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Farbenspiele im Wahlkampf

Montag, 21. Juni 2004, 14:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor den Landtagswahlen in Thüringen ist über alle möglichen und vielleicht sogar über die unmöglichen Konstellationen nachgedacht worden. Rot-Rot-Grün oder Schwarz-Grün zum Beispiel. Nur eine Kombination spielte keine Rolle: Rot-Rot-Gelb. Doch in einer Stadt im Landkreis Nordhausen ist das jetzt der Fall.


Fritz Helbing ist 53 Jahre alt und parteilos. Der Ingenieur für Landtechnik will ehrenamtlicher Bürgermeister in Heringen werden. Und damit das auch klappt, haben sich die SPD, die PDS und die FDP der Stadt zusammengetan und haben Helbing gemeinsam als Kandidat für dieses Ehrenamt auserkoren.

Dem wahlberechtigten Bürger der Helmestadt haben die drei Parteien das jetzt in einem Flyer kund getan. Für diese drei Parteien haben Hans-Joachim Arendt (FDP), Christel Anrdt (SPD) und Gerhard Heise (PDS) unterschrieben.

Das alles ist dem zweiten Kandidaten für das Bürgermeisteramt, dem Christdemokraten Maik Schröter ziemlich sauer aufgestoßen. An rot-rote Bündnisse hat sich Schröter zwar auch im Landkreis Nordhausen gewöhnen müssen, daß aber die Liberalen dazukommen, das haut für Maik Schröter dem kommunalpolitischen Faß den Boden aus.

„Persönlich fühle ich mich an dieser Stelle gekränkt und verletzt. Ich war immer bemüht, in den letzten zehn Jahren mit dem Bürgermeister Achim Arendt im Sinne der Entwicklung unserer Stadt zusammen zu arbeiten. Die Art von Werbung gemeinsam mit dem roten Lager kann nicht im Interesse der bürgerlichen Wählerinnen und Wähler sein“, schreibt Schröter an den Kreisvorsitzenden der FDP, Claus-Peter Rossberg. Schröter geht noch weiter und fordert Rossberg auf, sich im Namen des Kreisvorstandes davon zu distanzieren. Rossberg war am Nachmittag nicht zu erreichen.
Autor: nnz

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