Wie schütze ich mich vor Grippe und Erkältung?
Vorbeugen und einfach Regel beachten
Samstag, 27. Februar 2016, 12:30 Uhr
Die Grippesaison läuft. Mitte März, schätzen Experten, könnte die Zahl der Erkrankungen ihren Höhepunkt erreicht haben. "95 Prozent der Erkrankten sind nicht geimpft", berichtet Dr. med. Torsten Leonhard von der Krankenkasse Knappschaft. Dabei sei eine Impfung für Schwangere, Ältere und chronisch Kranke ratsam...
Im Vergleich zur Vorsaison mit deutlich mehr Grippekranken in Thüringen konstatieren viele Ärzte diesmal eher eine Erkältungswelle. Hat mich die Grippe erwischt oder eine "nur" eine Erkältung? Der Knappschaftsexperte Dr. med. Leonhard verrät die Unterschiede und wie Sie sich schützen können.
Eine echte, durch Influenzaviren verursachte Grippe kann vor allem für immungeschwächte Menschen auch lebensgefährlich werden. Harmloser verläuft derweil die Erkältung, die auch grippaler Infekt genannt und von vielen Viren ausgelöst wird.
Gegen das durch Tröpfcheninfektion in Form von Anhusten oder Anniesen übertragene Grippe-Virus schützt eine jährliche Schutzimpfung. Gegen eine zumeist infolge eines geschwächten Abwehrsystems ausgelöste Erkältung hilft diese nicht.
Während die Grippe plötzlich mit starken Beschwerden und hohem Fieber einsetzt, verschlechtert sich der Gesundheitszustand bei einer Erkältung langsam und beginnt zumeist mit Halskratzen oder Schnupfen. Symptome sind Frösteln, Niesen, Husten sowie leichtes Fieber, derweil die Grippe mit Schmerzen, starker Entkräftung, Schüttelfrost und Appetitlosigkeit einhergeht.
Geh‘ nicht mit nassen Haaren raus. Du erkältest dich sonst. Dieser Rat stimmt nicht. Kälte kann die Abwehrkräfte schwächen und die Erkältung begünstigen. Nasse Haare oder kalte Füße sind aber kein Erkältungs-Auslöser. Ohne Arzt dauert die Erkältung sieben Tag – mit Arzt eine Woche, witzelt der Volksmund. Generell gilt: ein grippaler Infekt lässt sich nicht verkürzen.
Natürliche Hausmittel und Schonung reichen zumeist aus, die Erkältung zu überstehen. Nur dann, wenn bakterielle Infektionen wie zum Beispiel eine Nasennebenhöhlenentzündung hinzukommen, kann auch der Einsatz von Antibiotika sinnvoll sein.
2. Bewegung und Frischluft schützen gerade bei kalten Temperaturen. Denn in warmen Räumen trocknen Schleimhäute schneller aus und werden empfindlicher. Dagegen hilft lüften. Sport an der frischen Luft stärkt das Immunsystem – allerdings nur, solange eine Erkältung nicht schon ausgebrochen ist.
3. Saunagänge und Wechselduschen: Eine Gewöhnung an den schnellen Wechsel von Wärme und Kälte stärkt die Abwehrkräfte und kommt dem Körper bei wetterbedingten Alltagsreizen zugute. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn die Erkältung bereits eingesetzt hat. Dann belasten und schwächen Sauna und kaltes Abduschen das Herz-Kreislauf-System sogar.
4. Entspannung und ausreichender Schlaf Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus, positiv wirken Entspannungsübungen oder warme Bäder, zum Beispiel mit ätherischen Ölen. Wert weniger als sieben Stunden schläft, hat ein dreimal höheres Risiko, sich zu erkälten.
5. Gesunde Ernährung und Hausmittel Obst und Gemüse mit relativ hohem Vitamin C Anteil wirken bei der Vorbeugung unterstützend. Beim Anflug einer Erkältung sind heiße Suppen oder Brühe zu empfehlen. Wichtig ist generell: ausreichend Wasser oder Kräutertee trinken. Salbeitee und heiße Zitrone lindern Halsschmerzen, Lakritzpastillen wirken entzündungshemmend und schleimlösend. Bei Schnupfen sind Kamillendampfbäder empfehlenswert.
