Gedenkdemos von links und rechts
Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!
Sonntag, 03. April 2016, 19:00 Uhr
Heute vor 71 Jahren begannen die großflächigen Bombardements Nordhausens im zweiten Weltkrieg. Gleich zwei Gedenkveranstaltungen waren heute in der Stadt zu sehen. Auf den August-Bebel-Platz hatte das Bündnis gegen Rechtsextremismus geladen...
Man habe keine klassische Gegendemo organisieren wollen, hieß es am Nachmittag von Seiten des Bündnisses, vielmehr gehe es in dem Bezug zum historischen Datum darum, der Opfer des nationalsozialistischen Regimes zu Gedenken.
Deswegen verzichtete man auch auf die übliche musikalische Beschallung. Dass der Krieg damals nach Nordhausen zurückgekehrt war, sei nichts anderes gewesen als die Reaktion auf die Gräueltaten der NS-Diktatur, meinte Tim Rosenstock von der Partei Die Linke.
Gegen etwas demonstrierte man aber auch - auf dem Theaterplatz hatte sich die "Volksbewegung Nordthüringen" versammelt. "Das sind keine besorgten Bürger, sondern Antisemiten, Rassisten und Neonazis", erklärte Michael Mohr, niemand anderes stehe hinter der Volksbewegung. Die betreibe Geschichtsklitterung und schramme sehr knapp an der Holocaust-Leugnung vorbei, diesem Weltbild dürfe und wolle man keinen Raum geben, sagte Rosenstock.
Maximilian Schröter von der SPD erinnerte an die Verfolgung der Nordhäuser Sozialdemokraten während des NS-Regimes, man dürfe auch heute die Gefahr der moderner geistiger Brandstifter nicht unterschätzen. "Pluralismus, Mitmenschlichkeit und Vernunft dürfen keine leeren Worthülsen sein", sagte Schröter, "die Geschichte darf sich nicht wiederholen".
Vom August-Bebel-Platz zog man zum Töpfertor und von dort aus zum Marktplatz. Laut Polizei befanden sich rund 40 Personen auf der Wanderkundgebung. Ähnlich soviel konnte die Volksbewegung für sich reklamieren, trotz vieler Flyer, die in Nordhäuser Briefkästen zu finden waren. In den ersten Reden ging es wieder gegen die ausgemachten Feinde dieses Landes, gegen die USA zum Beispiel, die in ihren 240 Jahren 90 Prozent davon im Krieg sich befinden.
Angelo Glashagel/Peter-Stefan Greiner
Autor: redMan habe keine klassische Gegendemo organisieren wollen, hieß es am Nachmittag von Seiten des Bündnisses, vielmehr gehe es in dem Bezug zum historischen Datum darum, der Opfer des nationalsozialistischen Regimes zu Gedenken.
Deswegen verzichtete man auch auf die übliche musikalische Beschallung. Dass der Krieg damals nach Nordhausen zurückgekehrt war, sei nichts anderes gewesen als die Reaktion auf die Gräueltaten der NS-Diktatur, meinte Tim Rosenstock von der Partei Die Linke.
Gegen etwas demonstrierte man aber auch - auf dem Theaterplatz hatte sich die "Volksbewegung Nordthüringen" versammelt. "Das sind keine besorgten Bürger, sondern Antisemiten, Rassisten und Neonazis", erklärte Michael Mohr, niemand anderes stehe hinter der Volksbewegung. Die betreibe Geschichtsklitterung und schramme sehr knapp an der Holocaust-Leugnung vorbei, diesem Weltbild dürfe und wolle man keinen Raum geben, sagte Rosenstock.
Maximilian Schröter von der SPD erinnerte an die Verfolgung der Nordhäuser Sozialdemokraten während des NS-Regimes, man dürfe auch heute die Gefahr der moderner geistiger Brandstifter nicht unterschätzen. "Pluralismus, Mitmenschlichkeit und Vernunft dürfen keine leeren Worthülsen sein", sagte Schröter, "die Geschichte darf sich nicht wiederholen".
Vom August-Bebel-Platz zog man zum Töpfertor und von dort aus zum Marktplatz. Laut Polizei befanden sich rund 40 Personen auf der Wanderkundgebung. Ähnlich soviel konnte die Volksbewegung für sich reklamieren, trotz vieler Flyer, die in Nordhäuser Briefkästen zu finden waren. In den ersten Reden ging es wieder gegen die ausgemachten Feinde dieses Landes, gegen die USA zum Beispiel, die in ihren 240 Jahren 90 Prozent davon im Krieg sich befinden.
Angelo Glashagel/Peter-Stefan Greiner


