Kulturszene aktuell
Vortrag im Regionalmuseum
Donnerstag, 14. April 2016, 11:19 Uhr
Neue Forschungen zu Burgen und Pfalzen in Südniedersachsen und im Harz sind das Thema eines Vortrag im Regionalmuseum Bad Frankenhausen. Hier kn mit den Einzelheiten...
Referent ist Thomas Moritz, Niedersachsen am Dienstag, den 19. April 2016, 19.30 Uhr, im Regionalmuseum Bad Frankenhausen.
Den Aprilvortrag im Regionalmuseum hält Thomas Mortiz aus Goslar. Er widmet sich den neuen Sichten auf die baulichen Hinterlassenschaften des Mittelalters im südlichen Niedersachsen und im Harz. Er hat sich die Pfalzen und Burgen dieser Region zum Thema gemacht.
Burgen sind seit jeher faszinierende Objekte, die auf die Menschen eine große Anziehungskraft ausüben, ob als erhaltener Bau, oder als Ruine.
Meistens geht es dann aber den Besuchern aber um das Mystische - Sagen und Märchen, oder um das Schreckliche Raubritter oder Foltern. Mehr wird oft auch nicht gewollt. Doch hat es sich während der letzten 30 Jahre eine neue Wissenschaft zur Aufgabe gemacht, die Burgen in einer ganz neuen Weise zu sehen und zu erforschen die Castellologie. Während der alte Blick der Forschung hauptsächlich auf die Baulichkeiten und deren adlige Bewohner mit Ihren Besitzverhältnissen gerichtet war, sind die Castellologen heute auf ganz anderen Schienen unterwegs ins Mittelalter, nämlich fachübergreifend/interdisziplinär. Mit neuesten Techniken werden die Burgen und ihr Umfeld vermessen.
Sorgfältig durchgeführte und dann auch so dokumentierte Grabungen bringen ein vielfältiges Fundmaterial zu Tage, das von SpezialistenInnen wie Grabungstechnikern, Archäologen, Archäozoologen, Paläo-Ethno-Botanikern, Keramikern Glasforschern, Metallurgen, Malakozoologen, Limnolologen/Oceanographen und vielen anderen bearbeitet wird. Im Abgleich mit Geologen, Geographen, Historikern und Erzählforschern entsteht ein - meist völlig neues - Bild vom Leben auf den Burgen und von den Alltagsverhältnissen ihrer Bewohner.
Thomas Moritz, der Referent an diesem Abend, ist seit 35 Jahren Projektleiter auf der Burg Plesse bei Eddigehausen, im Landkreis Göttingen. Als Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Burgenvereinigung (DBV) arbeitet er überwiegend zu den Burgen im Harzgebiet, mit dem Kaiserhaus-Baukomplex in Goslar und den drei Burg-Anlagen über der Kurstadt Bad Harzburg als Forschungsschwerpunkt. Im Vortrag sollen Ergebnisse dieser Forschungen vorgestellt und Verbindungen zu Anlagen im Bereich Bad Frankenhausen hergestellt werden.
Dabei sollen die Pfalzen Tilleda, Werla und Goslar in Bezug gesetzt, Fundstücke vom Kyffhäuser werden mit denen von der Burg Plesse und der Großen und Kleinen Harzburg verglichen. Auch die Brunnenanlagen der Burgen werden thematisiert. Viele Lichtbilder visualisieren den Vortrag, der etwa 90 Minuten dauert.
Das Regionalmuseum Bad Frankenhausen lädt am Dienstag, 19. April 2016 um 19.30 Uhr zu dieser traditionellen Vortragsreihe ins Schloss ein.
Autor: khhReferent ist Thomas Moritz, Niedersachsen am Dienstag, den 19. April 2016, 19.30 Uhr, im Regionalmuseum Bad Frankenhausen.
Den Aprilvortrag im Regionalmuseum hält Thomas Mortiz aus Goslar. Er widmet sich den neuen Sichten auf die baulichen Hinterlassenschaften des Mittelalters im südlichen Niedersachsen und im Harz. Er hat sich die Pfalzen und Burgen dieser Region zum Thema gemacht.
Burgen sind seit jeher faszinierende Objekte, die auf die Menschen eine große Anziehungskraft ausüben, ob als erhaltener Bau, oder als Ruine.
Meistens geht es dann aber den Besuchern aber um das Mystische - Sagen und Märchen, oder um das Schreckliche Raubritter oder Foltern. Mehr wird oft auch nicht gewollt. Doch hat es sich während der letzten 30 Jahre eine neue Wissenschaft zur Aufgabe gemacht, die Burgen in einer ganz neuen Weise zu sehen und zu erforschen die Castellologie. Während der alte Blick der Forschung hauptsächlich auf die Baulichkeiten und deren adlige Bewohner mit Ihren Besitzverhältnissen gerichtet war, sind die Castellologen heute auf ganz anderen Schienen unterwegs ins Mittelalter, nämlich fachübergreifend/interdisziplinär. Mit neuesten Techniken werden die Burgen und ihr Umfeld vermessen.
Sorgfältig durchgeführte und dann auch so dokumentierte Grabungen bringen ein vielfältiges Fundmaterial zu Tage, das von SpezialistenInnen wie Grabungstechnikern, Archäologen, Archäozoologen, Paläo-Ethno-Botanikern, Keramikern Glasforschern, Metallurgen, Malakozoologen, Limnolologen/Oceanographen und vielen anderen bearbeitet wird. Im Abgleich mit Geologen, Geographen, Historikern und Erzählforschern entsteht ein - meist völlig neues - Bild vom Leben auf den Burgen und von den Alltagsverhältnissen ihrer Bewohner.
Thomas Moritz, der Referent an diesem Abend, ist seit 35 Jahren Projektleiter auf der Burg Plesse bei Eddigehausen, im Landkreis Göttingen. Als Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Burgenvereinigung (DBV) arbeitet er überwiegend zu den Burgen im Harzgebiet, mit dem Kaiserhaus-Baukomplex in Goslar und den drei Burg-Anlagen über der Kurstadt Bad Harzburg als Forschungsschwerpunkt. Im Vortrag sollen Ergebnisse dieser Forschungen vorgestellt und Verbindungen zu Anlagen im Bereich Bad Frankenhausen hergestellt werden.
Dabei sollen die Pfalzen Tilleda, Werla und Goslar in Bezug gesetzt, Fundstücke vom Kyffhäuser werden mit denen von der Burg Plesse und der Großen und Kleinen Harzburg verglichen. Auch die Brunnenanlagen der Burgen werden thematisiert. Viele Lichtbilder visualisieren den Vortrag, der etwa 90 Minuten dauert.
Das Regionalmuseum Bad Frankenhausen lädt am Dienstag, 19. April 2016 um 19.30 Uhr zu dieser traditionellen Vortragsreihe ins Schloss ein.
