FÜR JEDEN KANN DER TAG KOMMEN:
Ein neues Leben im Heim
Samstag, 12. März 2016, 09:26 Uhr
Das Senioren-Wohn-und Pflegezentrum des Internationalen Bildungs-und Sozialwerks an der Geseniusstraße wird zwar erst am 20. April, einem Mittwoch, offiziell eröffnet, doch schon jetzt herrscht reges Leben im Rolandhaus. Kurt Frank war zu Besuch...
Hauswirtschaftsleiterin Bianka Fuhrmann im Küchenbereich. Foto: Kurt Frank
Nordhausen. 24 Personen bezogen es mittlerweile. Menschen, die sich noch selbst helfen können, gut auf den Beinen sind, am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Aber auch Patienten, die auf eine totale Pflege rundum angewiesen sind. Am kommenden Montag erhält das Heim Nachwuchs. Mit sieben weiteren Bewohnern. Überwiegend fanden bislang Alleinstehende, aber auch Ehepaare, im Rolandhaus ein neues Zuhause. Alle zwischen 70 und 92 Jahren.
Seit dem 4. Januar wohnt auch Dora Schlegel hier. Ihr fiel der Umzug von Am Frauenberg in das Senioren-Wohn-und Pflegeheim nicht leicht. Im dritten Stock wohnend, öffnete sich ihr der Blick weit über die Unterstadt. Auf dem Balkon hatte sie ein Nistkästchen hängen. Jahrelang habe dort ein Blaumeisenpaar gebrütet. An den Vögelchen hatte sie ihre Freude. Alles war ihr so heimisch und vertraut. Dann kam der Tag des Abschieds aus gewohnter Umgebung. Der Seniorin fiel er schwer.
Dora Schlegel ist alleinstehend. Mit 90 Jahren machen die Beine nicht mehr richtig mit. Sie benötigte Hilfe, professionelle. Die sympathische Heimleiterin Annett Tolle und ihr Team empfingen mich wie eine alte Bekannte. Sie schlossen mich in die Arme, spendeten Trost und Mut. Das erleichterte mir den Einstieg in ein neues Leben, ist die ehemalige HO-Verkaufsstellenleiterin überzeugt. Auch ihre Nichte Regina Nafe sei wie eine liebe Tochter zu ihr. Sie freue sich immer auf ihren Besuch.
Die 90-jährige Dora Schlegel wohnt seit dem 4. Januar im Heim. Foto: Kurt Frank
Das Personal bemüht sich sehr, uns Heimbewohnern jeden Wunsch zu erfüllen, versichert Dora Schlegel. Ob ein Friseurtermin im Haus anstehe oder irgendwelche Besorgungen zu erledigen seien, man könne stets vertrauensvoll seine Anliegen äußern. Die Seniorin ist mit ihrem Elektrorollstuhl noch mobil, unternimmt auch kleinere Ausflüge, umrundet das Senioren-Wohn-und Pflegezentrum.
Zufrieden mit sich und dem Heim ist auch Anna Wengemut. Wenn auch mit Gehstock unterwegs, lebenslustig ist sie allemal. Mit herzhaften Scherzen bringt die Seniorin Heiterkeit ins Haus: Ich muss mich doch erst noch schminken, die Haare richten und den Rotstift über die Lippen ziehen, bevor ich aufs Bild komme, scherzte sie. Sie sei mit ihren 82 Jahren auch ohne Kosmetik hübsch und fotogen, sind sich Wohnbereichsleiter Altenpflege Patrick Elsner und Pflegehelferin Pia Reinsch einig. Anna Wengemut, wie Dora Schlegel alleinstehend, war am 23. November des Vorjahres in das Heim gezogen und die erste Bewohnerin.
Pfleger Patrick Elsner mit Seniorin Anna Wengemut. Foto: Kurt Frank
Patrick Elsner kam von der Seniorenresidenz Stolberger Straße in das Rolandhaus. Der 23-jährige gelernte Altenpfleger sieht hier für sich neue Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Pia Reinsch war im DRK-Pflegeheim der Oberstadt tätig. Die 52-Jährige stellt sich zuversichtlich neuen Anforderungen.
