfolgreichen Abschluß gab es den Titel „Pokémon-Meister-Trainer 2001“ und den begehrten Pokémon-Orden. Bei der Pokémon-Rallay galt es, das erworbene Wissen aus der virtuellen Welt anzuwenden und die einzelnen Aufgaben im Team zu lösen.

Bei Eltern sind die Pokémons nicht unumstritten. Sie sehen wenig pädagogischen Sinn darin, wenn die Kinder sich in der Sprache der kleinen Monster unterhalten, ihre Elemente und Entwicklungsstufen auswendig lernen und Spaß daran haben, alle der 151 Figuren kennenzulernen. „Verdrängen oder verbieten bringt nichts, außer daß die Kinder noch unkooperativer werden. Ihnen zuhören, sich hineindenken in ihre Welt und sich damit auseinandersetzen - das schien uns der prakikablere Weg. Die virtuellen Pokémon-Erfahrungen in der realen Welt der Kids erlebbar zu machen, auf der Suche nach Lösungen und Freunden, der Überwindung von Schwierigkeiten, mit Abenteuer und Spaß in der Gruppe, das sind die Ziele unserer Freizeitaktionen“, so Carmen Witzel vom Jugend-Sozialwerk Nordhausen. Aus diesem Ansatz heraus Spielsituationen und Erlebnisaktionen zu konzipieren, in denen nicht der im Mittelpunkt steht, der die meisten Pokémon-Karten besitzt, sondern der, der sich für das Team einsetzt, seine Kreativität einbringt und Mut beweist, aber auch eigene Schwächen anzunehmen lernt, ist die Idee der Aktion.

Pädagogisch begleitet wurde das erste deutsche Pokémon-Ferienprojekt von den Studenten Conny Meyer und Melanie Wellmann sowie Prof. Jürgen Fritz von der Fachhochschule Köln. Sie fanden heraus, daß das Pokémon-Universum viele spieldynamische Muster beitet und vielfältig kindliche Bedürfnisse befriedigen kann. Die Idee der thematischen Freizeiten, wie Tabaluga, die Gründung eines Harry-Potter-Fanclubs bis hin zu den Pokémons hat sich seit vier Jahren in der Rothleimmühle etabliert. Die Interessen und Sehnsüchte der Kinder ernst zu nehmen, war der Ausgangspunkt.

Den Mädchen und Jungen hat die erste Pokémon-Ferienfreizeit Deutschlands in der Rothleimmühle sehr viel Spaß gemacht. Mit Begeistung und Feuereifer waren sie bei der Sache. Viel zu schnell verging für sie die erlebnisreichen neun Tage. Aufgrund der überaus großen Nachfrage wird es vom 13. bis 21. August eine Wiederholung dieser vielbeachteten Aktion geben. Dann werden u.a. auch Kids aus Wien dabei sein. Weitere Nachfragen gab es schon aus Portugal und der Schweiz.
Autor: nnz

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