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Riesiges Interesse an Selbstverteidigung

Selbstverteidigung im Karateverein

Montag, 29. Februar 2016, 06:25 Uhr
Am vergangenen Samstag fand beim Karate-Do-Kwai Nordhausen in der Sporthalle des Humboldt-Gymnasiums der Jahres-Lehrgang der SaCO-Selbstverteidigung statt. Das Thema war diesmal die Verteidigung gegen Angriffe mit einem Messer...

Riesiges Interesse an Selbstverteidigung (Foto: S. Schröter) Riesiges Interesse an Selbstverteidigung (Foto: S. Schröter)
Bei bestem Reisewetter folgten 81 Kampfkunstinteressierte aus 21 Vereinen und 6 Bundesländern der Einladung des Nordhäuser Cheftrainers Frank Pelny (6. DAN Karate, 4. MG SaCO, 5. DAN Ryûkyû Kobudô). Damit schien die Sporthalle schier aus den Nähten zu platzen und zeigte deutlich die Grenzen der Kapazität, aber auch, welch großes Interesse dieses Thema hervorbringt.

Unterstützt wurde Frank Pelny wieder von Sebastian Edelmann aus Halle/S., der selbst Meister in Karate, Kobudô und SaCO ist. Natürlich begann der Lehrgang mit einer anspruchsvollen Erwärmung, um die Teilnehmer auf das eigentliche Training vorzubereiten. Danach näherte man sich mit verschiedenen vorbereitenden Übungen dem eigentlichen Thema.

Um sich gegen Angriffe mit einem Messer verteidigen zu können, muss man natürlich erst einmal die Möglichkeiten dieser Waffe kennen. In einem speziellen Komplex aus Angriffs- und später auch Abwehrtechniken wurden verschiedene Varianten drillmäßig geübt. Das Gefährliche am Messer als Angriffswaffe ist, dass es sehr leicht beschaffbar sowie unauffällig und gut zu verbergen ist. Bei der Anwendung hingegen kann es bereits in den Händen eines Ungeübten sehr schnell großen Schaden verursachen oder gar tödliche Wirkung erzielen.

Deshalb ist es so wichtig, bei der Verteidigung unverzüglich und konsequent zu handeln. Und da führt nun mal kein Weg an hartem Training und vielen Wiederholungen vorbei. Während es bei den traditionellen Kampfkünsten viele Jahre dauert, die verschiedenen Bewegungsabläufe zu verinnerlichen, erreicht man in der SaCO-Selbstverteidigung schon nach wenige Wochen recht stabile Handlungsmuster.

Aufgrund der einfachen und leicht zu merkenden Techniken sind die Aktionen im Ernstfall intuitiv und ohne größere Verzögerungen abrufbar. Die sprichwörtliche Schrecksekunde und Zeit für lange Überlegungen zur Auswahl einer passenden Abwehr können so erheblich reduziert werden.

Nach einer kurzen Mittagspause wurde ein spezieller Theorieteil abgehalten. Hier wurde die Trainingslehre näher beleuchtet und besonders auf das Koordinationstraining eingegangen. Im Anschluss daran wurden Möglichkeiten gezeigt und geübt, wie man sich auch ohne eigene Waffe gegen eine Messerattacke verteidigen könnte. Meistens hat man ja doch eine ganze Auswahl von Alltagsgegenständen in Reichweite. Mit der eigenen Jacke oder auch einem Handtuch kann man sich in einem Notfall schon effektiv wehren. Nach fünf anspruchsvollen Trainingseinheiten ging dieser interessante Lehrgang trotzdem viel zu schnell zu Ende.

Allen Interessierten bietet der Karate-Do-Kwai Nordhausen ein 4-wöchiges kostenloses Probetraining. In der Sportart Karate gibt es verschiedene, nach Alter gestaffelte Trainingsgruppen für Kinder, für Erwachsene und für Senioren. Kobudô (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung sind erst für Jugendliche ab 14 Jahre geeignet. Ebenso wie Qi-Gong. Karate-Aerobic ist gerade bei Frauen sehr beliebt und ideal für die Fitness geeignet.

Die Kleinsten (4-7 Jahre) werden entwicklungsgerecht in der Ninja-Kids Gruppe an den Sport heran geführt. Information bekommt man im Internet unter www.karate-nordhausen.de, per Telefon NDH 60 47 36 oder einfach mal zu den Trainingszeiten in der Sporthalle des Humboldt-Gymnasiums (Oberstufe) in der Blasiistraße vorbeischauen.
Sven Schröter, Karate-Do-Kwai Nordhausen
Autor: red

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