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nnz-Bücherkiste: Musikalischer Lebensretter

Sonntag, 20. Juni 2004, 14:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Musik kann bestimmte Erinnerungen wecken, Gefühle und Bilder hervorrufen. Es gibt Songs, bei denen man das Radio lauter dreht und die man unter der Dusche singt, die einem die Tränen in die Augen treiben oder gute Laune verbreiten. Aber ist Musik auch der Schlüssel zu unserer Seele?....


In ihrem Roman "Song Reader" erzählt Lisa Tucker die Geschichte von Mary Beth, die die Gabe hat, in den Liedzeilen, die ihre Mitmenschen auf
irgendeine Art beschäftigen, deren Unterbewusstsein, ihre verdeckten
Probleme, Sorgen, Wünsche und Ängste gespiegelt zu sehen. Sie lebt mit ihrer zwölf Jahre jüngeren Schwester Leeann und ihrem Adoptivsohn Tommy in Tainer, einer ruhigen Kleinstadt im Süden der USA und hat als Songdeuterin ihren - meist weiblichen - Kunden schon oft zu einem glücklicheren Leben verholfen.

Auch Teenager Leeann, aus deren Perspektive dem Leser das Romangeschehen geschildert wird, bewundert ihre Schwester und hilft, wo sie kann. Doch als Mary Beth durch die Songs einer Kundin ein streng behütetes Geheimnis lüftet, wird ein Skandal ausgelöst, der bei vielen Einwohnern der Kleinstadt die Bewunderung für Mary Beths Künste in Hass umschlagen lässt und auch die Beziehung zwischen den beiden Schwestern schlagartig verändert. Leeann muss schmerzlich erkennen, dass ihr Mary Beth nicht immer die Wahrheit gesagt hat.

Lisa Tucker hat mit ihrem Debüt "Song Reader", der jetzt im Eichborn-Verlag erschienen ist, einen fesselnden Roman voller Überraschungen vorgelegt: eine faszinierende, vielschichtige Geschichte über das Erwachsenwerden, über zwei außergewöhnliche Schwestern und über ein Leben voller Musik.
Autor: nnz

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