Jeder Wohnbereich im Rolandhaus hat einen Namen. Meyenburg ist der untere. Dann kommt die Finkenburg. Altendorf ist ganz oben. Alle Bereiche haben eines gemeinsam: Einzelzimmer. Pflegeleicht, schlicht und einfach ausgestattet, aber praktisch und zweckmäßig. Alle mit Balkon oder Terrasse, eigenem Bad/WC. Ein großzügiges Wellnessbad, Entspannungs-, Gemeinschafts- und Speiseräume, andere für gemütliche Spiel-und Plauderrunden, kreative und therapeutische Angebote finden sich in jeder Etage. Die Korridore hell und farbenfroh.
Demenzkranke leben gern in der Vergangenheit. Die Gegenwart ein schwacher Schatten. Ein aus der Zeit gefallenes Erinnerungszimmer soll diese Menschen anregen, Denkvermögen stärken, Ressourcen fördern, die noch vorhanden sind. Die gute alte Stube, wie man sie nennt, zeigt sich daher so, wie sie früher eingerichtet war: Mit Mutters Kommode, Truhe, Speisetisch, Sofa, Sesseln, Landschaftsbilder an der Wand.
In der sogenannten guten alten Stube, wie sie früher eingerichtet war.Foto: Kurt Frank
Für insgesamt 74 Bewohner ist das Senioren-Wohn-und Pflegezentrum konzipiert. Wer es sich einmal ansehen möchte, kann dies tun. 45 bis 50 Pflege-, Service-und Reinigungskräfte bedarf es insgesamt, sollen sich die Heimbewohner rundum wohlfühlen.
Bewerbungen aus den Bereichen Pflege und Betreuung, Verwaltung und Hauswirtschaft können noch an das Internationale Bildungs-und Sozialwerk, Berufsförderungszentrum 99734 Nordhausen, Geseniusstraße 19, gerichtet werden. Telefonisch ist das möglich unter diesen Rufnummern: 03631/434791/4787311/478730. E-MaiL: nordhausen@int-bsw.de
Kurt Frank
Autor: redHauswirtschaftsleiterin Bianka Fuhrmann im Küchenbereich. Foto: Kurt Frank
Nordhausen. 24 Personen bezogen es mittlerweile. Menschen, die sich noch selbst helfen können, gut auf den Beinen sind, am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Aber auch Patienten, die auf eine totale Pflege rundum angewiesen sind. Am kommenden Montag erhält das Heim Nachwuchs. Mit sieben weiteren Bewohnern. Überwiegend fanden bislang Alleinstehende, aber auch Ehepaare, im Rolandhaus ein neues Zuhause. Alle zwischen 70 und 92 Jahren.
Seit dem 4. Januar wohnt auch Dora Schlegel hier. Ihr fiel der Umzug von Am Frauenberg in das Senioren-Wohn-und Pflegeheim nicht leicht. Im dritten Stock wohnend, öffnete sich ihr der Blick weit über die Unterstadt. Auf dem Balkon hatte sie ein Nistkästchen hängen. Jahrelang habe dort ein Blaumeisenpaar gebrütet. An den Vögelchen hatte sie ihre Freude. Alles war ihr so heimisch und vertraut. Dann kam der Tag des Abschieds aus gewohnter Umgebung. Der Seniorin fiel er schwer.
Dora Schlegel ist alleinstehend. Mit 90 Jahren machen die Beine nicht mehr richtig mit. Sie benötigte Hilfe, professionelle. Die sympathische Heimleiterin Annett Tolle und ihr Team empfingen mich wie eine alte Bekannte. Sie schlossen mich in die Arme, spendeten Trost und Mut. Das erleichterte mir den Einstieg in ein neues Leben, ist die ehemalige HO-Verkaufsstellenleiterin überzeugt. Auch ihre Nichte Regina Nafe sei wie eine liebe Tochter zu ihr. Sie freue sich immer auf ihren Besuch.