Autor: redIm Vergleich zur Vorsaison mit deutlich mehr Grippekranken in Thüringen konstatieren viele Ärzte diesmal eher eine Erkältungswelle. Hat mich die Grippe erwischt oder eine "nur" eine Erkältung? Der Knappschaftsexperte Dr. med. Leonhard verrät die Unterschiede und wie Sie sich schützen können.
Eine echte, durch Influenzaviren verursachte Grippe kann vor allem für immungeschwächte Menschen auch lebensgefährlich werden. Harmloser verläuft derweil die Erkältung, die auch grippaler Infekt genannt und von vielen Viren ausgelöst wird.
Gegen das durch Tröpfcheninfektion in Form von Anhusten oder Anniesen übertragene Grippe-Virus schützt eine jährliche Schutzimpfung. Gegen eine zumeist infolge eines geschwächten Abwehrsystems ausgelöste Erkältung hilft diese nicht.
Während die Grippe plötzlich mit starken Beschwerden und hohem Fieber einsetzt, verschlechtert sich der Gesundheitszustand bei einer Erkältung langsam und beginnt zumeist mit Halskratzen oder Schnupfen. Symptome sind Frösteln, Niesen, Husten sowie leichtes Fieber, derweil die Grippe mit Schmerzen, starker Entkräftung, Schüttelfrost und Appetitlosigkeit einhergeht.
Geh‘ nicht mit nassen Haaren raus. Du erkältest dich sonst. Dieser Rat stimmt nicht. Kälte kann die Abwehrkräfte schwächen und die Erkältung begünstigen. Nasse Haare oder kalte Füße sind aber kein Erkältungs-Auslöser. Ohne Arzt dauert die Erkältung sieben Tag – mit Arzt eine Woche, witzelt der Volksmund. Generell gilt: ein grippaler Infekt lässt sich nicht verkürzen.
Natürliche Hausmittel und Schonung reichen zumeist aus, die Erkältung zu überstehen. Nur dann, wenn bakterielle Infektionen wie zum Beispiel eine Nasennebenhöhlenentzündung hinzukommen, kann auch der Einsatz von Antibiotika sinnvoll sein.
5 Tipps gegen eine Erkältung
1. Regelmäßiges Händewaschen ist ein wichtiger Schutz gegen Erreger, die sich durch Kontakte mit Menschen oder auf zum Beispiel auf Griffen verteilen. Dann sind Augen reiben oder Mund abwischen potenzielle Ansteckungsfaktoren. Am besten helfen warmes Wasser und desinfizierende Seife, ggf. unterwegs auch Desinfektionsmittel.2. Bewegung und Frischluft schützen gerade bei kalten Temperaturen. Denn in warmen Räumen trocknen Schleimhäute schneller aus und werden empfindlicher. Dagegen hilft lüften. Sport an der frischen Luft stärkt das Immunsystem – allerdings nur, solange eine Erkältung nicht schon ausgebrochen ist.
3. Saunagänge und Wechselduschen: Eine Gewöhnung an den schnellen Wechsel von Wärme und Kälte stärkt die Abwehrkräfte und kommt dem Körper bei wetterbedingten Alltagsreizen zugute. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn die Erkältung bereits eingesetzt hat. Dann belasten und schwächen Sauna und kaltes Abduschen das Herz-Kreislauf-System sogar.
4. Entspannung und ausreichender Schlaf Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus, positiv wirken Entspannungsübungen oder warme Bäder, zum Beispiel mit ätherischen Ölen. Wert weniger als sieben Stunden schläft, hat ein dreimal höheres Risiko, sich zu erkälten.
5. Gesunde Ernährung und Hausmittel Obst und Gemüse mit relativ hohem Vitamin C Anteil wirken bei der Vorbeugung unterstützend. Beim Anflug einer Erkältung sind heiße Suppen oder Brühe zu empfehlen. Wichtig ist generell: ausreichend Wasser oder Kräutertee trinken. Salbeitee und heiße Zitrone lindern Halsschmerzen, Lakritzpastillen wirken entzündungshemmend und schleimlösend. Bei Schnupfen sind Kamillendampfbäder empfehlenswert.
