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Polizeibericht

Bundesweit agierende Diebesbande ausgehoben

Donnerstag, 14. April 2016, 14:13 Uhr
Die Kriminalpolizei Nordhausen konnte jetzt vier Einbrüche aus dem vergangenen Jahr in Firmen in Artern aufklären. Betroffen waren zwei metallverarbeitende Betriebe in der Otto-Brünner-Straße. Eines der Unternehmen war im September von der Diebesbande gleich dreimal heimgesucht worden...

Der Gesamtschaden, der den betroffenen Firmen entstand, wird auf rund 170.000 Euro geschätzt.

Ermittelt wird gegen vier Männer im Alter zwischen 21 und 31 Jahren, die aus Rumänien stammen. Sie sollen einer Bande angehören, die aus mindestens zwölf Männern bestand und bundesweit Einbrüche verübte. Der 31-Jährige sitzt inzwischen in Bayern in Untersuchungshaft.

In Artern waren sie jedes Mal über aufgebrochene Fenster in die Produktionshallen eingestiegen. Abgesehen hatten sie es insbesondere auf Buntmetall und Werkzeuge. Sie gaben sich aber nicht nur mit Metallschrott zufrieden, sondern stahlen auch Rohlinge und fertige Maschinenteile, zum Beispiel Zahnräder aus Messing, aus der Produktion oder den Lagern. Bei einem der Einbrüche nahmen die Diebe auch mehrere Kaffeemaschinen, Reifen, einen PC und teure Spezialwerkzeuge mit.

An einem Samstag im September hatte ein Zeuge einen Transporter und einen LKW mit HAL-Kennzeichen beobachtet. Dabei konnte er nicht ahnen, dass es einen Zusammenhang zu den Einbrüchen gibt.
Als er später seine Beobachtungen der Polizei mitteilte, führte das die Beamten auf die Spur der Bande, die sich unauffällig in einem Wohnhaus in Halle niedergelassen hatte. Von dort aus starteten die Männer ihre Beutezüge in mehrere Bundesländer. Über Wochen ermittelten die Nordhäuser Beamten gemeinsam mit Kollegen aus Sachsen-Anhalt und Bayern, wo die Bande ebenfalls ihre Spuren hinterließ.

Bei mehreren Durchsuchungen wurden Teile der Beute, darunter sieben Laptops, mehrere Kaffeemaschinen und umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Seither sind in Bayern gegen weitere Bandenmitglieder Haftbefehle erlassen worden. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen soll sich einer der Beschuldigten in seine Heimat abgesetzt haben.
Autor: red

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