Um den Fortbestand bemüht
Donnerstag, 17. Juni 2004, 21:37 Uhr
Nordhausen (nnz). Ehrenamtliches Engagement ist zu einer unverzichtbaren Stütze der Gesellschaft geworden. Bürgerinnen und Bürger, die sich unentgeltlich nützlich machen wollen, suchen in der Regel die Freiwilligen-Agentur des Jugendhilfevereins HORIZONT auf. Aber dieser Agentur droht das Aus. Näheres dazu erfahren Sie wie immer mit einem Klick auf MEHR.
Viele Bürger bieten unentgeltlich ihre Fähigkeiten und Erfahrungen an, und wollen sich in Vereine einbringen oder einen Teil ihrer Zeit in den Dienst von Initiativen stellen. Andererseits könnten Vereine, freie soziale Träger und Institutionen viele Aufgaben nicht mehr wahrnehmen, wenn es ehrenamtliches Engagement nicht gäbe. Deshalb haben sich in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland verstärkt Freiwilligenagenturen gegründet, denen es um die Förderung bürgerschaftlichen Engagements geht. Sie sind Vermittler zwischen Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig engagieren wollen, und Einrichtungen und Organisationen, die mit Freiwilligen arbeiten wollen. Freiwilligenagenturen richten ihre Angebote grundsätzlich an alle Bevölkerungs- und Altersgruppen
Im März 2002 initiierte René Kübler, Geschäftsführer des HORIZONT, in enger Zusammenarbeit mit dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Thüringen eine vom Arbeitsamt geförderte Freiwilligenagentur im Verein, die sich als eine Anlaufstelle für engagementbereite Menschen und gemeinnützigen Organisationen sowie Institutionen und Verbänden der Nordhäuser Region versteht. Ziel ist es, interessierten Bürgern eine breite Auswahl individueller Einsatzmöglichkeiten unterschiedlicher Art und Intensität in Vereinen und Verbänden, in den Bereichen Kultur und Ökologie sowie im Gesundheits- und Sozialbereich in der Stadt und im Landkreis Nordhausen anzubieten.
Wie sich im Laufe der vergangenen zwei Jahre herausstellte, traf man mit der Initiierung dieser Einrichtung eine absolut richtige und wichtige Entscheidung. Bisher kontaktierten über 300 Personen unterschiedlichsten Alters und sozialer Stellung diese Agentur. Sie wird ebenso von Rentnern aufgesucht wie von Jugendlichen und vor allem von arbeitslosen Menschen, die in der ehrenamtlichen Tätigkeit die einzige Möglichkeit sehen, sich zu verwirklichen und sich in die Gesellschaft einzubringen. Außerdem betrachten viele dieses unentgeltliche Engagement als bessere Chance für eine Anstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Bisher wurden in der Agentur über 250 Einzelgespräche geführt. Fast 100 Bürgerinnen und Bürger konnten an Vereine und Institutionen der Region vermittelt werden, die sich dort max. 14 Stunden pro Woche entsprechend ihren Fähigkeiten, Fertigkeiten, Erfahrungen, Interessenslage und Neigungen einbringen und sich nützlich machen. Fünf Frauen zwischen 40 und 55 Jahren erhielten über das Ehrenamt eine Festanstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. In den persönlichen Gesprächen zwischen der Projektmitarbeitern und den ehrenamtlich Tätigen baute sich ein Vertrauensverhältnis auf, welches sich in zahlreichen Kontakten, vor allen mit den bereits vermittelten Personen widerspiegelte. Eine konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit besteht zwischen der Freiwilligen-Agentur des HORIZONT und dem Kulturamt der Stadt Nordhausen sowie zur Landesgartenschau GmbH. Bisher konnten 28 Personen dorthin vermittelt werden. Auch der Einsatz im Umwelt- und Grünordnungsamt ist in absehbarer Zeit denkbar.
Der Bedarf an ehrenamtlich Tätigen ist groß. Im August 2004 endet die vom Arbeitsamt geförderte Maßnahme. Geschäftsführer René Kübler, sich der Verantwortung für das ehrenamtliche Engagement bewusst, stellte bei der Thüringer Ehrenamtsstiftung einen Antrag auf Förderung und wandte sich darüber hinaus auch hilfesuchend an die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, um die erfolgreiche Arbeit der Agentur weiterführen zu können. Die Oberbürgermeisterin sagte zu, die Bemühungen um den Fortbestand der Agentur zu unterstützen. Denn für die an einer ehrenamtlicher Tätigkeit interessierten Personen würde mit dem Wegfall der Einrichtung die wichtige Kontaktstelle in der Nordthüringer Region verschwinden – ein Umstand, der außerordentlich bedauerlich wäre, so Barbara Rinke. Nun hofft man im HORIZONT auch auf eine positive Antwort von der Ehrenamtstiftung.
