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Erdfall am Salzagraben

Ministerin verspricht Unterstützung, aber kein Geld

Montag, 22. Februar 2016, 15:45 Uhr
Drei Tage nach dem Erdfall am Nordhäuser Salzagraben kam heute Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund an den Ort des Geschehens. Da gab es schon Erwartungen...

Ministerin im Korb (Foto: nnz) Ministerin im Korb (Foto: nnz)
Siegesmund konnte sich aus dem Korb der Drehleiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr einen Überblick vom Ausmaß der Schäden machen. Sie sicherte in einem Gespräch mit Landrat Matthias Jendricke und Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh Amtshilfe ihres Ministerium und der Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) zu.

Sie und die Experten der TLUG können ausschließen, dass es sich um Folgeschäden bergbaulicher Tätigkeiten handele. Und damit beginnt das Problem, denn finanzielle Hilfen, die nötig sein müssten, die können hierfür vermutlich nicht oder nur in einem eng begrenzten Maße zur Verfügung gestellt werden. Das heißt, der Landkreis als Gundstückseigentümer, bleibt vermutlich auf den Kosten sitzen. Einerseits sind die Gebäude nicht gegen Elementarschäden versichert, andererseits werden sich die Kosten für das Auffüllen und das Sondieren auf mehr als eine Million Euro belaufen.

Jetzt müssen erst einmal die Daten des Senkungsmessnetzes ausgewertet und ein Geo-Risiko-Monitoring für die engere Region aufzubauen. Hintergrund sei die Tatsache, dass sich innerhalb von sechs Jahren an gleicher Stelle ein derartiges Ereignis zugetragen habe. Morgen soll im Kabinett dazu nicht nur informiert, sondern auch mit dem zuständigen Innenminister beraten werden, kündigte Anja Siegesmund an.

Zuvor sagte Matthias Jendricke dass er froh ist, dass sich Siegesmund vor Ort ein Bild vom Geschehen gemacht habe und er äußerte die Bitte, dass hier das Land bei der Bewältigung der Folgen des Erdfalls unterstützend zur Seite stehen werde.
Autor: red

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