Schillergymnasium zu Gast in Dora
Unterricht am anderen Ort
Montag, 14. März 2016, 09:00 Uhr
Ein Besuch der Gedenkstätte Mittelbau-Dora ist für die Schülerinnen und Schüler der Region selbstverständlich. Der erste Kontakt mit Dora aber ist immer etwas ganz eigenes. Für die Klasse 10b des Friedrich-Schiller Gymnasiums war es jetzt soweit und Lukas hat für seine Klasse ihre Eindrücke niedergeschrieben...
Unsere Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora fand am letzten Schultag vor den Winterferien statt. Wir wurden von unserem Geschichtslehrer, der selbst engagiert bei der Gedenkstätte arbeitet, durch den Stollen und das Lager geführt.
An dem Tag herrschte schönes Wetter und die Sonne schien, wodurch wir einen guten Blick auf Nordhausen und Umgebung hatten. Uns erschien dies äußerst surreal bei einem so schönen Wetter an einem solch düsteren Ort zu sein. Die Führung war sehr informativ und interessant gestaltet. Niemand von uns hätte gedacht, dass die Baracken zwei bis dreifach überfüllt sein konnten oder dass kurz vor Kriegsende ein solches Stollennetzwerk ausgeweitet werden konnte. Auch wenn das Lager im Vergleich zu Auschwitz oder Buchenwald klein zu sein scheint, ist es sehr groß.
Die Klasse 10b des Bleicheröder Schiller Gymnasiums zu Besuch in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora (Foto: Schiller Gymnasium Bleicherode)
Nur ein Drittel liegt frei auf dem Kohnstein, der Rest befindet sich im Wald. Der heute begehbare Teil des Stollens scheint gigantische Ausmaße zu haben, jedoch sind es nur 3% des gesamten Systems. Der Appellplatz stimmte die meisten von uns noch nachdenklicher. Hier standen jeden Tag oft stundenlang die Häftlinge und waren der Willkür der SS-Aufseher ausgeliefert. Für alle war das Krematorium ein Ort, an dem die Wirklichkeit aufhört. Durch die Beschreibung der Geschehnisse, durch den Gang ins Krematorium, einen Blick in die Öfen und auf die Gedenktafeln, fühlten wir uns wie aus der Welt gerissen.
Insgesamt war die Stimmung sehr gedrückt, da wir uns immer wieder das Leid der Häftlinge ins Gedächtnis riefen. Wer das ehemalige Lager Dora besuchen möchte, sollte Zeit mitbringen, um diesen Ort mit allen Facetten auf sich wirken zu lassen. Des Weiteren möchten wir uns bei unserem Lehramtsanwärter Herrn Roth, der unser Interesse durch seine Ausführungen weckte, bedanken.
Lukas Glaubrecht, Florian Ebe 10b
Autor: redUnsere Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora fand am letzten Schultag vor den Winterferien statt. Wir wurden von unserem Geschichtslehrer, der selbst engagiert bei der Gedenkstätte arbeitet, durch den Stollen und das Lager geführt.
An dem Tag herrschte schönes Wetter und die Sonne schien, wodurch wir einen guten Blick auf Nordhausen und Umgebung hatten. Uns erschien dies äußerst surreal bei einem so schönen Wetter an einem solch düsteren Ort zu sein. Die Führung war sehr informativ und interessant gestaltet. Niemand von uns hätte gedacht, dass die Baracken zwei bis dreifach überfüllt sein konnten oder dass kurz vor Kriegsende ein solches Stollennetzwerk ausgeweitet werden konnte. Auch wenn das Lager im Vergleich zu Auschwitz oder Buchenwald klein zu sein scheint, ist es sehr groß.
Die Klasse 10b des Bleicheröder Schiller Gymnasiums zu Besuch in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora (Foto: Schiller Gymnasium Bleicherode)
Nur ein Drittel liegt frei auf dem Kohnstein, der Rest befindet sich im Wald. Der heute begehbare Teil des Stollens scheint gigantische Ausmaße zu haben, jedoch sind es nur 3% des gesamten Systems. Der Appellplatz stimmte die meisten von uns noch nachdenklicher. Hier standen jeden Tag oft stundenlang die Häftlinge und waren der Willkür der SS-Aufseher ausgeliefert. Für alle war das Krematorium ein Ort, an dem die Wirklichkeit aufhört. Durch die Beschreibung der Geschehnisse, durch den Gang ins Krematorium, einen Blick in die Öfen und auf die Gedenktafeln, fühlten wir uns wie aus der Welt gerissen.
Insgesamt war die Stimmung sehr gedrückt, da wir uns immer wieder das Leid der Häftlinge ins Gedächtnis riefen. Wer das ehemalige Lager Dora besuchen möchte, sollte Zeit mitbringen, um diesen Ort mit allen Facetten auf sich wirken zu lassen. Des Weiteren möchten wir uns bei unserem Lehramtsanwärter Herrn Roth, der unser Interesse durch seine Ausführungen weckte, bedanken.
Lukas Glaubrecht, Florian Ebe 10b
