nnz-Wahlkampf-Ecke: Kleine Regelschule
Montag, 21. Juni 2004, 10:56 Uhr
Nordhausen/Sollstedt (nnz). Zur Zeit ist es still geworden um die heikle Thematik der Schulnetzplanung in unserem Landkreis. Doch sollten die Politiker unsers Landkreises vor der bevorstehenden Kommunalwahl Farbe bekennen. Das meint Andreas Knuhr.
Natürlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Schülerzahlen in den nächsten Jahren weiter dramatisch sinken werden. So werden sich die Schülerzahlen bis zum Jahr 2007/2008 fast halbieren im Vergleich zu dem Jahr 2000. Deshalb muss selbstverständlich auch über verschieden Formen und Möglichkeiten einer effektiven Nutzung der im Landkreis vorhanden Schulgebäude nachgedacht werden. Aber dieses Nachdenken darf nicht nur zwei Möglichkeiten, wie die Schließung oder die Zusammenlegung beinhalten. Es gibt nämlich noch eine weitere Form, die Kleine Regelschule. In Rahmen von Pilotprojekten wurde bereits in der damals gemeinsamen SPD / CDU Landesregierung sowie auch in der alleinigen CDU Landesregierung, das Modell Kleine Regelschule mit Erfolg untersucht. Auch wenn es kein Allheilmittel ist, sollte man sich mit dieser Möglichkeit intensiver beschäftigen.
Für die Bürger Sollstedts und die angrenzenden Gemeinden ist der Erhalt der Regel- und Grundschule eine Frage der Identität. Eine weitere Frage ist, wie entwickelt sich die Schülerzahl nach dieser Talsohle weiter? Werden jetzt Schlussfolgerungen gezogen, die sich dann nicht wieder korrigieren lassen? Ich bin davon überzeugt, dass trotz geringer Schülerzahlen und einem somit knapp bemessenen Stundenvolumen, dennoch ein lehrplangerechtes Unterrichten gesichert werden kann. Im Gegenteil, ich sehe aufgrund der geringeren Schülerzahl sogar bessere Möglichkeiten des individuellen Eingehens und Betreuens aller Schüler. Gewaltpotenziale; Kriminalität, Drogenmissbrauch und weitere Konfliktsituationen sind mit diesem Modell einfacher überschaubar und frühzeitig erkennbar, was meiner Meinung nach positive Aspekte auf das gesamte Schulklima haben könnte.
Betrachtet man die aktuellen Ergebnisse der PISA - Studie, sollte man von der Zentralisierung von Schulen erst recht abkommen. Es ist meine Aufgabe als Kommunalpolitiker Bildung für Schüler attraktiver zu gestalten. Das bedeutet Lebens- und Bildungsräume für Schüler zu schaffen, die bessere Lernvoraussetzungen und somit auch bessere Lernbedingungen bieten.
In kleinen, überschaubaren Schulen können Schüler untereinander intensiver Sozialbeziehungen aufbauen, die in der Regel auch nachmittags in den Angeboten der Schuljugendarbeit vertieft werden können.
Andreas Knuhr, Nordhausen
Autor: nnzNatürlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Schülerzahlen in den nächsten Jahren weiter dramatisch sinken werden. So werden sich die Schülerzahlen bis zum Jahr 2007/2008 fast halbieren im Vergleich zu dem Jahr 2000. Deshalb muss selbstverständlich auch über verschieden Formen und Möglichkeiten einer effektiven Nutzung der im Landkreis vorhanden Schulgebäude nachgedacht werden. Aber dieses Nachdenken darf nicht nur zwei Möglichkeiten, wie die Schließung oder die Zusammenlegung beinhalten. Es gibt nämlich noch eine weitere Form, die Kleine Regelschule. In Rahmen von Pilotprojekten wurde bereits in der damals gemeinsamen SPD / CDU Landesregierung sowie auch in der alleinigen CDU Landesregierung, das Modell Kleine Regelschule mit Erfolg untersucht. Auch wenn es kein Allheilmittel ist, sollte man sich mit dieser Möglichkeit intensiver beschäftigen.
Für die Bürger Sollstedts und die angrenzenden Gemeinden ist der Erhalt der Regel- und Grundschule eine Frage der Identität. Eine weitere Frage ist, wie entwickelt sich die Schülerzahl nach dieser Talsohle weiter? Werden jetzt Schlussfolgerungen gezogen, die sich dann nicht wieder korrigieren lassen? Ich bin davon überzeugt, dass trotz geringer Schülerzahlen und einem somit knapp bemessenen Stundenvolumen, dennoch ein lehrplangerechtes Unterrichten gesichert werden kann. Im Gegenteil, ich sehe aufgrund der geringeren Schülerzahl sogar bessere Möglichkeiten des individuellen Eingehens und Betreuens aller Schüler. Gewaltpotenziale; Kriminalität, Drogenmissbrauch und weitere Konfliktsituationen sind mit diesem Modell einfacher überschaubar und frühzeitig erkennbar, was meiner Meinung nach positive Aspekte auf das gesamte Schulklima haben könnte.
Betrachtet man die aktuellen Ergebnisse der PISA - Studie, sollte man von der Zentralisierung von Schulen erst recht abkommen. Es ist meine Aufgabe als Kommunalpolitiker Bildung für Schüler attraktiver zu gestalten. Das bedeutet Lebens- und Bildungsräume für Schüler zu schaffen, die bessere Lernvoraussetzungen und somit auch bessere Lernbedingungen bieten.
In kleinen, überschaubaren Schulen können Schüler untereinander intensiver Sozialbeziehungen aufbauen, die in der Regel auch nachmittags in den Angeboten der Schuljugendarbeit vertieft werden können.
Andreas Knuhr, Nordhausen
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die in der nnz-Wahlkampf-Ecke dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
