Kulturszene aktuell
Glanzvolle Eröffnung der Kulturnacht
Sonntag, 13. März 2016, 00:40 Uhr
Mit der Sonderausstellung "Heinz Zander - Wanderungen auf vergessenen Wegen" die vom 12. März - 12. Juni 2016 im Panorama Museum Bad Frankenhausen zu sehen sein wird, hatte man einen glanzvollen Start in die Nordthüringer Kulturnacht...
Das die Ausstellungseröffnungen im Panorama Museum Bad Frankenhausen immer recht gut besucht sind. ist nicht neu, aber gestern war der Ansturm recht gewaltig. Da reichten die Stühle bei weitem nicht und neben Stehplätzen mussten die Aufgangstreppen herhalten.
Da es sich um die Nordthüringer Kulturnacht handelte, waren auch politische Gäste aus den beteiligten Städten dabei, so Hannelore Haase, 2. Beigeordnete der Stadt Nordhausen und Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer. Zwar war auch Bleicherodes Bürgermeister Frank Rosteck angekündigt, aber in der Masse der Besuche nicht zu sichten.
Die Begrüßung übernahm Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc. Er würdigte die neue Konzeption, die zur nun schon 8. Nordthüringer Kulturnacht angewendet wurde, weil man so in einer Stadt konzentriert ein breites kulturelles Angebot bieten kann.
In Bad Frankenhausen wurden an 10 verschiedenen Orten (auch Oldisleben dabei) 16 Veranstaltungen angeboten, mit einer sehr breiten Palette. Die Kulturnacht wird 2017 in Nordhausen und 2018 in Sondershausen fortgesetzt.
Die Ausstellung "Heinz Zander - Wanderungen auf vergessenen Wegen", die von der Sparkassen-Kulturstiftung und der Thüringer Staatskanzlei unterstützt wird, zeigt ein breites Spektrum der Arbeiten des Künstlers, wie sie selten zu sehen ist. Museumsdirektor Gerd Lindner hielt eine bemerkenswerte Laudatio, von der Sie hier Auszüge erhalten.
Im Laufe seines Schaffens ist so ein immenses Werk entstanden, das einer anderen Zeit, einer vergessenen Welt, einem verwunschenen Paradies entsprungen scheint. Unter dem Titel Wanderungen auf vergessenen Wegen präsentiert das Panorama Museum nunmehr über 150 Werke des Künstlers, darunter 75 fast ausnahmslos noch unpublizierte Gemälde aus immerhin 35 Schaffensjahren (von 1979 bis heute) und 30 Zeichnungen, feinste ästhetische Präparate in Grafit, entstanden hauptsächlich in den Achtzigern. Hinzu kommen mehr als 40 Radierungen aus der Zeit von 1966 bis 1994, die sämtlich aus dem umfangreichen Sammlungsbestand des Panorama Museums stammen.
In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts kam es im Gegenzug zu Abstraktion und Realismus auch zu einer Neubewertung der Tradition im Geist des Manierismus. Kaum ein anderer Künstler ist in der Kultivierung eines stilbewussten Stils dabei so weit gegangen wie Heinz Zander (geboren 1939, tätig in Leipzig), der nicht nur als Maler, Grafiker und Zeichner einen Namen hat, sondern auch als Autor von Romanen und Erzählungen hevorgetreten ist.
Heinz Zander erweist sich dabei als Protagonist jenes quasi postmodernen »Leipziger Manierismus«, der gegründet ist auf Tradition, doch mehr noch auf Subjektivität, Eigenart und Selbstreflexion im Streben nach einem Besonderen, nach Seltsamkeiten, nach Artifizialität, metaphorischer Phantastik und archetypischer Gegenständlichkeit. Die Wurzeln dieser auch interpretatorisch anspruchsvollen Kunstwelt sind dabei keineswegs nur auf den Manierismus des 16. Jahrhunderts beschränkt.
Die Inspirationsfelder zeigen sich weitaus vielgestaltiger und differenzierter. Literarische Anregungen verbinden und durchdringen sich mit Elementen der Szenografie und des Theaters, kunsthistorische Überlieferungen mit ästhetischen Traktaten und einer zuweilen uferlos schweifenden bildnerischen Phantasie. Bild- und Erzählstrategien der Renaissance und des Barock überlagern sich mit Stilformen des Symbolismus und der Romantik. Hinzu kommt das ineinander von antiker Mythologie, mittelalterlicher Sagenwelt und märchenhaften Geschichten, das auf einer höchst subjektiven und oft auch betont rätselhaften, komplizierten gedanklichen Sinngebung beruht, die im Geiste Umberto Ecos voller Ironie und ohne Unschuld ist und Zanders Werk in den Kontext eines künstlerischen Phänomens von zumindest europäischen Dimensionen rückt: einen postmodernen abendländischen
Neo-Manierismus.
