nnz-Forum: OB blieb Antwort schuldig
Mittwoch, 04. Juli 2001, 16:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Zum heutigen nnz-Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes erhielt die nnz einen Leserbrief von Volker Theuerkauf aus Steigerthal. Theuerkauf geht dabei vor allem auf die Schulträgerschaft ein.
Bei allem Respekt vor den Anstrengungen aller Beteiligten bei der Haushaltskonsolidierung der Stadt ist für mich nicht hinnehmbar, wenn sich unsere Oberbürgermeisterin zu den Fragen der Schulnetzplanung in der Form äußert, daß keine Einsparungseffekte für die Stadt zu verzeichen seien. Diese sind bei der Schulverwaltung meiner Ansicht nach auch nicht vordergründig. Vielmehr geht es hier zunächst um die Frage nach der Effizienz aller Verwaltungsabläufe bei gleichem Mittel- und Personaleinsatz in einer Hand. Es ist bereits aus dieser Sicht für niemanden nachvollziehbar, wenn zwei Verwaltungen das Gleiche tun und dabei räumlich voneinander getrennt, mit den üblichen Änhängseln wie Kurier- und Botendiensten sowie erhöhten Telefonkosten und sonstigen Verwaltungsleistungen arbeiten.
Allein hier wird deutlich, daß Kosteneinsparungen zu verzeichnen sind, auch wenn diese nicht übermäßig sein werden. Angesichts von Beträgen im dreistelligen Bereich, die bei andern Haushaltsstellen eingespart werden, ist das durchaus zu thematisieren. Daher erwarte ich von der Oberbürgermeisterin, nach dem bisherigem Hick Hack um die Schulnetzplanung, eine etwas genauere Darlegung des Sachverhaltes in der Öffentlichkeit. Abgesehen davon sind wohl jahrelange Versäumnisse in der Kostenplanung Schuld an der miserablen Bausubstanz an den städtischen Schulen, die im Landkreis eingeplant wurden.
Sollte es hier lediglich um eine politsche Lösung gehen, dann könne das nicht nur mit fehlenden Effekten bei der Einsparung von Kosten für die Stadt Nordhausen begründet werden. Im Übrigen hat jede Gemeinde im Landkreis, einen Anspruch auf die Solidarität der großen kreisangehörigen Stadt. Hierbei würde es durch die städtische Beteiligung zu einer spezifischen Senkung des Anteils der Schulumlage für die kleineren Gemeinden im Landkreis kommen und das wäre doch ein positives Zeichen, welches man als Oberbürgermeisterin der Stadt doch jederzeit setzen könnte. Erst wenn das ehrlich geschieht wird es auch einer regionalen Entwicklung dienlich sein.
Darüber hinaus ist es für mich ein Skandal, was die städtische Schulverwaltung mit den freien Trägern, wie z.B. der Evangelischen Grundschule bei der Gebäudevergabe veranstaltet und ich bin überzeugt, es wäre beim Landkreis schon länger kein Thema mehr. Bleibt für mich die Frage, warum sich die offiziellen Vertreter der Stadt permanent die ausgelatschten (Abgrenzungs-)Schuhe anziehen, während doch gemeinsam im Landkreis viel mehr Kräfte entfaltet werden könnten.
Volker Theuerkauf, Steigerthal
Bei allem Respekt vor den Anstrengungen aller Beteiligten bei der Haushaltskonsolidierung der Stadt ist für mich nicht hinnehmbar, wenn sich unsere Oberbürgermeisterin zu den Fragen der Schulnetzplanung in der Form äußert, daß keine Einsparungseffekte für die Stadt zu verzeichen seien. Diese sind bei der Schulverwaltung meiner Ansicht nach auch nicht vordergründig. Vielmehr geht es hier zunächst um die Frage nach der Effizienz aller Verwaltungsabläufe bei gleichem Mittel- und Personaleinsatz in einer Hand. Es ist bereits aus dieser Sicht für niemanden nachvollziehbar, wenn zwei Verwaltungen das Gleiche tun und dabei räumlich voneinander getrennt, mit den üblichen Änhängseln wie Kurier- und Botendiensten sowie erhöhten Telefonkosten und sonstigen Verwaltungsleistungen arbeiten.
Allein hier wird deutlich, daß Kosteneinsparungen zu verzeichnen sind, auch wenn diese nicht übermäßig sein werden. Angesichts von Beträgen im dreistelligen Bereich, die bei andern Haushaltsstellen eingespart werden, ist das durchaus zu thematisieren. Daher erwarte ich von der Oberbürgermeisterin, nach dem bisherigem Hick Hack um die Schulnetzplanung, eine etwas genauere Darlegung des Sachverhaltes in der Öffentlichkeit. Abgesehen davon sind wohl jahrelange Versäumnisse in der Kostenplanung Schuld an der miserablen Bausubstanz an den städtischen Schulen, die im Landkreis eingeplant wurden.
Sollte es hier lediglich um eine politsche Lösung gehen, dann könne das nicht nur mit fehlenden Effekten bei der Einsparung von Kosten für die Stadt Nordhausen begründet werden. Im Übrigen hat jede Gemeinde im Landkreis, einen Anspruch auf die Solidarität der großen kreisangehörigen Stadt. Hierbei würde es durch die städtische Beteiligung zu einer spezifischen Senkung des Anteils der Schulumlage für die kleineren Gemeinden im Landkreis kommen und das wäre doch ein positives Zeichen, welches man als Oberbürgermeisterin der Stadt doch jederzeit setzen könnte. Erst wenn das ehrlich geschieht wird es auch einer regionalen Entwicklung dienlich sein.
Darüber hinaus ist es für mich ein Skandal, was die städtische Schulverwaltung mit den freien Trägern, wie z.B. der Evangelischen Grundschule bei der Gebäudevergabe veranstaltet und ich bin überzeugt, es wäre beim Landkreis schon länger kein Thema mehr. Bleibt für mich die Frage, warum sich die offiziellen Vertreter der Stadt permanent die ausgelatschten (Abgrenzungs-)Schuhe anziehen, während doch gemeinsam im Landkreis viel mehr Kräfte entfaltet werden könnten.
Volker Theuerkauf, Steigerthal
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