Die 90-jährige Dora Schlegel wohnt seit dem 4. Januar im Heim. Foto: Kurt Frank
Das Personal bemüht sich sehr, uns Heimbewohnern jeden Wunsch zu erfüllen, versichert Dora Schlegel. Ob ein Friseurtermin im Haus anstehe oder irgendwelche Besorgungen zu erledigen seien, man könne stets vertrauensvoll seine Anliegen äußern. Die Seniorin ist mit ihrem Elektrorollstuhl noch mobil, unternimmt auch kleinere Ausflüge, umrundet das Senioren-Wohn-und Pflegezentrum.
Zufrieden mit sich und dem Heim ist auch Anna Wengemut. Wenn auch mit Gehstock unterwegs, lebenslustig ist sie allemal. Mit herzhaften Scherzen bringt die Seniorin Heiterkeit ins Haus: Ich muss mich doch erst noch schminken, die Haare richten und den Rotstift über die Lippen ziehen, bevor ich aufs Bild komme, scherzte sie. Sie sei mit ihren 82 Jahren auch ohne Kosmetik hübsch und fotogen, sind sich Wohnbereichsleiter Altenpflege Patrick Elsner und Pflegehelferin Pia Reinsch einig. Anna Wengemut, wie Dora Schlegel alleinstehend, war am 23. November des Vorjahres in das Heim gezogen und die erste Bewohnerin.
Pfleger Patrick Elsner mit Seniorin Anna Wengemut. Foto: Kurt Frank
Patrick Elsner kam von der Seniorenresidenz Stolberger Straße in das Rolandhaus. Der 23-jährige gelernte Altenpfleger sieht hier für sich neue Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Pia Reinsch war im DRK-Pflegeheim der Oberstadt tätig. Die 52-Jährige stellt sich zuversichtlich neuen Anforderungen.
Jeder Wohnbereich im Rolandhaus hat einen Namen. Meyenburg ist der untere. Dann kommt die Finkenburg. Altendorf ist ganz oben. Alle Bereiche haben eines gemeinsam: Einzelzimmer. Pflegeleicht, schlicht und einfach ausgestattet, aber praktisch und zweckmäßig. Alle mit Balkon oder Terrasse, eigenem Bad/WC. Ein großzügiges Wellnessbad, Entspannungs-, Gemeinschafts- und Speiseräume, andere für gemütliche Spiel-und Plauderrunden, kreative und therapeutische Angebote finden sich in jeder Etage. Die Korridore hell und farbenfroh.
Demenzkranke leben gern in der Vergangenheit. Die Gegenwart ein schwacher Schatten. Ein aus der Zeit gefallenes Erinnerungszimmer soll diese Menschen anregen, Denkvermögen stärken, Ressourcen fördern, die noch vorhanden sind. Die gute alte Stube, wie man sie nennt, zeigt sich daher so, wie sie früher eingerichtet war: Mit Mutters Kommode, Truhe, Speisetisch, Sofa, Sesseln, Landschaftsbilder an der Wand.
In der sogenannten guten alten Stube, wie sie früher eingerichtet war.Foto: Kurt Frank
Für insgesamt 74 Bewohner ist das Senioren-Wohn-und Pflegezentrum konzipiert. Wer es sich einmal ansehen möchte, kann dies tun. 45 bis 50 Pflege-, Service-und Reinigungskräfte bedarf es insgesamt, sollen sich die Heimbewohner rundum wohlfühlen.
Bewerbungen aus den Bereichen Pflege und Betreuung, Verwaltung und Hauswirtschaft können noch an das Internationale Bildungs-und Sozialwerk, Berufsförderungszentrum 99734 Nordhausen, Geseniusstraße 19, gerichtet werden. Telefonisch ist das möglich unter diesen Rufnummern: 03631/434791/4787311/478730. E-MaiL: nordhausen@int-bsw.de
Kurt Frank