Autor: rhViele Bürger bieten unentgeltlich ihre Fähigkeiten und Erfahrungen an, und wollen sich in Vereine einbringen oder einen Teil ihrer Zeit in den Dienst von Initiativen stellen. Andererseits könnten Vereine, freie soziale Träger und Institutionen viele Aufgaben nicht mehr wahrnehmen, wenn es ehrenamtliches Engagement nicht gäbe. Deshalb haben sich in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland verstärkt Freiwilligenagenturen gegründet, denen es um die Förderung bürgerschaftlichen Engagements geht. Sie sind Vermittler zwischen Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig engagieren wollen, und Einrichtungen und Organisationen, die mit Freiwilligen arbeiten wollen. Freiwilligenagenturen richten ihre Angebote grundsätzlich an alle Bevölkerungs- und Altersgruppen
Im März 2002 initiierte René Kübler, Geschäftsführer des HORIZONT, in enger Zusammenarbeit mit dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Thüringen eine vom Arbeitsamt geförderte Freiwilligenagentur im Verein, die sich als eine Anlaufstelle für engagementbereite Menschen und gemeinnützigen Organisationen sowie Institutionen und Verbänden der Nordhäuser Region versteht. Ziel ist es, interessierten Bürgern eine breite Auswahl individueller Einsatzmöglichkeiten unterschiedlicher Art und Intensität in Vereinen und Verbänden, in den Bereichen Kultur und Ökologie sowie im Gesundheits- und Sozialbereich in der Stadt und im Landkreis Nordhausen anzubieten.
Wie sich im Laufe der vergangenen zwei Jahre herausstellte, traf man mit der Initiierung dieser Einrichtung eine absolut richtige und wichtige Entscheidung. Bisher kontaktierten über 300 Personen unterschiedlichsten Alters und sozialer Stellung diese Agentur. Sie wird ebenso von Rentnern aufgesucht wie von Jugendlichen und vor allem von arbeitslosen Menschen, die in der ehrenamtlichen Tätigkeit die einzige Möglichkeit sehen, sich zu verwirklichen und sich in die Gesellschaft einzubringen. Außerdem betrachten viele dieses unentgeltliche Engagement als bessere Chance für eine Anstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Bisher wurden in der Agentur über 250 Einzelgespräche geführt. Fast 100 Bürgerinnen und Bürger konnten an Vereine und Institutionen der Region vermittelt werden, die sich dort max. 14 Stunden pro Woche entsprechend ihren Fähigkeiten, Fertigkeiten, Erfahrungen, Interessenslage und Neigungen einbringen und sich nützlich machen. Fünf Frauen zwischen 40 und 55 Jahren erhielten über das Ehrenamt eine Festanstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. In den persönlichen Gesprächen zwischen der Projektmitarbeitern und den ehrenamtlich Tätigen baute sich ein Vertrauensverhältnis auf, welches sich in zahlreichen Kontakten, vor allen mit den bereits vermittelten Personen widerspiegelte. Eine konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit besteht zwischen der Freiwilligen-Agentur des HORIZONT und dem Kulturamt der Stadt Nordhausen sowie zur Landesgartenschau GmbH. Bisher konnten 28 Personen dorthin vermittelt werden. Auch der Einsatz im Umwelt- und Grünordnungsamt ist in absehbarer Zeit denkbar.
Der Bedarf an ehrenamtlich Tätigen ist groß. Im August 2004 endet die vom Arbeitsamt geförderte Maßnahme. Geschäftsführer René Kübler, sich der Verantwortung für das ehrenamtliche Engagement bewusst, stellte bei der Thüringer Ehrenamtsstiftung einen Antrag auf Förderung und wandte sich darüber hinaus auch hilfesuchend an die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, um die erfolgreiche Arbeit der Agentur weiterführen zu können. Die Oberbürgermeisterin sagte zu, die Bemühungen um den Fortbestand der Agentur zu unterstützen. Denn für die an einer ehrenamtlicher Tätigkeit interessierten Personen würde mit dem Wegfall der Einrichtung die wichtige Kontaktstelle in der Nordthüringer Region verschwinden – ein Umstand, der außerordentlich bedauerlich wäre, so Barbara Rinke. Nun hofft man im HORIZONT auch auf eine positive Antwort von der Ehrenamtstiftung.
