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Internetplattform für Geflüchtete, Migranten, Helfer und Arbeitgeber

Informationen und Angebote gebündelt

Donnerstag, 25. Februar 2016, 10:54 Uhr
Über die zentrale Internetplattform www.thüringen-hilft.de bzw. www.thuringia-helps.de bündelt der Freistaat Thüringen künftig Angebote und Informationen für Flüchtlinge und Migranten. Erfasst werden sollen dabei auch die Angebote haupt- und ehrenamt­licher Helfer und Initiativen sowie der Wirtschaft...


Die Internetseite ist auch für mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones geeignet, geht in Deutsch und Englisch online und soll künftig auch in den Sprachen Arabisch, Farsi sowie Französisch, Spanisch und Russisch verfügbar sein. Die Erstellung und Betreuung der Plattform liegt bei der LEG Thüringen, das Wirtschaftsministerium finanziert das Vorhaben.

„Mit der Plattform wollen wir dazu beitragen, dass Flüchtlinge und Migranten in Thüringen besser Fuß fassen und sich schnell in die Gesellschaft integrie­ren können“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Da­zu werden relevante Informationen, Hilfs-, Sprach- und Qualifizierungsange­bote, Adressen, Veranstaltungshinweise oder eine Stellenvermittlung digital zur Verfügung gestellt. „Die Plattform ist ein Beispiel dafür, wie die Digitalisie­rung dazu beitragen kann, gesellschaftliche Herausforderungen effizient zu lösen“, so der Minister. „Ich kenne bundesweit keine vergleichbare Plattform, die so breit aufgestellt ist wie ‚thüringen-hilft.de‘.“

„Gerade der schnelle Zugang zu Ausbildung und Arbeit sind der Schlüssel für eine er­folgreiche Integration“, betonte Thüringens Arbeitsministerin Heike Werner. Deshalb seien gezielt auch Angebote der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF) und des Welcome Centers Thuringia in die Plattform integriert worden. „Die gezielte Qualifizierung und Vermittlung der Flüchtlinge kann und soll einen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs hier bei uns in Thüringen leisten.“

„Die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge ist eine gesamtgesellschaft­liche Aufgabe“, sagte Migrationsminister Dieter Lauinger. Allerdings seien die Abläufe und Verfahren in Deutschland für die Menschen, die oftmals Hals über Kopf aus Kriegsgebieten nach Thüringen geflüchtet seien und kein oder nur wenig Deutsch oder Englisch beherrschten, nicht immer einfach nachzuvollziehen. „In dieser Situation kann die Thüringer Internetplattform helfen, den Dschungel der Informationen und Angebote zu lichten – zumal die Übersetzung der Seiten in die Muttersprachen der Geflüchteten zügig vorangeht und in den kommenden Monaten abgeschlossen werden soll.“ Lauinger forderte alle Behörden und Initiativen in Thüringen auf, die Plattform zu nutzen, um Angebote und Informationen für Flüchtlinge und Migranten zentral zu kommunizieren.

Die LEG Thüringen hat die Flüchtlings-Plattform im Auftrag des Wirtschafts­ministeriums erstellt und wird sie zunächst bis Ende 2018 betreuen und sys­tematisch erweitern. Dabei steht ihr ein Netzwerk aus Thüringer Staatskanz­lei, fünf Ministerien (Migrations-, Wirtschafts-, Arbeits-, Innen- und Infrastruk­turministerium) sowie verschiedenen Flüchtlingseinrichtungen und -initiativen (Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement gGmbH, Zentrum für Inte­gration und Migration, Flüchtlingsrat Thüringen) zur Seite.

Die bis Ende 2018 entstehenden Kosten in Höhe von rund 250.000 Euro werden vom Wirt­schaftsministerium getragen. Die Bewerbung der Flüchtlings-Plattform soll u.a. durch soziale Netzwerke, Vor-Ort-Veranstaltungen in Flüchtlingsunter­künften, Postkarten, QR-Codes oder E-Mail-Signaturen erfolgen.
Autor: red

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