Wer wollte konnte sich hier den Ausstellungskatalog oder Poster vom Künstler signieren lassen.
Die musikalische Umrahmung übernahmen Kerstin Langenhan und Arne Puschnerus.
Autor: khhDas die Ausstellungseröffnungen im Panorama Museum Bad Frankenhausen immer recht gut besucht sind. ist nicht neu, aber gestern war der Ansturm recht gewaltig. Da reichten die Stühle bei weitem nicht und neben Stehplätzen mussten die Aufgangstreppen herhalten.
Da es sich um die Nordthüringer Kulturnacht handelte, waren auch politische Gäste aus den beteiligten Städten dabei, so Hannelore Haase, 2. Beigeordnete der Stadt Nordhausen und Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer. Zwar war auch Bleicherodes Bürgermeister Frank Rosteck angekündigt, aber in der Masse der Besuche nicht zu sichten.
Die Begrüßung übernahm Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc. Er würdigte die neue Konzeption, die zur nun schon 8. Nordthüringer Kulturnacht angewendet wurde, weil man so in einer Stadt konzentriert ein breites kulturelles Angebot bieten kann.
In Bad Frankenhausen wurden an 10 verschiedenen Orten (auch Oldisleben dabei) 16 Veranstaltungen angeboten, mit einer sehr breiten Palette. Die Kulturnacht wird 2017 in Nordhausen und 2018 in Sondershausen fortgesetzt.
Die Ausstellung "Heinz Zander - Wanderungen auf vergessenen Wegen", die von der Sparkassen-Kulturstiftung und der Thüringer Staatskanzlei unterstützt wird, zeigt ein breites Spektrum der Arbeiten des Künstlers, wie sie selten zu sehen ist. Museumsdirektor Gerd Lindner hielt eine bemerkenswerte Laudatio, von der Sie hier Auszüge erhalten.
Im Laufe seines Schaffens ist so ein immenses Werk entstanden, das einer anderen Zeit, einer vergessenen Welt, einem verwunschenen Paradies entsprungen scheint. Unter dem Titel Wanderungen auf vergessenen Wegen präsentiert das Panorama Museum nunmehr über 150 Werke des Künstlers, darunter 75 fast ausnahmslos noch unpublizierte Gemälde aus immerhin 35 Schaffensjahren (von 1979 bis heute) und 30 Zeichnungen, feinste ästhetische Präparate in Grafit, entstanden hauptsächlich in den Achtzigern. Hinzu kommen mehr als 40 Radierungen aus der Zeit von 1966 bis 1994, die sämtlich aus dem umfangreichen Sammlungsbestand des Panorama Museums stammen.
In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts kam es im Gegenzug zu Abstraktion und Realismus auch zu einer Neubewertung der Tradition im Geist des Manierismus. Kaum ein anderer Künstler ist in der Kultivierung eines stilbewussten Stils dabei so weit gegangen wie Heinz Zander (geboren 1939, tätig in Leipzig), der nicht nur als Maler, Grafiker und Zeichner einen Namen hat, sondern auch als Autor von Romanen und Erzählungen hevorgetreten ist.
Heinz Zander erweist sich dabei als Protagonist jenes quasi postmodernen »Leipziger Manierismus«, der gegründet ist auf Tradition, doch mehr noch auf Subjektivität, Eigenart und Selbstreflexion im Streben nach einem Besonderen, nach Seltsamkeiten, nach Artifizialität, metaphorischer Phantastik und archetypischer Gegenständlichkeit. Die Wurzeln dieser auch interpretatorisch anspruchsvollen Kunstwelt sind dabei keineswegs nur auf den Manierismus des 16. Jahrhunderts beschränkt.
Die Inspirationsfelder zeigen sich weitaus vielgestaltiger und differenzierter. Literarische Anregungen verbinden und durchdringen sich mit Elementen der Szenografie und des Theaters, kunsthistorische Überlieferungen mit ästhetischen Traktaten und einer zuweilen uferlos schweifenden bildnerischen Phantasie. Bild- und Erzählstrategien der Renaissance und des Barock überlagern sich mit Stilformen des Symbolismus und der Romantik. Hinzu kommt das ineinander von antiker Mythologie, mittelalterlicher Sagenwelt und märchenhaften Geschichten, das auf einer höchst subjektiven und oft auch betont rätselhaften, komplizierten gedanklichen Sinngebung beruht, die im Geiste Umberto Ecos voller Ironie und ohne Unschuld ist und Zanders Werk in den Kontext eines künstlerischen Phänomens von zumindest europäischen Dimensionen rückt: einen postmodernen abendländischen
Neo-Manierismus.
Wer wollte konnte sich hier den Ausstellungskatalog oder Poster vom Künstler signieren lassen.
Die musikalische Umrahmung übernahmen Kerstin Langenhan und Arne Puschnerus.

















