Bleicherode
Gemeinsam gegen Rückentücken
Mittwoch, 16. März 2016, 13:35 Uhr
Zum nationalen Tag der Rückengesundheit kamen am Dienstag rund 70 Besucher in die HELIOS Klinik Bleicherode. Sandra Holberg-Busch, Leiterin der Physiotherapie, sprach über den Aufbau und die Funktion der Wirbelsäule, Ursachen und Folgen von Rückenschmerzen und zeigte Rückentücken im Alltag...
...und wie diesen präventiv begegnen werden kann. Nach der medizinischen Einführung staunten die Besucher nicht schlecht, als die Physiotherapeutin verschiedene Belastungen darstellte, die unsere Wirbelsäule tagtäglich aushalten muss. So wiegt die Belastung des ruhigen Liegens allein 20 Kilogramm, ein vorgebeugtes Sitzen ganze 170 Kilogramm und das Anheben eines Bierkastens stolze 500 Kilogramm, die bei dieser Tätigkeit auf die Wirbelsäule einwirken.
Nach Angaben der AOK, klagt mindestens jeder dritte Bundesbürger einmal pro Jahr über Schmerzen im Rücken. Die Ursachen sind vielseitig. Einseitige körperliche Belastungen, Übergewicht, Stress, Bewegungsmangel und muskuläre Dysbalancen sind nur einige Faktoren, die zu einem schmerzenden Rücken führen, erklärt Sandra Holberg-Busch. Besonders dramatisch sei hierbei die Entwicklung der jungen Betroffenen. Laut einer Studie der Betriebskrankenkassen sind circa 60 Prozent der 14 bis 29Jährigen bereits von Rückenschmerzen betroffen – Tendenz steigend! Junge Menschen bewegen sich heutzutage nicht mehr so viel, wie früher, erklärt Holberg-Busch diesen Trend.
Die Folgen nicht behandelter Rückenschmerzen gehen schleichend in langanhaltende schmerzliche Einschränkungen des Bewegungsapparates über und belasten das Wohlbefinden spürbar. Kopfschmerzen, Migräne, Schwindelanfälle, aber auch Tinnitus, Schluckbeschwerden oder eine schiefe Körperhaltung sind zu nennen.
Für Erheiterung, aber auch Besorgnis sorgte ein aktuelles Phänomen: Der Handy-Hals. Was wie ein Scherz klingt, ist tatsächlich das Ergebnis einer medizinischen Studie, welches die Belastung auf die Wirbelsäule durch eine permanente Kopfneigung auf das Smartphones untersucht. So wirken durch den Blick auf das Telefon mitunter bis zu 27 Kilogramm auf die Wirbelsäule bei einer 60 Grad-Kopfneigung nach vorn – eine Belastung, die täglich über einen langen Zeitraum durchgeführt wird. Um schwerwiegenden Folgen vorzubeugen, ist eine abwechslungsreiche Bewegung das A und O, sagt Sandra Holberg-Busch. Bei Rückenschmerzen sollte zudem immer ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und einen Behandlungsplan zu erstellen.
Im Anschluss zeigte Katrin Sartory Präventionsübungen zur Kräftigung der Muskulatur sowie Bewegungsabläufe für einen gesunden Halteapparat. Die Übungen wurden im Sitzen durchgeführt und so erkannten die Besucher: Prävention kann jeder und überall – ob beim Fernsehen oder am Arbeitsplatz! Der Tag der Rückengesundheit findet jedes Jahr am 15. März statt.
Autor: red...und wie diesen präventiv begegnen werden kann. Nach der medizinischen Einführung staunten die Besucher nicht schlecht, als die Physiotherapeutin verschiedene Belastungen darstellte, die unsere Wirbelsäule tagtäglich aushalten muss. So wiegt die Belastung des ruhigen Liegens allein 20 Kilogramm, ein vorgebeugtes Sitzen ganze 170 Kilogramm und das Anheben eines Bierkastens stolze 500 Kilogramm, die bei dieser Tätigkeit auf die Wirbelsäule einwirken.
Nach Angaben der AOK, klagt mindestens jeder dritte Bundesbürger einmal pro Jahr über Schmerzen im Rücken. Die Ursachen sind vielseitig. Einseitige körperliche Belastungen, Übergewicht, Stress, Bewegungsmangel und muskuläre Dysbalancen sind nur einige Faktoren, die zu einem schmerzenden Rücken führen, erklärt Sandra Holberg-Busch. Besonders dramatisch sei hierbei die Entwicklung der jungen Betroffenen. Laut einer Studie der Betriebskrankenkassen sind circa 60 Prozent der 14 bis 29Jährigen bereits von Rückenschmerzen betroffen – Tendenz steigend! Junge Menschen bewegen sich heutzutage nicht mehr so viel, wie früher, erklärt Holberg-Busch diesen Trend.
Die Folgen nicht behandelter Rückenschmerzen gehen schleichend in langanhaltende schmerzliche Einschränkungen des Bewegungsapparates über und belasten das Wohlbefinden spürbar. Kopfschmerzen, Migräne, Schwindelanfälle, aber auch Tinnitus, Schluckbeschwerden oder eine schiefe Körperhaltung sind zu nennen.
Für Erheiterung, aber auch Besorgnis sorgte ein aktuelles Phänomen: Der Handy-Hals. Was wie ein Scherz klingt, ist tatsächlich das Ergebnis einer medizinischen Studie, welches die Belastung auf die Wirbelsäule durch eine permanente Kopfneigung auf das Smartphones untersucht. So wirken durch den Blick auf das Telefon mitunter bis zu 27 Kilogramm auf die Wirbelsäule bei einer 60 Grad-Kopfneigung nach vorn – eine Belastung, die täglich über einen langen Zeitraum durchgeführt wird. Um schwerwiegenden Folgen vorzubeugen, ist eine abwechslungsreiche Bewegung das A und O, sagt Sandra Holberg-Busch. Bei Rückenschmerzen sollte zudem immer ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und einen Behandlungsplan zu erstellen.
Im Anschluss zeigte Katrin Sartory Präventionsübungen zur Kräftigung der Muskulatur sowie Bewegungsabläufe für einen gesunden Halteapparat. Die Übungen wurden im Sitzen durchgeführt und so erkannten die Besucher: Prävention kann jeder und überall – ob beim Fernsehen oder am Arbeitsplatz! Der Tag der Rückengesundheit findet jedes Jahr am 15. März statt.

